Die Abenteuer eines Zehnmarkscheines

Die Abenteuer eines Zehnmarkscheines
Filmdaten
Originaltitel K 13 513. Die Abenteuer eines Zehnmarkscheines
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1926
Länge 2356 m, ca. 86 Minuten
Stab
Regie Berthold Viertel
Drehbuch Béla Balázs
Produktion Karl Freund
Musik Giuseppe Becce
Kamera Helmar Lerski, Robert Baberske
Besetzung

K 13 513. Die Abenteuer eines Zehnmarkscheines ist ein deutscher Stummfilm aus dem Jahre 1926. Der Film gehört zu den herausragenden Filmwerken der Neuen Sachlichkeit. Er gilt als verloren, da zur Zeit keine Kopie mehr nachzuweisen ist.

Handlung

Anna hat gerade die erste Woche in ihrem Leben gearbeitet und erhält ihren ersten Wochenlohn: einen Zehnmarkschein mit der Registriernummer K 13513. Andreas markiert ihn mit einem Kreuz und Anna gibt ihn der Mutter, die ihn in ihrer Bibel versteckt. Annas Bruder Robert stiehlt der Mutter den Schein und kauft davon ein Messer, mit dem er zu einem Mörder wird. Die Mutter versucht sich daraufhin das Leben zu nehmen und Anna verliert ihre Arbeit. Ihr Mobiliar soll zwangsversteigert werden. Sie wendet sich in ihrer finanziellen Not dem reichen Direktor Haniel zu, der bei seinen guten Taten jedoch eindeutige Hintergedanken hat. Als Anna die wahren Absichten von Haniel durchschaut, flieht sie zu Andreas, der wiederum sein Fahrrad verkauft hat, um die Möbel von Anna zu ersteigern. Er hat ausgerechnet beim Verkauf des Fahrrades Annas Zehnmarkschein zurückerhalten. Ein Zeichen für die beiden jetzt zusammen zu bleiben.

Kritiken

  • Rheinische Zeitung, 16. Oktober 1926: Lebendige Anschauung unserer Zeit ist die beste Lehre für bessere Zukunft. Berthold Viertel sei Dank für diesen Film lichtloser Gegenwart.
  • Die Welt am Montag, 1. November 1926: Berthold Viertel leuchtet in das Grau des Alltags hinein und er hält es fest in sehr feiner, optischer Einstellung. Man spürt bei ihm überall die Liebe zum Werk, auch das Nebensächlichste charakteristisch zu gestalten...
  • Siegfried Kracauer in der Frankfurter Zeitung, 5. Dezember 1926: Die Regie gibt eine Reihe erregender Bildausschnitte aus ungewohnten Perspektiven: Straßenbilder, symbolische Details. Ab und zu glückt ihr die Spiegelung des zerrissenen Lebens; so in der einen Bildfolge, die sämtliche Abenteuer des Geldscheins im Flug noch einmal durchjagt.

Weblinks


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