Martial-Arts-Film

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Der Martial-Arts-Film ist eine ursprünglich fernöstliche Variante des Actionfilms, angereichert mit artistischen Darbietungen von Kampfkünsten.

Inhaltsverzeichnis

Informationen

Beschreibung

„Martial-Arts“ ist die englische Bezeichnung für Kampfkunst, dabei leitet sich die Bezeichnung „Martial“ vom Kriegsgott „Mars“ und „Arts“ = engl. „Kunst“ ab. Martial-Arts-Filme beruhen meist auf den artistischen Darbietungen von Kampfkünsten (beispielsweise Kung-Fu (Wushu), Kenjutsu, Karate, Hapkido), die ästhetisch stilisiert sind. Als Hintergrundepoche dienten in der Anfangszeit meist das China während der großen Dynastien, oft mit fantastischen Elementen, oder der Kolonialzeit, später aber auch die Gegenwart. Thematisch wird häufig das Retter- oder Rächer-Motiv verwendet, wobei nicht selten der Plot in erster Linie dafür benutzt wird, um möglichst viele Kampfszenen zeigen zu können. Als Wegbereiter für eine verstärkte Rezeption des Martial-Arts-Films in der westlichen Welt kann der Kampfkünstler und Schauspieler Bruce Lee mit seinen, teilweise US co-produzierten, Filmen angesehen werden. Diese waren seinerzeit international äußerst erfolgreich, so dass er posthum an seinem 20. Todestag mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt wurde. In Folge von Nachahmungen erreichte die Filmgattung in den 1970er Jahren mit einer großen Welle oft reißerisch betitelter und inszenierter Filme eine ungeheure internationale Popularität, die oft als „Kung Fu Craze“ bezeichnet wird und später ebenfalls weltweit bekannte Darsteller wie Jet Li und Jackie Chan hervorbrachte. Mit Aufkommen sensationalistischer Blockbuster-Filme gegen Ende des Jahrzehnts ebbte sie wieder ab. In den 1980er Jahren kam es im jungen Videobereich zu einer kurzen Welle amerikanischer Martial-Arts-Filme, in denen Schauspieler wie Jean-Claude Van Damme, Don Wilson, Steven Seagal oder Michael Dudikoff die Hauptrolle spielen.

Kinderfilme

Im Zuge der Kung-Fu-Filmwelle der 1970er Jahre und 1980er Jahre wurden auch einige Kinderfilme produziert, die Elemente dieses Genre enthalten. In Deutschland wurden einige davon unter dem Obertitel Lucky Kids zusammengefasst.

Neuere Entwicklungen

Anfang des 21. Jahrhunderts erlebte der asiatische Martial-Arts-Film eine Renaissance. Aufwändig inszenierte Filme wie Tiger and Dragon (2000) oder Hero (2002) beeindruckten die Kritik und begeisterten auch viele westliche Zuschauer. Einige westliche Filme, wie die Matrix-Reihe adaptierten Stilistik und Choreographie asiatischer Wuxia-Filme und Actionsequenzen wurden teilweise von Koryphäen der Kampfkunst-Choreografie aus Hongkong inszeniert. Die Kampfsequenzen von Matrix wurden von Altmeister Yuen Woo-Ping in Szene gesetzt, der auch die Actionszenen in Quentin Tarantinos Racheepos Kill Bill inszenierte, in dem auch einige Darsteller alter Kampfkunst-Filme, wie etwa Gordon Liu und Sonny Chiba, in Nebenrollen zu sehen sind.

Viele Martial-Arts-Stars, wie in den 90er Jahren zu Berühmtheit gekommenen Jet Li und Jackie Chan, sind nach wie vor aktiv und verzichten bei vielen ihrer Produktionen auf moderne Spezialeffekte und Seilzüge. Dies wurde auch von einigen neueren Stars übernommen, beisielsweise dem Thailänder Tony Jaa in den thailändischen Produktionen Ong-Bak und Tom Yum Goong.

Neuere amerikanische Actionfilme werden seit einigen Jahren stark vom asiatischen Martial Arts Film beeinflusst. Der Trend führte dazu, dass Kampfszenen teilweise wochenlang trainiert und choreographiert werden, sowie dass öfter Hauptdarsteller anstatt von Stuntmen eingesetzt werden. Auch asiatische Kampfkünste werden verstärkt in westlichen Blockbustern eingesetzt (z. B. Matrix, Mission Impossible 2, Blade, Die Bourne Identität).

Siehe auch

Literatur

  • Marilyn D. MIntz: Martial Arts Films. Gazelle Book Services Ltd, 1978
  • The Making of Martial Arts Films: As Told by Filmmakers and Stars. Hong Kong Film Archive,1999
  • Bill Palmer, Karen Palmer, Ric Meyers: The Encyclopedia of Martial Arts Movies., New York 2003
  • Jürgen Sorg: Enter the Games of Death. Zu Form, Rezeption und Funktion der Kampfhandlung im Martial Arts Film., in: R.Leschke / J.Venus (Hg.): Spielformen im Spielfilm. transcript, Bielefeld 2007

Weblinks


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