Bendlin

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Kurt Bendlin (* 22. Mai 1943 in Maßort, Landkreis Thorn, Ostpreußen, heutiges Polen) ist ein ehemaliger deutscher Leichtathlet.

Für die Bundesrepublik startend gewann er bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt die Bronzemedaille im Zehnkampf. Bendlin erzielte dabei 8.064 Punkte mit den Einzelleistungen 10,7 Sekunden, 7,56 Meter, 14,74 Meter, 1,80 Meter, 48,3 Sekunden, 15,0 Sekunden, 46,78 Meter, 4,60 Meter, 75,42 Meter und 5:09,8 Minuten.

Er nahm auch an der Leichtathletik-Europameisterschaft 1971 im Zehnkampf teil, musste jedoch vor dem abschließenden 1500-Meter-Lauf verletzt aufgeben.

Kurt Bendlin gehörte der Leichtathletikabteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen an, ab 1971 dem LC Bonn. In seiner Wettkampfzeit war er 1,83 bis 1,84 Meter groß und wog je nach Trainingszustand zwischen 86 und 91 Kilogramm.

Am 13. und 14. Mai 1967 erzielte Kurt Bendlin mit 8.319 Punkten einen neuen Weltrekord im Zehnkampf in Heidelberg. Er übertraf damit den bis dahin gültigen Rekord mit 8.230 Punkten des US-Amerikaners Russ Hodge vom 23. und 24. Juli 1966 in Los Angeles um 89 Punkte. Der Heidelberger Rekord wurde erst 1969 vom Amerikaner Bill Toomey mit 8.417 Punkten überboten. In Deutschland galt die Bestmarke dagegen sogar bis 1976 als Deutscher Rekord. Die Einzelleistungen des Weltrekords waren 10,6 Sekunden, 7,55 Meter, 14,50 Meter, 1,84 Meter, 47,9 Sekunden, 14,8 Sekunden, 46,31 Meter, 4,10 Meter, 74,85 Meter und 4:19,4 Minuten.[1]

Der im TSV Bayer 04 Leverkusen von dem dortigen Cheftrainer Bert Sumser trainierte Bendlin - im Deutschen Leichtathletik-Verband war Friedel Schirmer für die Zehnkämpfer zuständig gewesen -, gewann 1965, 1967, 1971 und 1974 jeweils die Deutsche Meisterschaft im Zehnkampf. Ab dem Jahre 1975 folgte die Dominanz von Guido Kratschmer, der auch im Jahre 1980 mit 8.649 Punkten einen Weltrekord aufstellte.

Im Jahr 1967 wurde Kurt Bendlin als Sportler des Jahres ausgezeichnet. Bei den Damen wurde der „Diskus-Liesel“, Liesel Westermann, ebenfalls diese Ehre zuteil.

Im Frühjahr 1966 schien seine Karriere nach zwei Meniskusoperationen beendet. Ungeduldig und heimlich fing er wieder an, zu trainieren ("Nur Eisen gibt Kraft."), damit er in Heidelberg als 24jähriger Sportstudent an seinem zehnten Zehnkampf teilnehmen konnte. Unter idealen Bedingungen und dank seiner Ausgeglichenheit gab es nach 34 Jahren wieder einen deutschen Zehnkampf-Weltrekordler. ("Ich habe eben mehr trainiert als die anderen.")[2]

Heute veranstaltet Kurt Bendlin Outdoorcamps und ist Autor des Buches "Fitness für Manager".

Weblinks

Einzelnachweise

  1. DIE ZEIT, 26.05.1967 Nr. 21
  2. "Sport-Chronik"-5000 Jahre Sportgeschichte, Sport-Verlag, Berlin, 2000

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