Debitorenziel

Debitorenziel

Der Debitor (lateinisch „der Schuldner'“, von debere, „schulden“; englisch debtor) bedeutet Schuldner von Geld oder Ware, kann aber auch eine Bezeichnung für Kunden sein. Umgangssprachlich wird der Debitor auch einfach als Kunde bezeichnet.
Das Gegenstück des Debitors ist der Kreditor (Gläubiger).

Der Begriff wird verwendet

  • im Bankwesen: Der Kreditnehmer, gegenüber dem eine kurz- oder mittelfristige Forderung besteht,
  • in der Debitorenbuchhaltung: Der Vertragspartner, für den eine Leistung erbracht wird und dem gegenüber deshalb eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen besteht. Aufgrund des Saldierungsverbots im Jahresabschluss sind Verbindlichkeiten gegenüber Debitoren (z. B. infolge von Überzahlungen) - so genannte kreditorische Debitoren - nicht unter den Forderungen, sondern den sonstigen Verbindlichkeiten auszuweisen,
  • im Inkasso bzw. Factoring: Der Drittschuldner der von dem Altgläubiger (Zedent) im Rahmen eines Abtretungsvertrages (Zession) auf den Neugläubiger (Zessionar) übertragenen Forderung.

In der Betriebswirtschaftslehre gibt man das Debitorenziel als Kennzahl für die Umschlagsgeschwindigkeit der Forderungen:

Debitorenziel = (Warenforderungen × 360 Tage/Jahr) / Umsatz pro Jahr

Siehe auch


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