Pliezhausen-Gniebel

Pliezhausen-Gniebel
Gniebel
Wappen von Gniebel
Basisdaten
Ortsteil seit: 1972
Fläche: 4,14 km²
Einwohner: ca. 1400 (2007)
Bevölkerungsdichte: 338 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72124
Vorwahl: 07127
Kfz-Kennzeichen: RT
Ortsvorsteher: Dieter Kurz
Altes Backhaus mit Maibaum und Storchen-Kranz

Gniebel ist neben Rübgarten und Dörnach ein Ortsteil von Pliezhausen mit etwa 1400 Einwohnern. Es liegt auf einer Anhöhe über dem Neckartal und wird durch den Schönbuch begrenzt. Gniebel befindet sich im Landkreis Reutlingen und gehört zum Regierungsbezirk Tübingen in Baden-Württemberg.

Inhaltsverzeichnis

Verkehrslage

Die zwischen Tübingen im Süden und Stuttgart im Norden autobahnähnlich ausgebaute B 27 führt in unmittelbarer Nachbarschaft an Gniebel vorbei, so dass der Flughafen und die Neue Messe Stuttgart gut erreichbar ist. Ebenso sind die Städte Reutlingen, Tübingen und Böblingen erreichbar.

Geschichte

Um 1300 wird ein „Konrad“, genannt „Gnibeler“, urkundlich erwähnt, der Lehen der Herren von Stöffeln im Bereich des heutigen Gniebels inne hatte. Im 15. Jahrhundert gehörte der Weiler den Grafen von Zollern. Diese traten ihn 1473 an Württemberg ab. Ab diesem Zeitpunkt gehörte Gniebel zum Amt bzw. Oberamt Tübingen.

Kirchlich bildete Gniebel eine Filialgemeinde der Pfarrei Walddorf. Sie wurden beide gemeinsam reformiert. Seit 1873 bildet Gniebel zusammen mit Rübgarten eine gemeinschaftliche Pfarrei. Eine Kapelle wird 1464 erstmals erwähnt. Sie wurde 1559 durch die Fridolinskapelle in der Mitte des Ortes ersetzt. An ihr wurde 1842 eine Pfarrverweserei eingerichtet und 1873 eine Pfarrei. Die Kapelle wurde vermutlich zwischen 1466 und 1534 durch einen Neubau ersetzt, der dann immer wieder umgebaut und verändert und schließlich 1974 abgebrochen wurde. 1971/72 konnte der Wunsch der Gemeinde realisiert werden und die heutige Kirche durch das Architekturbüro Schaber aus Reutlingen erbaut werden. Die neue Kirche wurde Dreieinigkeitskirche genannt. Das Pfarramt Gniebel betreut auch die Kirchengemeinde Rübgarten.[1]

Söhne und Töchter des Ortes

  • Siegfried Hermelink (1914–1975) war Professor für Musikwissenschaft und Universitätsmusikdirektor in Heidelberg. Ein Begleitsatz zu seinem Choral Lobe den Herren findet sich im Ulmer Sonderdruck I, einem Notenheft der württembergischen Posaunenchöre. Auch der Posaunenchor Gniebel spielt diesen Choral.

Besondere Gebäude

  • Das alte Backhaus vor einem Ensemble Fachwerkhäuser in der Ortsmitte
  • Das außergewöhnliche Bürogebäude des IT-Unternehmens Datagroup an der Ausfahrt der B 27 entstand im Jahr 1995. Der Entwurf des Architekturbüros Kauffmann Theilig & Partner erhielt 1997 den Hugo-Häring-Preis. Der Grundriss bedient sich der Kreisform, das Prinzip des Glasdachs entspricht der Dachkonstruktion des Münchner Olympiastadions.

Fußnoten

  1. Pliezhausen. Broschüre. Gemeinde Pliezhausen, Februar 1999.

Literatur

  • Pliezhausen. Broschüre. Gemeinde Pliezhausen, Februar 1999.

Weblinks

48.57649.18187Koordinaten: 48° 35′ N, 9° 11′ O


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