Licitra

Licitra

Salvatore Licitra (* 1968 in Bern) ist ein italienischer Tenor.

1970 übersiedelten seine Eltern von der Schweiz zurück nach Italien. Licitra begann als Grafiker, da er selbst von seinen stimmlichen Fähigkeiten nicht überzeugt war. Er studierte Gesang an der Accademia Verdiana in Parma und debütierte 1998 am dortigen Teatro Regio als Gustavo in Un ballo in maschera, eine Partie, die er im selben Jahr noch in der Arena di Verona sang. Hier verkörperte er unter anderem Pinkerton (Madama Butterfly), Radamès (Aida) und Manrico (Il trovatore). 1999 trat er erstmals als Don Alvaro (La forza del destino) an der Mailänder Scala auf und sang hier u.a. Manrico in der Neuproduktion von Il trovatore zur Spielzeiteröffnung 2000.

Hier gab es einen großen Skandal. 22 Jahre lang wurde diese Oper nicht an der Scala gespielt. Der Dirigent, Riccardo Muti, wollte Licitra unbedingt als Manrico und schrieb ihm aber vor, dass er das hohe C in "Di quella pira" nicht zu singen habe. Die Zuschauer reagierten deshalb negativ und buhten. Sechs Monate später sang Licitra diesen Teil in Verona und sang zwei hohe Cs. Er musste mit dieser Arie Zugaben geben, weil die Zuschauer immer wieder seine hohen Cs hören wollten.

Im Frühjahr 2002 (zwei Jahre vor dem geplanten Debüt) sprang er zwei Stunden vor Vorhangsöffnung als Ersatz für Pavarotti an der New Yorker Metropolitan Opera ein und debütierte dort als Cavaradossi in Puccinis Tosca. Das war sein internationaler Durchbruch. Für seine Darbietung, speziell für die Arien "Recondita armonia" und "E lucevan le stelle" bekam er Standing Ovations.

In den ersten Monaten im Jahre 2001 nahm er seine erste CD auf, als Solist für die Musik des Filmes "The Man Who Cried" (In stürmischen Zeiten).

Neben seiner CD "The Debut" (die umbenannt wurde in "E lucevan le stelle") gibt es auch mehrere DVDs in verschiedenen Opernrollen mit ihm.

Außerdem haben er und Marcelo Álvarez eine CD/DVD aufgenommen, "Duetto". Diese kann als Cross-Over bezeichnet werden, denn es werden nur wenige Opern-Arien gesungen ("E lucevan le stelle" als Solo von Licitra). Die Lieder wurden für die beiden Tenöre komponiert und darauf abgestimmt und zeigen, dass Tenöre mit ihren Stimmen auch anderes singen können als Opern. Aufgenommen wurde das Konzert im Kolosseum in Rom. Später gab es noch einen Auftritt in New York. Im Lied Odissea sind für das Duett acht hohe Cs enthalten, die beide Sänger mit Bravour meistern.

Salvatore Licitra agiert bezüglich Fernsehauftritten und CD-Aufnahmen eher zurückhaltend.

Diskographie

  • Salvatore Licitra - The Debut (Debüt-CD) / E lucevan le stelle
  • Salvatore Licitra - Forbidden Love
  • Salvatore Licitra - In stürmischen Zeiten / The man who cried (Filmmusik)
  • Duetto / mit Marcelo Alvarez
  • Il trovatore
  • Tosca / mit M. Guleghina

DVD:

Weblinks


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