St. Jakob (Fuchsberg)

St. Jakob (Fuchsberg)
St. Jakob bei Fuchsberg (2011)
Innenansicht St. Jakob (2011)

St. Jakob ist eine Wallfahrtskirche in der katholischen Kirchengemeinde Teunz nahe der Ortschaft Fuchsberg im Nordosten des Oberpfälzer Landkreises Schwandorf. Sie gehört dem Dekanat Neunburg/Oberviechtach des Bistums Regensburg an.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Wallfahrtskirche St. Jakob (auch Jakobikirche oder im Volksmund „da Jakowe“ genannt) liegt einen halben Kilometer östlich der Ortschaft Fuchsberg direkt am Jakobsweg von Prag nach Nürnberg an der Weggabelung zur Hebermühle.

Geschichte

Die genaue Entstehungsgeschichte der Kirche liegt im Dunkeln. Am heutigen Standort der Jakobikirche in Fuchsberg soll sich einst ein auf Holz gemaltes Bildnis des Hl. Jakob befunden haben.[1] Eine andere Quelle[2] berichtet von einer Kirche, die zur Zeit der Reformation verfallen war.

Bau der Kirche

Graf Carl Clement von Taufkirchen und seine Frau Eleonora, geborene von Kreuth, ließen das Gotteshaus wieder aufbauen. Am Gebäude findet sich die Jahreszahl 1749 für den Wiederaufbau, an einer anderen Stelle die Jahreszahl 1766. Da Fuchsberg 1749 [3] erstmals in den Besitz der Grafen von Taufkirchen kam, scheint 1766 wahrscheinlicher. Hintergrund für die private Kirchenstiftung war ein Gelübde. Die Stifter baten den Hl. Jakob, ihren Sohn, der an einem der vielen Türkenkriege teilnahm, vor Verwundung und Tod zu schützen. Als sich diese Bitte erfüllte, wurde St. Jakob (wieder)errichtet. Ein Bild auf der Empore zeigt den an der Seite des Taufkirchner Kavallerieoffiziers reitenden und ihn beschützenden Heiligen.

Renovierungsmaßnahmen

Die Wallfahrtskirche St. Jakob wurde zwischen 1962 und 1991 wurde das Bauwerk insgesamt dreimal aufwändig renoviert, wobei das Mauerwerk saniert, das Kirchengestühl aus der Pfarrkirche Teunz eingebaut, das Dach mit Lärchenschindeln eingedeckt und der Dachreiter mit der Glocke umgesetzt wurden.

Ausstattung

Rund 80 Sitzplätze befinden sich im Innenraum des Gotteshauses. Das Altarbild zeigt den Hl. Jakob mit Muschel und Wanderstab. Figuren des Hl. Petrus, des Hl. Jakobus des Älteren und des Hl. Paulus finden sich links neben dem Altar, rechts ist eine Kreuzigungsgruppe angebracht. Die Empore ist mit Gemälden verziert, die den Hl. Jakob zeigen. An der Rückwand unter der Empore befinden sich mehrere Votivtafeln, von denen zwei „die Abbildung des Schlosses Fuchsberg von 1796“ [4] und die Burgruine Wildstein zeigen.

Bildergalerie

Einzelnachweise

  1. Kapellenbauverein Fuchsberg, Kapellenführer, Die Jakobi-Kirche, S. 27
  2. Zweiseitige Informationsschrift in der Kirche St. Jakob bei Fuchsberg, Innenseite
  3. Emma Mages Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 61, Oberviechtach, München 1996, S. 110
  4. Georg Hager, Die Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern, Oberpfalz und Regensburg, VII Bezirksamt Oberviechtach, München 1906, S. 16

Literatur

  • Peter Hauer, Vorsitzender Kapellenbauverein Fuchsberg, Kapellenführer, Eigenverlag, Fuchsberg 2000
  • Pfarrei Teunz, (Hrsg.), Zweiseitige Informationsschrift in der Kirche St. Jakob bei Fuchsberg, ohne Jahr
  • Georg Hager, Die Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern, Oberpfalz und Regensburg, VII Bezirksamt Oberviechtach, München 1906
  • Emma Mages Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 61, Oberviechtach, München 1996, ISBN 3-7696-9693-X

Weblinks

 Commons: St. Jakob (Fuchsberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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