Schlacht von Friedland

Schlacht von Friedland
Schlacht bei Friedland
Teil von: Vierter Koalitionskrieg
Schlacht bei Friedland
Schlacht bei Friedland
Datum 14. Juni 1807
Ort Friedland (Prawdinsk)
Ausgang knapper Sieg der Franzosen
Konfliktparteien
Frankreich Frankreich Russland Russisches Reich
Preußen
Befehlshaber
Napoléon Bonaparte Levin August von Bennigsen
Truppenstärke
80.000
118 Kanonen
60.000
120 Kanonen
Verluste
8.000 Tote und Verwundete 20.000 Tote und Verwundete
Napoléon bei der Schlacht von Friedland, Gemälde von Horace Vernet

In der Schlacht bei Friedland (Friedland in Ostpreußen) schlug eine 80.000 Mann starke französische Armee unter Kaiser Napoléon Bonaparte ein 60.000 Mann starkes russisch-preußisches Heer unter General Levin August von Bennigsen. Es war die letzte Schlacht im 4. Koalitionskrieg

Vorgeschichte

Am 7. und 8. Februar 1807 fand in der Nähe die Schlacht bei Preußisch Eylau (Bagrationowsk) zwischen französischen Truppen unter Napoléon und russisch-preußischen Truppen unter General Graf Levin August von Bennigsen statt. Durch dieses Gefecht konnten die vereinigten russisch-preußischen Truppen erstmals Napoleon Paroli bieten. Doch ohne diesen Teilerfolg weiter auszunutzen, verschanzten sich die russischen Truppen bei Heilsberg. So gelang es Napoleon die Stadt Danzig einzunehmen und seine Truppen zu vereinen. Erst dann wurde General Bennigsen aktiv, konnte aber Napoleon nicht zur Schlacht zwingen und zog sich wiederum nach Heilsberg zurück, um dann überraschenderweise anzugreifen, ohne Verstärkungen abzuwarten.

Schlachtverlauf

Bennigsen besetzte am Abend des 13. Juni Friedland, um dann einen Brückenkopf an der Alle (russisch: Lawa) zu bilden und den Wald bei Sortlack zu besetzen. Hier traf er auf die dort postierten französischen Truppen unter Lannes und Mortier. Diesen gelang es, unter großen Mühen, Bennigsen so lange aufzuhalten, bis die französischen Hauptkräfte gegen 17 Uhr in die Schlacht eingreifen konnten. So begann Marschall Ney, das Korps von Fürst Bagration im Wald von Sortlack anzugreifen und ihn zurückzudrängen. Damit konnten die Franzosen ihrerseits zur Offensive übergehen. Es gelang ihnen, die Artillerie so günstig zu positionieren, dass die in der Flussbiegung stehenden russischen Truppen in Unordnung gerieten. Dies ermöglichte es den Franzosen die russischen Truppen nach heftigem Widerstand über den Fluss zurückzuwerfen. Durch den einzigen Übergang über die Alle behindert, kam es zu großen Verlusten auf russischer Seite, zumal sich der rechte Flügel noch auf dem gegenüberliegenden Ufer befand, als die Brücke von den eigenen Truppen gesprengt wurde. Die russische Armee konnte sich nur unter enormen Verlusten (20.000 Mann) aus Ostpreußen zurückziehen. Die französischen Truppen hatten Verluste von ca. 8.000 Mann zu beklagen.

Ergebnisse

Wenig später waren Russland und Preußen gezwungen, den Friedensvertrag von Tilsit zu unterzeichnen. Mit dieser Niederlage und dem anschließenden Friedensvertrag verabschiedete sich Preußen vorerst aus der Reihe der europäischen Großmächte. Napoleon gelang es, Russland, wenn auch nur für eine kurze Zeit, als Verbündeten zu gewinnen. Polen erstand in Form des Herzogtums Warschau als Vasallenstaat Frankreichs für wenige Jahre wieder als Staatsgebilde.


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