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Ciacova
Tschakowa
Csák
Čakovo/Чаковo
Hilfe zu WappenBasisdaten Staat: Rumänien Historische Region: Banat Kreis: Timiș Koordinaten: 45° 31′ N, 21° 8′ O45.51361111111121.12805555555683Koordinaten: 45° 30′ 49″ N, 21° 7′ 41″ O Zeitzone: OEZ (UTC+2) Höhe: 83 m Fläche: 122,65 km² Einwohner: 5.006 (1. Juli 2007) Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km² Postleitzahl: 307110 Telefonvorwahl: (+40) 02 56 Kfz-Kennzeichen: TM Struktur und Verwaltung (Stand: 2008) Gemeindeart: Stadt Gliederung: 4 Gemarkungen/Katastralgemeinden: Cebza, Macedonia, Obad, Petroman Bürgermeister: Petru Filip (PD-L) Postanschrift: Piața Cetății, nr. 8
loc. Ciacova, jud.Timis, RO-307110Webpräsenz: Ciacova (deutsch Tschakowa, ungarisch Csák, serbisch Čakovo/Чаковo) ist eine Stadt im Kreis Timiș, im Westen von Rumänien. Die Stadt liegt rund 28 km von Timișoara entfernt.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte
Urkundlich wurde der Ort erstmals 1220 unter der Bezeichnung Chaak erwähnt, als sich hier eine Wehrburg befand. Der Kula, das Wahrzeichen von Ciacova, ist ein Turm, ein Überbleibsel dieser mittelalterlichen Wehrburg. Anfangs war der Ort ausschließlich von Rumänen und Serben bewohnt. Die ersten Deutschen kamen 1716 nach Ciacova. 1728 wurde die erste Schule und 1732 die römisch-katholische Kirche erbaut. Ciacova erhielt 1795 eine erste Apotheke, 1885 die Ackerbauschule und 1895 errichteten die Notre-Dame Schulschwestern die konfessionelle Mädchenschule. 1923 entstand im Gebäude der Klosterschule das rumänische Gymnasium "Alexandru Mocioni", das 1955 in das "Theoretische Lyzeum Tschakowa" umgewandelt wurde.
WIrtschaft
Seit dem Mittelalter wurde in Tschakowa und Umgebung Viehzucht betrieben. Die Viehmärkte von Tschakowa waren weit und breit bekannt. Nach der Ansiedlung der deutschen Bauern und Handwerker im 18. Jahrhundert wurde neben der Viehzucht immer mehr Ackerbau betrieben. Bedingt durch die Wochenmärkte und fünf Jahrmärkte gab es in Tschakowa 20 Gaststätten und ein Hotel. Der Anteil der deutschen Bevölkerung in Ciacova lag bei 50%.
Ortsnamen
Im Laufe der Jahrhunderte war die Schreibweise des Ortsnamens recht unterschiedlich: Chaak, Chaac, Czokoa, Czokoan, Czakona, Czakova, Zakovia, Zakovar, Schakowan, Csák, Csakóvár und Csákova. Die erste bekannte deutsche Bezeichnung Tschakowa stammt aus dem Jahre 1786. Der rumänische Ortsname ist Ciacova.
Sozialstation
In den 1990er Jahren wurde in Tschakowa, dank des Einsatzes des Ortspfarrers Georg Kobor eine Caritas-Station eingerichtet, welche sowohl Bedürfnisanstalten wie das Altenheim in Ciacova, das Kinderheim in Ulmbach, das Waisenhaus in Varadia, die Nervevklink in Jebel, als auch bedürftige Menschen mit Lebensmittel, Arzneimittel, Kleidung unterstützt. Der Caritas-Verband St. Gerhard Ciacova betreibt selber ein Altenheim, ein Kinderheim, das Medizinische Behandlungszentrum, eine Kleiderkammer und ein Möbellager, die Armenküche und die Bäckerei sowie den landwirtschaftlichen Betrieb in Petroman mit Schweinezucht und Metzgerei.[1]
Im Medizinischen Behandlungszentrum, das mit modernster Apparatemedizin ausgestattet ist, haben Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen an bestimmten Wochentagen Sprechstunde.
Der Aufbau und Betrieb dieser Einrichtungen der Caritas Ciacova geschieht mit großer Unterstützung durch die St. Clemens Hospitale Sterkrade. Deren Technischer Direktor Hans Rosenkranz hat mehr als 40 LKW-Konvois von Oberhausen nach Ciacova geführt.[2]
Einwohner
Bei der Volkszählung im Jahr 2002 ergab sich eine Einwohnerzahl von 7282 Personen. Im Jahr 2007 wohnten noch 5006 Menschen in der Stadt. Die deutlich rückläufige Bevölkerungszahl ergibt sich vorwiegend aus der Ausgliederung der neu geschaffenen Gemeinde Ghilad mit dem Dorf Gad im April 2004[3].
Bürgermeister der Stadt ist Petru Filip (PD-L).
Partnerschaftliche Beziehung unterhält Ciacova zu der französischen Stadt Saint-Pardoux-la-Rivière und zur italienischen Stadt Masi Torello.
Demografie
Zählung[4] Nationalität Jahr Population Rumänen Deutsche Ungarn Roma Serben Slowaken andere 1880 12.960 7.611 3.166 762 - 1.328 24 69 1900 15.562 8.529 4.009 1.586 - 1.212 35 191 1930 13.566 8.289 2.666 1.409 288 744 20 150 1977 9.952 7.111 1.047 987 392 355 2 58 1992 7.457 5.802 304 709 398 195 2 47 2002 7.282 5.853 193 620 424 139 ? 53 Einzelnachweise
- ↑ mariae-himmelfahrt-muelheim.de, Auf dem Weg nach Ciacova. Die Caritas Sozialstation Ciacova.
- ↑ clemenshospitale.de, Auf dem Weg nach Jebel und Ciacova. Ein Hilfsprojekt für Rumänien.
- ↑ www.agenda.ro
- ↑ Varga E. Census data for Timiş county 1880 - 1992
Literatur
- Wilhelm Josef Merschdorf:Tschakowa. Marktgemeinde im Banat. Monographie und Heimatbuch, Augsburg, 1997
Weblinks
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