- Bruno Giacometti
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Bruno Giacometti (* 24. August 1907 in Borgonovo (heute ein Ortsteil von Stampa) in Graubünden) ist ein Schweizer Architekt. Er war unter anderem massgeblich am Bau des Hallenstadions in Zürich beteiligt und ist der Architekt des Stadthauses von Uster.
Inhaltsverzeichnis
Leben
Bruno Giacometti wuchs in Stampa im südbündnerischen Bergell als jüngstes von vier Kindern des Malers Giovanni Giacometti (1868–1933) und seiner Frau Annetta Stampa auf. Sein Taufpate war der Schweizer Maler Ferdinand Hodler. Der älteste Bruder Alberto Giacometti gelangte mit seinen Skulpturen, Zeichnungen und seiner Malerei zu Weltruhm. Schon bald zog Bruno Giacometti nach Zürich, wo er zwischen 1926 und 1930 an der ETH Zürich Architektur studierte. Danach fand er als Mitarbeiter im Architekturbüro von Karl Egender eine Anstellung.
Wichtigste Bauten
Zu den wichtigsten Bauten, die er ab 1940 vorwiegend in den Kantonen Zürich und Graubünden realisierte, zählen etliche Einfamilienhäuser, Wohnsiedlungen, Schul- und Gemeindehäuser, Postgebäude, Spitäler und Ausstellungsbauten. Eine Auswahl der bedeutendsten Werke:
- Hallenstadion, Zürich (Mitarbeit im Büro Egender)
- Abteilung Textil, Schweizerische Landesausstellung Zürich, 1939 (Mitarbeit im Büro Egender)
- Schweizer Biennale Pavillon, Venedig (1951/52)
- Wohnsiedlungen im Bergell für das Personal der Bergeller Kraftwerke (Stadt Zürich) in Castasegna (Siedlung "Brentan") sowie in Vicosoprano, Schulhaus Stampa, Postgebäude Maloja.
- Zürich: "Hygiene-Institut" (Präventivmedizin. Erweiterungsbau für das Kunsthaus Zürich.
- Stadthaus, Uster
- Bezirksspital, Dielsdorf
- Bündner Naturmuseum, Chur
1945 baute er in Uster an der Bahnstrasse 33 ein kaum bekanntes Arzthaus mit Praxis- und Wohnräumlichkeiten. Das Gebäude besticht durch seine T-förmige Grundrissanordnung, die eine Vorbildfunktion für das Stadthaus von Uster hatte. Die mit grosszügigen Aussenräumen versehene Anlage des Stadthauses von Uster wurde in das Inventar der schützenswerten Bauten von Uster aufgenommen.
Der internationale Durchbruch gelang Bruno Giacometti mit seinem siegreichen Wettbewerbsprojekt für den Bau des Schweizer Pavillons für die Biennale in Venedig 1951/52. Die ganzheitliche Erfassung einer Bauaufgabe bedeutete für Giacometti, dass die Formfindung an die Funktion gebunden war, die ein Bauwerk zu erfüllen hatte.
Ehrungen
- Goldene Ehrenmedaille des Kantons Zürich, 1993.
- Heinrich-Wölfflin-Medaille der Stadt Zürich, 2006, an Bruno und Odette Giacometti († 24. Februar 2007), seine Frau
Literatur
Felix Baumann: Bruno Giacometti erinnert sich. Mit einem Werkverzeichnis der Bauten von Roland Frischknecht. Scheidegger & Spiess, Zürich 2009, ISBN 978-3-858-81248-3.
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