Stiftung Berliner Mauer

Stiftung Berliner Mauer
Gedenkstätte Berliner Mauer

Die Stiftung Berliner Mauer ist eine landeseigene Stiftung des deutschen Bundeslandes Berlin. Ihre Errichtung wurde am 11. September 2008 vom Abgeordnetenhaus beschlossen (mit Zustimmung der Fraktionen von SPD, CDU, Linke und Grüne, bei Enthaltung der FDP-Fraktion). In der Stiftung werden die Gedenkstätte Berliner Mauer und die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde zusammengefasst.

Die institutionelle Förderung der Stiftung und die Finanzierung des Grunderwerbs für die bauliche Erweiterung der Gedenkstätte Berliner Mauer entlang der Bernauer Straße erfolgen aus Mitteln des Landes und des Bundes. Für die zu schaffende Freiluft-Ausstellung und den Informations-Pavillon stehen Mittel der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin, des Bundes und der Europäischen Union (EFRE) aus dem Kulturinvestitionsprogramm des Landes Berlin zur Verfügung. Das Investitionsvolumen – einschließlich der Geländeherrichtung und weiterer Maßnahmen – beträgt rund 26 Millionen Euro. Bereits eröffnet wurden ein Besucherzentrum und die Ausstellung Geisterbahnhöfe im Eingangsgebäude des S-Bahnhofs Nordbahnhof über die bis zum Fall der Mauer außer Betrieb genommenen S- und U-Bahnhöfe unter damals Ost-Berliner Gebiet. Bis zur geplanten Fertigstellung der Open-Air-Ausstellung im Jahr 2011 (erster Abschnitt im Juni 2010) fungiert die Stiftung auch als Bauherr.

Am 7. November 2008 konstituierte sich in Berlin der Stiftungsrat. Im Stiftungsrat sind das Land Berlin, der Bund, die Fördervereine der Gedenkstätte Berliner Mauer und der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, die evangelische Kirche und der Beirat vertreten. Zum Stiftungsratsvorsitzenden wurde André Schmitz (Berlins Kulturstaatssekretär) gewählt, zur stellvertretenden Stiftungsratsvorsitzenden Ingeborg Berggreen-Merkel (Abteilungsleiterin beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien).

Für die Stiftung Berliner Mauer hat sich auch ein neuer Beirat konstituiert. Zum Vorsitzenden wurde der Dresdner Zeithistoriker Klaus-Dietmar Henke gewählt. Direktor der neugegründeten Stiftung Berliner Mauer ist der Kunst- und Architekturhistoriker Axel Klausmeier. Klausmeier war wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Lehrstühlen für Denkmalpflege an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus und an der ETH Zürich und ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Werke auch zur Geschichte der Mauer. Er nahm seine Tätigkeit als Direktor der Stiftung Berliner Mauer offiziell am 1. Januar 2009 auf. Seine Stellvertreterin ist die aus der DDR-Bürgerrechtsbewegung kommende langjährige Mitarbeiterin der bisherigen Gedenkstätte Berliner Mauer, Maria Nooke (Ehefrau von Günter Nooke).

Weblinks

Quellen

  • Gesetz über die Errichtung der Stiftung Berliner Mauer – Gedenkstätte Berliner Mauer und Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde (Mauerstiftungsgesetz – MauStG) vom 17. September 2008 (Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 24 vom 27. September 2008, S. 250).

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