Kristen O’Neill

Kristen O’Neill
Basketballspielerin Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kristen O’Neill Pix.gif
Personenbezogene Informationen
Geburtstag 12. April 1983
Geburtsort Edmonds, Washington,
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Größe 185 cm
Spielerbezogene Informationen
Position Guard/Forward
College University of Washington
WNBA-Vereine als Aktive
Jahre Verein
2008 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Seattle Storm
Infobox zuletzt aktualisiert: 2. August 2009

Kristen O’Neill (* 12. April 1983 in Edmonds, Washington, Vereinigte Staaten) ist eine ehemalige US-amerikanische professionelle Basketball-Spielerin die eine Saison für die Seattle Storm in der Women’s National Basketball Association spielte. Zurzeit ist sie Assistenztrainerin der Damenbasketballmannschaft der Seattle University.[1]

Inhaltsverzeichnis

Spielerkarriere

College (2001 bis 2006)

O’Neill studierte von 2001 bis 2006 an der University of Washington. In dieser Zeit spielte sie auch für die Damen-Basketballmannschaft der Universität, den Huskies. In ihrer Freshman-Saison spielte sie meist auf der Position des Point Guard oder Shooting Guard, und im achten Spiel schaffte sie den Sprung in die Startformation der Huskies. In ihrer ersten Saison erzielte sie durchschnittlich 6,1 Punkte und 3,7 Rebounds pro Spiel. Außerdem traf sie 43,6 % (34 von 78) ihrer Würfe hinter der Drei-Punkte-Linie, was in dieser Saison der zweitbeste Schnitt in der Pacific-10 Conference war. Wegen ihrer guten Leistungen in der Defensive wurde sie am Ende der Saison zum KKNW 1150 Outstanding Defensive Player ernannt.[2]

In ihrer Sophomore-Saison zeigte sie vor allem in der Defensive ein starkes Spiel. Dies spiegelte sich auch in ihrer Statistik wider, als sie in dieser Saison durchschnittlich 4,4 Rebounds und 1,7 Steals pro Spiel erzielte. Für diese Leistungen wurde sie zum zweiten Mal in Folge zum KKNW 1150 Outstanding Defensive Player ernannt. In der Vorbereitung für die darauffolgende Saison gab es einen Rückschlag für O’Neill, als sie die gesamte Saison wegen einer Stressfraktur im linken Fuß ausfiel.[2]

In ihrer Junior-Saison stand sie erstmals in jedem Spiel der Saison in der Startformation der Huskies. In dieser Saison zeigte sie auch in der Offensive groß auf, als sie mit 23 Punkten im Spiel gegen die Oregon State University eine Karrierebestleistung aufstellte. O’Neill hatte mit einem Schnitt von 9,5 Punkten pro Spiel, den zweitbesten Punkteschnitt der gesamten Mannschaft.[2]

In ihrer Senior-Saison war O’Neill meist Ersatzspielerin, trotzdem bekam sie mit 26,1 Minuten pro Spiel die zweitmeiste Spielzeit der gesamten Mannschaft.[3]

Profi-Basketball (2006 bis 2009)

Zwei Jahre in Europa (2006 bis 2007)

Nach ihrer Collegezeit wurde sie von keiner WNBA-Mannschaft im WNBA Draft ausgewählt, daraufhin spielte sie eine Saison für einen Klub in Madrid. Im darauffolgenden Jahr wechselte sie zu einem Klub in Burgos. Daneben spielte sie auch für einen Klub in Irland.[4]

WNBA und irische Superleague (2008 bis 2009)

2008 war O’Neill eine von vier Spielerinnen, die von den Seattle Storm zu deren Trainingslager eingeladen wurden.[5] In der Preseason wurde O’Neill bei zwei von drei Testspielen eingesetzt, bei denen sie insgesamt fünf Punkte erzielte. Kurz vor dem Saisonstart wurde sie aus dem Kader der Storm gestrichen. Ohne Vertrag blieb sie trotzdem in Seattle, wo sie in das Trainingsaufgebot der Storm aufgenommen wurde.[6] Während der Saison entschieden sich die Storm, den Vertrag von Rookie-Guard Kimberly Beck aufzulösen. Dadurch wurde ein Platz im Kader der Storm frei, und die Storm nahmen am 1. Juli O’Neill für sieben Tage unter Vertrag.[7] Bereits zwei Tage später kam sie im Spiel gegen die New York Liberty zu ihrem ersten Einsatz. Eine Woche darauf wurde sie von den Storm ein weiteres Mal für sieben Tage unter Vertrag genommen. Am 15. Juli standen die Storm vor der Entscheidung, O’Neill für die restliche Saison unter Vertrag zu nehmen, oder ihren derzeitigen Vertrag auslaufen zu lassen. Die erfuhren jedoch von der Liga, dass Spielerinnen beliebig oft für sieben Tage unter Vertrag genommen werden können. Die Storm und die Medien dachten bis zu diesem Zeitpunkt, dass eine Spielerin nur zwei Mal für sieben Tage unter Vertrag genommen werden kann, wie das in der NBA für zwei Mal zehn Tage der Fall ist.[8] Nach dieser Offenbarung entschieden sich die Storm dafür, O’Neill weiterhin nur Verträge über sieben Tage anzubieten. Am 12. September wurde O’Neill schließlich doch für die restliche Saison unter Vertrag genommen.[9] In ihrer ersten Saison in der WNBA wurde sie in insgesamt elf Spielen von Brian Agler, dem Cheftrainer der Storm, eingesetzt. Da sie jedoch nur wenig Spielzeit bekam, hatte sie fast keine Möglichkeit ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. In den Playoffs kam O’Neill nicht zum Einsatz, da sie auf die Liste der inaktiven Spielerinnen gesetzt wurde. Am 7. Januar gab Brian Agler bekannt, dass O’Neill in den Kader für das Trainingscamp 2009 aufgenommen wurde.[10]

