Paul Baumann (KPD)

Paul Baumann (KPD)

Paul Baumann (* 27. März 1907 in Biebrich; † 17. Dezember 1976 in Mainz) war ein deutscher Politiker (KPD) und Amateurastronom.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Politik

Der Angestellte Baumann wurde 1933 Orgleiter des KPD-Unterbezirks Mainz. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er ab 1945 Kreisvorsitzender der KPD in Mainz, ab 1946 auch Mitglied der Landesleitung der KP Hessen-Pfalz, sowie 1947 auch Mitglied der KPD-Landesleitung Rheinland-Pfalz. Seit 1946 war er zudem Stadtrat in Mainz sowie Mitglied der Beratenden Landesversammlung Rheinland-Pfalz, ab 1947 schließlich Mitglied des Rheinland-Pfälzischen Landtages und Bezirksvorsitzender der KP Rheinhessen sowie Leiter des Sekretariats der Süddeutschen Ärzte- und Sanitätshilfe (SÄS) in Mainz. Im November 1947 wurde gegen Baumann ein Parteiverfahren eingeleitet wegen seines ungeklärten Verhaltens zwischen 1933 und 1945. Baumann legte daraufhin nach entsprechender Aufforderung der Parteileitung am 31. Januar 1948 sein Landtagsmandat (Nachrückerin im Landtag wurde Fina Halein), im März 1948 auch sein Stadtratsmandat und seine Parteifunktionen nieder. Anschließend wurde er Leiter der Betreuungsstelle für die Opfer des Faschismus in Mainz. Ab 1949 war er Mitarbeiter der rheinland-pfälzischen KPD-Zeitung Neues Leben.

Amateurastronomie

Nach seinem politischen Leben befasste sich Baumann mit der Astronomie. Aus seinem Freundeskreis bildete sich 1961 die Astronomische Arbeitsgemeinschaft der Sternfreunde Mainz und Umgebung e.V. (AAG Mainz). Er initiierte 1962 den Bau der Volkssternwarte Mainz auf dem Gebäude der Anne-Frank-Schule. Die Arbeitsgemeinschaft benannte die Außensternwarte in Klein-Winternheim nach ihm.

Werner Landgraf benannte den von ihm entdeckten Asteroiden (3683) Baumann nach Paul und Helene Baumann (1899–1986).

Literatur

  • Klaus J. Becker: Die KPD in Rheinland-Pfalz 1946–1956. von Hase & Koehler, Mainz 2001, ISBN 3-7758-1393-4, S. 417.

Weblinks

Homepage der AAG Mainz


Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Поможем написать курсовую

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Paul Baumann — ist der Name folgender Personen: Paul Baumann (BVP) (1878–1950), deutscher Politiker, bayerischer Landtagsabgeordneter Paul Baumann (KPD) (1907–1967), deutscher Politiker, rheinland pfälzischer Landtagsabgeordneter Paul Baumann (Religionsführer)… …   Deutsch Wikipedia

  • Baumann (Familienname) — Verteilung des Namens Baumann in Deutschland Baumann ist ein verbreiteter Familienname, der sich von der mittelhochdeutschen Berufsbezeichnung buman (Bauer) ableitet. Varianten Bauman, Buman, Buhmann, Baurm …   Deutsch Wikipedia

  • KPD Rheinland-Pfalz — Die KPD Rheinland Pfalz war die Landesorganisation der KPD in Rheinland Pfalz. Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 1.1 Vorgeschichte 1.2 Neugründung nach dem zweiten Weltkrieg 1.3 …   Deutsch Wikipedia

  • Paul Gruner — Paul Albrecht Gruner (* 9. Januar 1890 in Gollschau; † 27. April 1947 in Dresden) war ein deutscher Politiker (KPD, später SED) und Gewerkschaftsfunktionär des FDGB. Grab Paul Gruners auf dem Dresdner Heidefriedhof Leben P …   Deutsch Wikipedia

  • Paul Wessel — (* 9. April 1904 in Plauen; † 20. Januar 1967 in Berlin) war Mitglied des Kleinen Sekretariats des Politbüros des Zentralkomitees der SED in der DDR. Leben Wessel absolvierte an einer Gewerbeschule eine Ausbildung als Metallarbeiter. Er trat 1918 …   Deutsch Wikipedia

  • Artur Baumann — (auch Arthur Baumann; * 10. Februar 1905 in Gera; † 18. August 1991 in Berlin) war ein deutscher Politiker (KPD/SED) und Gewerkschafter. Er war von 1950 bis 1952 Vorsitzender des FDGB Landesvorstandes Sachsen. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Bau–Baw — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Mitglieder des Rheinland-Pfälzischen Landtages (1. Wahlperiode) — Der Rheinland Pfälzische Landtag war in der ersten Wahlperiode von 1947 bis 1951 zunächst auf 100 Mitglieder ausgelegt. Durch die Rückgliederung von 61 Gemeinden zu Rheinland Pfalz in den Kreisen Saaburg und Trier Land kam es noch 1947 zu einer… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Mitglieder des Landtages Rheinland-Pfalz (1. Wahlperiode) — Liste der Mitglieder des Rheinland Pfälzischen Landtages (1. Wahlperiode) Der Rheinland Pfälzische Landtag war in der ersten Wahlperiode von 1947 bis 1951 zunächst auf 100 Mitglieder ausgelegt. Durch die Rückgliederung von 61 Gemeinden zu… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Mitglieder des Parteivorstandes der SED — Inhaltsverzeichnis 1 Zusammensetzung des Parteivorstandes zwischen I. und II. Parteitag der SED 1.1 Zentralsekretariat 1.2 Übriger Vorstand …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”