- Rötenbach (Friedenweiler)
-
Rötenbach Gemeinde FriedenweilerKoordinaten: 47° 54′ N, 8° 18′ O47.8948.2932780Koordinaten: 47° 53′ 38″ N, 8° 17′ 36″ O Höhe: 780–950 m Einwohner: 1.400 Eingemeindung: 1. Jan. 1975 Rötenbach ist der Name eines ehemals selbstständigen Ortes im Schwarzwald, der seit dem 1. Januar 1975 zur Gemeinde Friedenweiler gehört. Etwa 1400 der 2100 Einwohner von Friedenweiler leben in Rötenbach.
Inhaltsverzeichnis
Geographie
Rötenbach liegt etwa 7 km östlich von Titisee-Neustadt im Südosten des Schwarzwaldes am Übergang zur Baar, auf einer Meereshöhe von 780 bis 950 m.
Der Rötenbach durchfließt die Ortschaft von Nord nach Süd und weiter durch die Rötenbachschlucht in die Wutach.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung unter dem Namen als „Rotinbah“, stammt vom 19. Januar 819. Die Urkunde wird in St. Gallen aufbewahrt. Ein Ortsadliger namens Ruadger machte eine Schenkung an die Martinskirche in Löffingen.
Seit 1563 befand sich die Gemeinde im Alleinbesitz des Hauses Fürstenberg. Zuvor gab es nachweisbaren Besitz folgender geistlicher Körperschaften:
- Kirche, Löffingen
- Kloster Friedenweiler
- Kloster Maria, Neudingen
- Kartäuserkloster Freiburg
- Kloster St. Blasien
Nach Auflösung des Fürstentums Fürstenberg kam Rötenbach 1806 zum Großherzogtum Baden. Im 18. und 19. Jahrhundert war Rötenbach ein Handwerkerdorf, wobei sich insbesondere folgende Tätigkeiten hervortaten:
Ab 1770 verbreitete sich die Uhrmacherei. So betrieben seit 1782 Rötenbacher Familien in London ein Uhrengeschäft. In Rötenbach hatte sich aus der Uhrenschildermalerei die Hinterglasmalerei entwickelt. Berühmt hierfür war das Malergeschlecht Winterhalder, besonders Benedikt Winterhalder, welcher am 20. März 1813 geboren wurde.
Auch Geigenbau wurde in Rötenbach betrieben, welcher vermutlich aus Tirol und Italien in den Schwarzwald kam. Berühmte Rötenbacher Geigenbauer waren Franz Straub und Josef Bier.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Die Höllentalbahn (Freiburg - Donaueschingen) führt durch die Ortschaft, der Bauabschnitt Neustadt - Donaueschingen wurde in den Jahren 1898 bis 1901 verwirklicht. In Ortsnähe liegt auch die Bundesstraße 31 welche von Freiburg nach Lindau führt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Das Rathaus wurde im Jahr 1867 erbaut, und dient heute als Rathaus der Gemeinde Friedenweiler.
Persönlichkeiten, die mit dem Ort in Verbindung stehen
Außerdem stammte der Vater von Pater Rupert Mayer, aus Rötenbach. Pater Rupert Mayer wandte sich in seinem Münchner Priesteramt gegen den Nationalsozialismus und wurde am 3. Mai 1987 von Papst Johannes Paul II. in München selig gesprochen.
Weblinks
Kategorien:- Ort im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald)
- Friedenweiler
Wikimedia Foundation.