Während der WNBA-Saisonpause 2008/09 spielte O’Neill für den UL Aughinish in der irischen Superleague. O’Neill führte mit einem Schnitt von 25,4 Punkten pro Spiel die Topscorer-Liste der Liga an, außerdem wurde sie zum 2008/09 Women's Superleague Overseas Player of the Year ernannt. Nebenbei trainierte O’Neill Jugendmannschaften des UL Aughinish.[11] Am Ende der Saison zog sich O’Neill eine Verletzung am rechten Knie zu. Aufgrund dieser Verletzung musste sie ihre Teilnahme am Trainingscamp der Storm absagen. Somit stand sie in der Saison 2009 nicht im Kader der Storm.[12]

Trainerkarriere

Seattle University (seit 2009)

Am 31. August 2009 wurde O'Neill als neue Assistenztrainerin der Damenbasketballmannschaft der Seattle University präsentiert. Unter der Führung von Cheftrainerin Joan Bonvicini absolvierte sie erfolgreich ihre erste Saison als Assistenztrainerin, in der ihr Hauptaufgabenbereich in der Zusammenarbeit mit den Guards, sowie in der Beobachtung junger Talente lag.[1]

Erfolge und Auszeichnungen

  • 2002 KKNW 1150 Outstanding Defensive Player[2]
  • 2003 KKNW 1150 Outstanding Defensive Player[2]
  • 2008/09 Women's Superleague Overseas Player of the Year[1]

Karrierestatistik

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga GP GS MPG FG% 3P% FT% RPG APG PPG GP GS MPG FG% 3P% FT% RPG APG PPG
2008 Seattle Storm WNBA 11 0 2,8 0,0 0,0 0,0 0,3 0,1 0,0
WNBA gesamt 11 0 2,8 0,0 0,0 0,0 0,3 0,1 0,0

Legende zur Spielerstatistik:
(GP = Spiele insgesamt; GS = Spiele in der Startformation; MPG = gespielte Minuten pro Spiel; FG% = Wurfquote aus dem Feld; 3P% = Wurfquote aus dem 3-Punktebereich; FT% = Freiwurfquote; OFF = offensive Rebounds pro Spiel; DEF = defensive Rebounds pro Spiel; RPG = Rebounds pro Spiel; APG = erzielte Assists pro Spiel; PPG = erzielte Punkte pro Spiel)


Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c Kristen O'Neill - Seattle University Redhawks Athletics. Seattle University, abgerufen am 7. Juni 2010 (englisch).
  2. a b c d e Player Bio: Kristen O'Neill - University of Washington Official Athletics Site. University of Washington, abgerufen am 3. Januar 2011 (englisch).
  3. Washington Huskies 2005-06 Season – Stastics. University of Washington, abgerufen am 2. August 2009 (englisch).
  4. Former Husky O’Neill Realizing Dream Of Playing in the WNBA. National Collegiate Athletic Association, abgerufen am 2. August 2009 (englisch).
  5. Storm Signs Four to Training Camp Contracts. Seattle Storm, 2. April 2008, abgerufen am 2. August 2009 (englisch).
  6. Storm Makes Roster Move. Seattle Storm, 15. Mai 2008, abgerufen am 2. August 2009 (englisch).
  7. Kevin Pelton: O’Neill’s Opportunity Arrives. Seattle Storm, 1. Juli 2008, abgerufen am 2. August 2009 (englisch).
  8. Kevin Pelton: Surprise: Another Seven-Day Deal for O’Neill. StormTracker, 15. Juli 2008, abgerufen am 28. Juni 2009 (englisch).
  9. Kevin Pelton: O’Neill Re-Signed. StormTracker, 23. April 2009, abgerufen am 28. Juni 2009 (englisch).
  10. Storm Re-Signs Wright, Adds Beck and O'Neill to Training Camp Roster. Seattle Storm, 7. Januar 2009, abgerufen am 28. Juni 2009 (englisch).
  11. Jayda Evans: Former Washington standout Kristen O'Neill returns. The Seattle Times, 8. April 2009, abgerufen am 28. Juni 2009 (englisch).
  12. Kevin Pelton: O’Neill Makes Difficult Decision to Step Away from Storm. Seattle Storm, 23. April 2009, abgerufen am 28. Juni 2009 (englisch).

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