Unteroffiziervorschule

Unteroffiziervorschule

Unteroffiziervorschulen (UVS) wurden 1941 für die drei Waffengattungen der Wehrmacht eingerichtet. Noch im selben Jahr gestattete ein sogenannter „Führerbefehl“ nicht mehr, dass ab 1942 weitere Jahrgänge für die Unteroffiziervorschulen rekrutiert wurden. 1944 lief die erste und auch einzige 3-Jahres-Ausbildung auf den Unteroffiziervorschulen aus.

Allein der Kriegsmarine gelang es, ersatzweise sogenannte Seeberufsfachschulen (SBF) einzurichten. Die Unteroffiziervorschulen wurden einfach in Seeberufsfachschulen umbenannt; die Seeberufsfachschulen waren also die Nachfolgeeinrichtungen für die Unteroffiziervorschulen der Kriegsmarine. Die Bewerber für den 2. Jahrgang einer Unteroffiziervorschule der Kriegsmarine, die eine Aufnahmeprüfung bestanden hatten, konnten sich nun für eine Lehre auf den Seeberufsfachschulen entscheiden. Trotz einer zivilen Unterstellung unter das Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung standen die Seeberufsfachschulen eindeutig unter der Ägide der Kriegsmarine.

1942 kamen die ersten 300 Schüler des Geburtsjahrgangs 1927/28 an die Seeberufsfachschule Wolgast. 1943 rekrutierte man die Geburtsjahrgänge 1928/29 und letztlich 1944 die Geburtsjahrgänge 1929/30.

1944 existierten seemännisch oder technisch ausgerichtete Seeberufsfachschulen z. B. in Wolgast, Wesermünde (Bremerhaven), Lindau, Hohenschwangau, Essen, Neuwied, Elsfleth, Sankt Wolfgang, Eudenbach, Görlitz und Ungarisch Hradisch.

Literatur

  • Dr. Werner Jähnig: Chronik der SBF Wolgast und Wesermünde

Weblinks


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