Victor Company of Japan

Victor Company of Japan
Victor Company of Japan, Limited
Unternehmensform Ltd.
Gründung 13. September 1927
Unternehmenssitz Yokohama, Japan
Unternehmensleitung

Kunihiko Sato

Mitarbeiter ca. 36.000 (Stand:2003)
Umsatz 658.449 Mio. Yen
Branche Unterhaltungselektronik
Website

www.jvc.jp

Victor Company of Japan, Limited (JVC) ist ein Unternehmen mit Sitz in Yokohama, Japan, das sowohl Unterhaltungselektronik für den Heimanwender und die Unterhaltungsindustrie als auch medientechnische Geräte für semiprofessionelle und professionelle Anwendungen entwickelt und vertreibt. Es hat etwa 36.000 Angestellte (2003).

Das Unternehmen wurde am 13. September 1927 als Tochtergesellschaft der US-amerikanischen Victor Talking Machine Company gegründet, löste sich aber mit Beginn des Zweiten Weltkrieges von seiner Muttergesellschaft. Anfangs befasste JVC sich mit der Herstellung von Schallplatten und deren Verbesserung, z. B. der Entwicklung des 45/45-Stereoformates. Viele markterfolgreiche Innovationen folgten und haben JVC stetig wachsen lassen. 1954 wurde JVC von Matsushita übernommen.

Ein JVC-Camcorder

1976 brachte JVC den ersten VHS-Videorekorder für den Heimgebrauch mit der Modellbezeichnung HR-3300 auf den Markt. [1] Durch eine Politik der großzügigen Lizenzvergabe an andere Hersteller verdrängte das VHS-System in nur wenigen Jahren die bereits bestehenden magnetischen Bildaufzeichnungssysteme von Philips (VCR), Sony (Betamax) und Grundig (Video 2000). Aufgrund des kommerziellen Erfolges und der damit einhergehenden großen Verbreitung wurde VHS weltweit zur Quasi-Norm für Heim-Videorekorder.

Nicht unerwähnt bleiben soll die zumindest umstrittene Rolle von JVC als Wegbereiter zur weltweiten Verbreitung des analogen Kopierschutzes Macrovision. Auf Druck der Filmindustrie wurde 1985 der VHS-Standard von JVC dahingehend erweitert, dass VHS-Lizenznehmer nur noch VHS-Aufzeichnungsgeräte (Videorekorder) mit AGC (Automatic Gain Control) bauen durften. Ursprünglich gedacht für eine Verbesserung des Bildsignals auf Empfangsseite durch automatische Aussteuerung, konnte diese Technik genutzt werden, um den von der Firma Macrovision Corporation entwickelten analogen Kopierschutz Macrovision zu implementieren und zu verbreiten.

Ab 1986 entwickelte JVC ein verbessertes VHS-Format (S-VHS, erstes Modell: HR-S5000 PAL bzw. HR-S7000 NTSC) und das kleinere VHS-C-Format für tragbare Recorder und Camcorder. 1995 folgte der erste Digital-Camcorder im Taschenformat (JVC GR DV-1) und seit 2002 Plasmabildschirme. Im Bereich der Unterhaltungselektronik brachte JVC 1991 die weltweit erste Micro-HiFi-Anlage (UX-1) auf den Markt.

JVC engagiert sich auch als Sponsor für Sport-Großereignisse wie der UEFA Fußball-Europameisterschaft (seit 1980), dem FIFA-Weltcup (seit 1982), der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Korea/Japan und ist seit 1978 regelmäßig Veranstalter des Tokyo Video Festivals und des JVC Jazz Festivals in Singapur. JVC sponsert auch den niederländischen Rennfahrer Christijan Albers.

Als europäische Ableger wurden 1977 die JVC (U.K.) Limited und 1978 die JVC-Deutschland GmbH (seit 1993 in Friedberg) gegründet.

Aufgrund hoher Verluste von JVC begann Matsushita 2007 mit einem teilweisen Verkauf an Kenwood[2] und damit einer Reduzierung seiner Firmenanteile. Am 1. Oktober 2008 wurde JVC mit Kenwood zur JVC KENWOOD Holdings zusammengeschlossen.[3]

Belege

  1. JVC Deutschland > Über JVC > Meileinsteine, Meilensteine des Unternehmens JVC
  2. Matsushita will JVC an Kenwood verkaufen, CE Business, 25. Juni 2007
  3. Notice of the Establishment of JVC KENWOOD Holdings, Inc., Finanznachrichten.de, 1. Oktober 2008

Weblinks


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