Ich tanze in dein Herz

Ich tanze in dein Herz
Filmdaten
Deutscher Titel Ich tanze in dein Herz
Originaltitel Ladies of the Chorus
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1948
Länge 61 Minuten
Stab
Regie Phil Karlson
Drehbuch Harry Sauber,
Joseph Carole
Produktion Harry A. Rom
für Columbia Pictures
Musik Mischa Bakaleinikoff
Kamera Frank Redman
Schnitt Richard Fantl
Besetzung
  • Adele Jergens: Mae Martin
  • Marilyn Monroe: Peggy Martin
  • Randy Brooks: Randy Carroll
  • Nana Bryant: Mrs. Carroll
  • Eddie Garr: Billy Mackay
  • Steven Geray: Salisbury
  • Bill Edwards: Alan Wakefield
  • Marjorie Hoshelle: Bubbles LaRue
  • Frank Scannell: Joe
  • Dave Barry: Ripple
  • Alan Barry: Ripple Jr.
  • Myron Healey: Tom Lawson
  • Robert Clarke: Peter Winthrop
  • Gladys Blake: Blumenverkäuferin
  • Emmett Vogan: Arzt

Ich tanze in dein Herz ist eine US-amerikanische Musicalverfilmung von Phil Karlson aus dem Jahr 1948. Es war der dritte Film in Marilyn Monroes Karriere und der erste, in dem sie eine Hauptrolle übernahm und sang.

Der Film ist nicht mit dem Musical Ich tanz’ mich in dein Herz hinein zu verwechseln, in dem Fred Astaire und Ginger Rogers die Hauptrollen innehatten.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Peggy Martin und ihre Mutter Mae arbeiten gemeinsam als Revue-Girls in New York. Mae ist darauf bedacht, Verehrer von Peggy fernzuhalten und verbietet derartige Treffen, die vor allem der Star der Revue Bubbles LaRue immer wieder für Peggy organisieren will. Peggy wiederum fühlt sich von ihrer Mutter kontrolliert. Als Bubbles sich jedoch über Mae lustig macht, da die ihre besten Tage längst hinter sich habe, beginnt Peggy mit ihr eine Schlägerei. In der Folge kündigt Bubbles bei der Revue. Als die von Gelenkschmerzen geplagte Mae ihren Platz einnehmen soll, schickt sie ihre Tochter auf die Bühne.

Peggy gilt bald als „Königin der Revue“ und erhält von einem unbekannten Verehrer regelmäßig Orchideen. Auf einer der nicht unterschriebenen Visitenkarten erkennt sie den Namen des Blumengeschäfts und wartet dort neugierig auf ihren Verehrer, ohne dass Mae davon weiß. Hinter dem Verehrer verbirgt sich der reiche Randy Brooks aus Cleveland. Beide werden ein Paar. Einen Heiratsantrag von Randy kurze Zeit später will Peggy jedoch nur annehmen, wenn Randy das Einverständnis von Mae einholt. Diese eröffnet ihm ihre Lebensgeschichte: Sie war, damals als Königin der Revue geltend, in einen reichen Politiker verliebt. Nach langem Zögern habe sie ihn geheiratet, doch habe seine Familie nichts von ihrem Beruf gewusst. Sie war bereits mit Peggy schwanger, als ihre Schwiegereltern von ihrem Beruf erfuhren, sie von da an schlecht behandelten und am Ende die Ehe annullieren ließen. Mae wiederum ging zurück nach New York und fing neu an. Statt ein Star zu sein, arbeite sie nun als ein Mädchen von vielen. Dies alles wolle sie Peggy ersparen. Mae willigt unter der Voraussetzung in die Heirat ein, dass Randy seine Familie vorher über den Beruf Peggys aufklärt. Randy jedoch kann sich dazu trotz des Versprechens an Mae nicht durchringen, hofft jedoch, seine Mutter mit dem guten Charakter von Mae und Peggy überzeugen zu können.

