Andreas von Grand-Ry

Andreas von Grand-Ry

Andreas von Grand-Ry (* 4. Mai 1837 in Eupen; † 25. September 1903 in Kettenis bei Eupen) stammte aus einer katholischen Adelsfamilie, war Rittergutsbesitzer und Reichstagsabgeordneter.

Grand-Ry besuchte das Gymnasium in Bonn, studierte anschließend Jura an den Universitäten in Bonn und Berlin, unterbrach sein Studium und war von 1859 bis 1862 in der preußischen Armee, wo er als Lieutenant ausschied. Ab 1862 nahm er sein Jurastudium wieder auf und war nach Absolvierung des Studiums als Referendar bei der Bezirksregierung in Aachen. 1868 wurde er als Landrat von Eupen gewählt, aber von der preußischen Regierung nicht bestätigt, weshalb er aus dem Staatsdienst wieder ausschied.[1]

Von 1870 bis 1882 und von 1887 bis 1903 war der Zentrumspolitiker Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses, von 1879 bis 1888 Mitglied des Rheinischen Provinziallandtages. Von 1871 bis 1903, bei dieser Wahl kandidierte er nicht mehr, war er Mitglied des Deutschen Reichstags für den Wahlkreis Koblenz 6 (Adenau - Cochem - Zell).[2]

Einzelnachweise

  1. Kurzbiographie vergleiche auch: Georg Hirth (Hg.): Deutscher Parlaments-Almanach. 9. Ausgabe vom 9. Mai 1871. Berlin: Verlag Franz Duncker, 1871, S. 191; siehe auch: Reichstags-Bureau (Hrsg.): Amtliches Reichstags-Handbuch. Zehnte Legislaturperiode 1898 - 1903. Berlin: Druckerei des Reichstags, 1898, S. 186
  2. Fritz Specht / Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Aufl. Berlin: Verlag Carl Heymann, 1904, S. 161f; vgl. auch A. Phillips (Hg.): Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1883. Statistik der Wahlen zum Konstituierenden und Norddeutschen Reichstage, zum Zollparlament, sowie zu den fünf ersten Legislatur-Perioden des Deutschen Reichstages. Berlin: Verlag Louis Gerschel, 1883, S. 110

Literatur

  • Anton Bettelheim (Hrsg.): Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog. Band 8, 1903, Reimer, Berlin
  • Wilhelm Kosch, fortgeführt von Eugen Kuri: Biographisches Staatshandbuch. Band 1, Francke, Bern [u. a.] 1963.
  • Bernhard Mann: Biographisches Handbuch für das preußische Abgeordnetenhaus (1867–1918). Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der Politischen Parteien, Band 3)

Weblinks


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