- Ungedanken
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Ungedanken Stadt FritzlarKoordinaten: 51° 7′ N, 9° 13′ O51.1227777777789.2198527777778280Koordinaten: 51° 7′ 22″ N, 9° 13′ 11″ O Höhe: 280 m ü. NHN Einwohner: 977 (2007) Eingemeindung: 1. Jan. 1972 Postleitzahl: 34560 Vorwahl: 05622 Ungedanken ist ein Stadtteil von Fritzlar im Schwalm-Eder-Kreis (Hessen). Er hat 977 Einwohner und liegt südlich oberhalb der Eder an der Bundesstraße 253 westlich der eigentlichen Stadt Fritzlar.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte
1209 ist der Ortsname als „Ungethangen“ erstmals durch den "Codex Adelhardi" und das Verzeichnis der gesamten Besitzrechte des Fritzlarer St. Peter Stifts nachweisbar. Aus diesem Anlass feierte der Ort vom 3. bis 6. September 2009 das 800jährige Jubiläum seiner Ersterwähnung.
Bereits vor dieser Zeit war die Gegend, vor allem der zum Ortsgebiet gehörende Büraberg, besiedelt. Die ältesten Siedlungsspuren werden in die Altsteinzeit datiert.
Ungedanken gehörte zum katholischen Kurmainz und blieb zusammen mit Fritzlar und dem Nachbardorf Rothhelmshausen auch nach der Reformation bei diesem und somit katholisch, während die gesamte zur Landgrafschaft Hessen gehörende Umgebung nach der Homberger Synode 1526 protestantisch wurde.
Nach der Auflösung des Kurfürstentums Mainz 1803 wurden die Stadt Fritzlar, Ungedanken und Rothhelmshausen Bestandteile des neugeschaffenen Titularfürstentums Fritzlar, das an den Landgrafen und Kurfürsten von Hessen-Kassel kam. 1866 fiel der Ort mit Hessen-Kassel an Preußen. Seit der Auflösung Preußens nach dem Zweiten Weltkrieg gehört Ungedanken zum Bundesland Hessen.
Die bis dahin eigenständige Gemeinde Ungedanken wurde am 1. Januar 1972 in die Stadt Fritzlar eingemeindet.
Synagoge
Anfang des 17. Jahrhunderts lassen sich die ersten Juden, die vermutlich Flüchtlinge aus Polen waren, in Ungedanken nieder. Ab 1864 wird von der Existenz einer eigenen Synagoge, deren Baukosten sich für 6000 Taler beliefen und einer Elementarschule mit 45 bis 50 Schülern berichtet. Um 1900, ein genaues Datum ist nicht bekannt, erfolgt die Auflösung der Schule. Das Gebäude der Synagoge existiert nicht mehr. Nur der ca. 28 ar große Friedhof zeugt von der Niederlassung jüdischer Familien in Ungedanken. Gegen Ende des 19. und zu Anfang des 20. Jahrhunderts schrumpfte die Gemeinde durch Auswanderung und Umzug, vor allem nach Fritzlar, erheblich, so dass 1915 nur noch zwei jüdische Familien im Dorf zu finden waren.[1] [2]
Weblinks
Einzelnachweis
Stadtteile von FritzlarCappel | Geismar | Haddamar | Lohne | Obermöllrich | Rothhelmshausen | Ungedanken | Wehren | Werkel | Züschen
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