Der 7. Sinn

Der 7. Sinn

Der 7. Sinn war eine Fernsehsendung zur Verkehrssicherheit, die von 1966 bis 2005 ausgestrahlt wurde. Im Gegensatz zur Verkehrserziehung für Kinder und Jugendliche waren die Zielgruppe Autofahrer und erwachsene Verkehrsteilnehmer. Prägend für die Sendung war neben der Titelmusik, die vom ersten Autor und Regisseur Alfred Noell nach Motiven aus Kenny Clarkes Komposition Jay Jay kreiert wurde, die sonore Sprecherstimme von Egon Hoegen, der von Beginn an als Sprecher für die Sendung arbeitete. Die Bezeichnung „siebter Sinn“ wird gelegentlich auch für andere Sinne außerhalb der menschlichen Wahrnehmung verwendet.

Gezeigt wurden gestellte Unfälle in Alltagssituationen, aber auch Informationen zu technischen Details von Automobilen (Beispiel Servolenkung), physikalische Grundsätze (Bremsweg) und immer wieder auch Psychologie (Aggression). Obwohl viele Filme in den 1970er Jahren entstanden und heute antiquiert wirken, sind ihre Inhalte dennoch aktuell.

Die Sendung wurde mit über 45 internationalen Preisen, Auszeichnungen und Urkunden ausgezeichnet.

Die vorerst letzte Folge der Sendung wurde im Dezember 2005 ausgestrahlt. Die federführende ARD-Anstalt WDR hatte damals angekündigt, das Konzept der Sendung zu überarbeiten. Seitdem ist nichts geschehen, im Sommer 2007 forderten aber deutsche Politiker eine Wiederbelebung der Sendereihe.

Bis 1985 wurden die Sendungen vom WDR selbst produziert, seitdem in dessen Auftrag von der TV-Produktionsfirma Cine Relation. Verantwortlich für den Inhalt war der Leiter der Programmgruppe Service und Ratgeber, Karl Mertes. Die Sendung wurde in Zusammenarbeit mit der Deutschen Verkehrswacht erstellt.

Seit 2010 nutzt der Soldatensender für die Auslandseinsätze der Bundeswehr "Radio Andernach" kurze Einspieler, hinterlegt mit der Melodie des 7. Sinn und Texten, gesprochen von Egon Hoegen, um die Soldaten für das Thema Verkehrssicherheit zu sensibilisieren.

Inzwischen wird diese Sendung auch in vielen Ländern der Welt in zahlreichen Sprachen ausgestrahlt.

Literatur

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