Pacific Southwest Airlines

Pacific Southwest Airlines
Pacific Southwest Airlines
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IATA-Code: PS
ICAO-Code: PSA
Rufzeichen: PSA
Gründung: 1949
Betrieb eingestellt: 1988
Sitz: San Diego
Heimatflughafen: Flughafen San Diego
Flottenstärke: 61
Ziele: Westliche USA
Pacific Southwest Airlines hat den Betrieb 1988 eingestellt. Die kursiv gesetzten Angaben beziehen sich auf den letzten Stand vor Einstellung des Betriebes.

Pacific Southwest Airlines (PSA) war eine amerikanische Fluggesellschaft mit Sitz in San Diego (USA). Sie war ab ihrer Gründung im Jahr 1949 eine der renommiertesten und bekanntesten Fluggesellschaften in Amerika. PSA fusionierte 1987 mit USAir.

Geschichte

Die PSA wurde 1949 mit einer geleasten Douglas DC-3 gegründet, welche einmal wöchentlich zu Billigpreisen von San Diego nach Oakland via Burbank flog. Ein Flug nach Oakland (über Burbank) kostete zum damaligen Zeitpunkt ca. 16 Dollar. Als Ticket-Verkaufsstelle diente eine umgebaute Latrine aus dem Zweiten Weltkrieg. 1951 überquerte die Gesellschaft die Bucht von San Francisco und flog den San Francisco International Airport an. 1955 kaufte man zwei Douglas DC-4 von Capital Airlines und malte Kästchen um die Fenster, damit die Flugzeuge der moderneren Douglas DC-6 ähnlich sahen.

Eine B-737 der PSA.

Während der 1960er Jahre flog PSA die Route San Diego-San Francisco mit Maschinen des Typs Lockheed L-188 Electra. Diese wurden am Ende des Jahrzehnts durch Boeing 727-214 und Boeing 737-214 ersetzt. Kurzzeitig wurden auch Lockheed L-1011 eingesetzt. Diese erschienen jedoch zu unwirtschaftlich und wurden deshalb bald wieder verkauft. Im gleichen Zeitraum erweiterte man das Streckennetz innerhalb Kaliforniens um San Jose, Long Beach und Ontario. 1980 wurde am Los Angeles International Airport ein Drehkreuz aufgebaut, und als erste US-Fluggesellschaft stellte PSA den Flugzeugtyp MD-80 im Dezember 1980 in den Liniendienst. Insgesamt wurden 19 MD-81 und 12 MD-82 an PSA ausgeliefert wodurch innerhalb einer recht kurzen Zeit die bislang eingesetzten Boeing-727-Flotte ersetzt werden konnten.

Die Fluggesellschaft machte durch zwei Erkennungsmerkmale auf sich aufmerksam: Zum einen war jede Maschine unterhalb des Cockpits mit einem schwarzen Streifen verziert, was dem Flugzeug unter dem Motto "Catch our smile" ein lächelndes Gesicht gab. Zum anderen zeichnete sich die Rocklänge der Stewardessenuniform durch ausgesprochenen Minimalismus aus.

Nach der Deregulierung des Luftmarkts in den USA lieferten sich die großen überregionalen Fluggesellschaften PSA, Air California, Western Airlines and United Airlines einen extremen Preiskrieg. PSA begann damit, ihr Netzwerk über die Grenzen Kaliforniens hinaus mit Flügen nach Reno (Nevada), Las Vegas, Salt Lake City und Phoenix (Arizona) zu erweitern, wobei kurzzeitig auch Flüge nach Mexiko angeboten wurden. Als der Versuch, die Aktiva der in Konkurs befindlichen Braniff International aufzukaufen, fehlschlug, wurde das Flugnetz in die nördlichen Bundesstaaten Washington, Oregon und Idaho erweitert. Die Flotte wurde um BAe 146 Regionalflugzeuge vergrößert, um kleinere Flughäfen an der Westküste, wie z. B. die kalifornischen Orte Eureka und Concorde, anzufliegen.

1987 fusionierte PSA mit US Airways (USAir). Der letzte Flug unter PSA-Flugnummer fand am 8. April 1988 statt. Danach wurde das Flugnetz der Pacific Southwest Airlines nach und nach stillgelegt und das Fluggerät an die Ostküste verlegt. Das Operationszentrum am Flughafen San Diego wurde aufgegeben.

Am 1. November 1995 benannte US Airways eine andere Tochtergesellschaft in PSA Airlines um, um ihre Markenrechte für die ehemalige Pacific Southwest Airlines zu schützen.

Zwischenfälle

Einen verheerenden Rückschlag erfuhr die Fluglinie im Jahre 1978, als Pacific-Southwest-Airlines-Flug 182 im Landeanflug auf den Flughafen Lindbergh Field in San Diego mit einer Cessna des Gibbs Flite Center (Montgomery Field) zusammenstieß. Beide Maschinen stürzten nordöstlich vom Flughafen in ein Wohnviertel. Die vollbesetzte Boeing 727 der PSA stürzte in die Dwight Street, Ecke Boundary Street und explodierte, die Cessna dagegen in die Nachbarschaft nahe der University Avenue. Die beiden Absturzstellen lagen zirka 700 Meter auseinander. Dabei fanden 144 Menschen den Tod: 128 Passagiere, sieben Crewmitglieder, die zwei Piloten der Cessna und sieben Menschen, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks auf der Straße oder in ihren Häusern befanden.

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