Er lädt beide nach Cleveland ein und erklärt ihnen sein Dilemma. Das Versteckspiel der Martins funktioniert so lange, bis auf der Verlobungsfeier für Randy und Peggy ein Musiker Peggy die Königin der Revue nennt. Mae und Peggy flüchten auf ihr Zimmer und die Gesellschaft reagiert entsetzt. Erst Randys Mutter rettet die Situation, da ihr vor allem die Liebe zwischen Peggy und Randy wichtig ist: Sie präsentiert am Klavier einen Revue-Schlager und erklärt, früher selbst ein Revue-Star gewesen zu sein. Obwohl dies nicht stimmt, wendet sich die Meinung der Anwesenden sofort und Randy und Peggy werden ein akzeptiertes Paar. Auch für Mae gibt es ein Happy End: Schon immer liebte ihr Bühnenpartner Bill, der für Peggy nur Onkel Billy war, sie, akzeptierte jedoch ihre Entscheidung zu einer Heirat mit dem Politiker. Nun erkennt Mae, dass Bill, der auch bei der Verlobungsfeier anwesend ist und Randys Mutter am Klavier begleitet, auch ihre große Liebe ist.

Produktion

Marilyn Monroe hatte vor Ich tanze in dein Herz zwei Filme gedreht: Ihre Szene in Scudda Hoo! Scudda Hay! aus dem Jahr 1948 wurde komplett aus dem Film geschnitten und in Dangerous Years war sie kurz als Kellnerin zu sehen. Ihr Vertrag bei 20th Century Fox war nach beiden Kleinstrollen nicht verlängert worden und bereits im März 1948 unterschrieb Monroe einen Vertrag bei Columbia. Ihr erster und einziger Film unter Columbia wurde 1948 Ich tanze in dein Herz, wo sie in der Besetzungliste nach Adele Jergens an zweiter Stelle genannt wurde und eine Hauptrolle übernahm. Ich tanze in dein Herz gilt als „einer der zahlreichen B-Filme der Firma [Columbia]“[1] und heute als „vergessene[s] Columbia-Musical“.[2] Der Film erlebte am 22. Oktober 1948 seine Premiere, in Deutschland fand die Erstaufführung am 31. Dezember 1995 auf Super RTL statt.

Marilyn Monroe singt im Film drei Lieder: Als Teil des Chores ist sie in Ladies of the Chorus zu hören; Soloauftritte hat sie mit den Titeln Anyone Can See I Love You und Every Baby Needs A Da-Da-Daddy. Every Baby Needs A Da-Da-Daddy wurde von Columbia im Jahr 1952 für den Film Okinawa erneut verwendet.

Kritik

Die Kritik bewertete Marilyn Monroes Darstellung als gut: „Einer der Vorzüge des Films ist Miss Monroes Gesang. Sie ist hübsch und zeigt – mit einer angenehmen Stimme und ebensolcher Ausstrahlung – vielversprechendes Talent“.[3] Andere Kritiker bezeichneten Marilyn Monroes Darstellung als „kompetent“[4] und als zu gut, um in dem B-Movie viel zu taugen.

Die Kritik bezeichnete Ich tanze in dein Herz als „reine Routinearbeit, obwohl [der Film] den gleichen Wert wie ein geschickt inszenierter besitzt. […] Auch wenn er sonst nicht viel bot, so zeigte er doch, wie ungewöhnlich fotogen Marilyn war.“[5] Das Lexikon des Internationalen Films sah in Ich tanze in dein Herz ein „kleines Musical, bemerkenswert allein durch Marilyn Monroe in ihrer ersten größeren Rolle.“[6]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. John Kobal (Hrsg.): Marilyn Monroe. Taschen, Köln 1985, S. 42.
  2. John Kobal (Hrsg.): Marilyn Monroe. Taschen, Köln 1985, S. 14.
  3. Tibor Krekes in Motion Picture Herald. Zit. nach Joan Mellen: Marilyn Monroe. Ihre Filme – ihr Leben. Heyne, München 1997, S. 172.
  4. Joan Mellen: Marilyn Monroe. Ihre Filme – ihr Leben. Heyne, München 1997, S. 30.
  5. Joan Mellen: Marilyn Monroe. Ihre Filme – ihr Leben. Heyne, München 1997, S. 83–84.
  6. Vgl. kabeleins.de

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