Lichtenburgpreis des Musikantenlandes

Lichtenburgpreis des Musikantenlandes

Der Lichtenburgpreis des Musikantenlandes wird in Anerkennung besonderer Leistungen auf dem Gebiete der Pflege und Weiterentwicklung der Westpfälzer Musikantentradition verliehen.

Über den Preis

Gestiftet wird der Preis durch den Landkreis Kusel, dessen Kreistag auch das Statut verabschiedete, welches die Grundlage für den Preis darstellt. Er wird in der Regel an einen Komponisten verliehen, dem es gelingt, volkstümliche Musik im Geiste der westpfälzer Musikanten zu schreiben, die für die verschiedenartig besetzten Laienmusikensembles im westpfälzischen Raum spielbar ist. In Sonderfällen kann die Auszeichnung auch an Personen verliehen werden, die sich im besonderen Maße um das Musikantentum in der Westpfalz verdient gemacht haben.

Die Kompositionen können

  • freie Kompositionen sein, die sich stilistisch an der Literatur der Wandermusikanten orientieren,
  • Werke sein, die an Zitate aus Eigenkompositionen westpfälzischer Wandermusikanten gebunden sind, oder
  • Bearbeitungen tradierter Werke oder Werkfragmente komponierender Wandermusikanten sein.

Der Preisträger wird durch den „Burgrat“ ausgewählt. Dessen Mitglieder werden durch den Landrat des Landkreises Kusel berufen, davon drei Mitglieder auf Vorschlag des Kreistages. Die Entscheidungen des Burgrates werden mit einfacher Mehrheit getroffen; sie sind nicht anfechtbar.

Der Lichtenburgpreis des Musikantenlandes wird nicht öffentlich ausgeschrieben; eine Bewerbung um diesen Preis ist daher ausgeschlossen. Vorschläge für den zu berufenden Komponisten können jederzeit und von jedermann eingereicht werden. Sie sind in schriftlicher Form an den Vorsitzenden des Burgrates zu richten.

Der Preisträger erhält eine Zuwendung und eine Einladung des Landkreises Kusel zu einem vierwöchigen Aufenthalt auf Burg Lichtenberg.

Seit dem Jahr 2003 der Preis alle drei Jahre verliehen (vorher zwei Jahre) .

Die bisherigen Preisträger

Nr. Amtszeit Preisträger Wohnort
1 1984 - 1986 Ernst Kochan (verstorben)
2 1986 - 1988 Paul Engel Kusel
3 1988 - 1990 Prof. Emmerich Smola Kaiserslautern
4 1990 - 1992 Prof. Dr. Wendelin Müller-Blattau (verstorben)
5 1992 - 1994 Manfred Schneider (verstorben)
6 1994 - 1996 Hermann Kahlenbach (verstorben)
7 1996 - 1998 Elmar Wolf (verstorben)
8 1998 - 2000 Dr. Gary James Kehaulani Sapp Kaiserslautern
9 2000 - 2005 Kees Vlak (eigentl. Cornelis Vlak) Marken (Niederlande)
10 2005 - 2008 Roland Vanecek Wiesbaden
11 2008 - 2011 Bernhard Vanecek Limburgerhof
12 2011 - 2014 Leonhard Paul Wien

Quelle

  • Pressemitteilung der Kreisverwaltung Kusel, Abteilung Kommunales, Schule, Kultur und Recht

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