Piuro

Piuro
Piuro
Kein Wappen vorhanden.
Piuro (Italien)
Piuro
Staat: Italien
Region: Lombardei
Provinz: Sondrio (SO)
Koordinaten: 46° 20′ N, 9° 25′ O46.3333333333339.4166666666667382Koordinaten: 46° 20′ 0″ N, 9° 25′ 0″ O
Höhe: 382 m s.l.m.
Fläche: 85 km²
Einwohner: 1.975 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 23 Einw./km²
Postleitzahl: 23020
Vorwahl: 0343
ISTAT-Nummer: 014050
Website: http://www.comune.piuro.so.it/

Piuro (dt. Plurs) ist ein Dorf in der Provinz Sondrio in der Lombardei, Italien. Piuro hat 1975 Einwohner (Stand 31. Dezember 2010) auf 48 km². Piuro liegt nahe der Grenze zum Kanton Graubünden, Schweiz, und gehört geografisch zum Bergell. Das Dorf liegt an der Mündung des Valle Drana in die Mera und setzt sich aus einer Vielzahl von Weilern zusammen. Die wichtigsten sind Prosto, Borgonovo und Santa Croce. Die kleineren heissen Sant' Abbondio, Aurogo, Scilano und Cranna. Hoch oben am Berg und mit dem Auto nicht erreichbar sind Savogno und Dasile zu erwähnen

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im unteren Bergell ereignete sich am 4. September 1618 (nach julianischem Kalender 25. August) ein schwerer Bergsturz. Vom Berg Conto lösten sich infolge von Unterhöhlungen durch Lavezsteinabbau große Felsmassen, die den Ort Piuro (Plurs) größtenteils und das Dorf Scilano (Schilan) ganz unter Gesteinstrümmern begruben. Angeblich wurden dabei etwa 900 Menschen getötet. Zu jener Zeit war das untere Bergell Untertanenland der Drei Bünde und Piuro war eine der reichsten Gemeinden des ganzen Gebietes.

Literatur und Quellen

  • Katrin Hauer: Der plötzliche Tod. Bergstürze in Salzburg und Plurs kulturhistorisch betrachtet. LIT-Verlag, Wien 2009, ISBN 978-3-643-50039-7 (Kulturwissenschaft; 23).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2010.

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