Rudolph von Koch

Rudolph von Koch

Rudolph Koch (seit 1908 von Koch) (* 24. November 1847 in Gandersheim; † 20. März 1923 in Berlin) war ein deutscher Bankmanager. Er war von 1900 bis 1909 Vorstandssprecher der Deutschen Bank und später Vorsitzender des Aufsichtsrates.

Leben

Koch trat kurze Zeit nach der Gründung der Bank in das Unternehmen ein. Bereits 1872 wurde er stellvertretender Direktor und war ab 1878 Mitglied im Vorstand. Er war vor allem für den Innenbetrieb der Bank zuständig. Schwerpunkte seiner Tätigkeit wurden die Kontokorrent- und Depositengeschäfte. Er hat auch versucht ein Zweigstellensystem aufzubauen. Er knüpfte Beziehungen zu bedeutenden Banken in den Provinzen, in deren Aufsichtsräten er vertreten war. Durch diese Vorarbeit konnten die Banken zwischen 1914 und 1920 von der Deutschen Bank übernommen werden. So entstand ein breites Filialnetz. Daneben war er auch als Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Überseeischen Bank im Auslandsgeschäft tätig. Besonders stark widmete er sich den Beziehungen zum osmanischen Reich. Er war lange türkischer Generalkonsul.

Nachdem Georg von Siemens sich aus der Geschäftsleitung der Deutschen Bank zurückgezogen hatte, wurde Koch wegen seines Dienstalters Vorstandssprecher. Die eigentliche Führungsperson war aber längst Arthur von Gwinner. Nach dem Ausscheiden Kochs aus dem Vorstand im Jahr 1909 wurde Gwinner sein Nachfolger. Koch wechselte als stellvertretender Vorsitzender in den Aufsichtsrat und war von 1914 bis 1923 dessen Vorsitzender.

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Heinrich Rudolph von Vasold — (* 1707 in Ingersleben (Thüringen); † 1786) war ein königlich preußischer Generalmajor und der Chef des Kürassier Regiments Nr. 6 sowie Träger des Pour le Mérite. Er entstammte einem thüringischen Adelsgeschlecht und war zunächst in Diensten von… …   Deutsch Wikipedia

  • Koch (Familienname) — Koch ist ein deutscher Familienname. Herkunft und Bedeutung Der Name „Koch“ stammt vom mittelhochdeutschen Wort Koch. Es handelt sich um den Berufsnamen zur Tätigkeit des Kochs.[1] Verbreitung Mit rund 62.000 Telefonbucheinträgen befindet sich… …   Deutsch Wikipedia

  • Rudolph W. Giuliani — Rudolph Giuliani (2006) Rudolph Giuliani 2002 am Rednerpult Rudolph William Louis „Rudy“ Giuliani III, KBE (* 28. Mai …   Deutsch Wikipedia

  • Rudolph Giuliani — (2006) Rudolph Giuliani 2002 am Re …   Deutsch Wikipedia

  • Rudolf Koch — ist der Name folgender Personen: Rudolf Koch (Pressezeichner) (1856–1921), deutscher Pressezeichner und Maler Rudolf Koch (Schriftkünstler) (1876–1934), deutscher Kalligraf und Typograf Rudolf Koch (Maler) (1902–1985), deutscher Maler Rudolf Koch …   Deutsch Wikipedia

  • Georg von Siemens — (* 21. Oktober 1839 in Torgau; † 23. Oktober 1901 in Berlin) war ein deutscher Bankier und Politiker. Georg von Siemens war ein Neffe zweiten Grades der Erfinder und Industriellen …   Deutsch Wikipedia

  • Arthur von Gwinner — (* 6. April 1856 in Frankfurt am Main; † 29. Dezember 1931 in Berlin) war ein deutscher Bankier, Politiker und Kunstmäzen. Als Sohn einer renommierten Frankfurter Familie absolvierte Gwinner eine Banklehre, der lan …   Deutsch Wikipedia

  • Heinrich Hermann Robert Koch — Robert Koch Kochs Unterschrift Heinrich Hermann Robert Koch (* 11. Dezember 1843 in Clausthal; † 27. Mai 1910 …   Deutsch Wikipedia

  • Liste von Trägern des Pour le Mérite (Militärorden) — Diese Liste führt Ritter des Ordens Pour le Mérite auf. Seit seiner Stiftung 1740 durch Friedrich den Großen wurde der Orden bis zum Ende der Monarchie im Königreich Preußen an insgesamt 5.430 Personen verliehen. Inhaltsverzeichnis A B C D E F G… …   Deutsch Wikipedia

  • Paul Rudolf von Bilguer — Paul Rudolf von Bilguer, auch Paul Rudolph von Bilguer (* 21. September 1815 in Ludwigslust; † 16. September 1840 in Berlin) war ein deutscher Schachspieler. Bekannt wurde er insbesondere als geistiger Vater und Namensgeber des Handbuchs des… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”