Christian Bernhard von Watzdorf

Christian Bernhard von Watzdorf
Christian Bernhard von Watzdorf (1804-1870)

Christian Bernhard von Watzdorf (* 12. Dezember 1804 auf Schloss Berga; † 15. September 1870 in Weimar) war ein deutscher Jurist und Politiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Christian Bernhard von Watzdorf entstammte dem Adelsgeschlecht Watzdorf. Er besuchte das Gymnasium in Altenburg, studierte von 1824 bis 1828 Rechtswissenschaft in Leipzig und promovierte zum Doktor der Rechte. 1828 wurde er Auditor beim Oberhofgericht Leipzig und von 1830 bis 1835 war er dort Oberhofgerichtsrat. Von 1835 bis 1840 war er Mitglied des Appellationsgerichts in Zwickau. Er war Mitherausgeber der Jahrbücher für sächsisches Recht. Im August 1840 wurde er an das Oberappellationsgericht Dresden berufen, trat aber schon wenige Monate später als Ministerialrat in das Gesamtministerium des Königreichs Sachsen ein. 1843 trat von Watzdorf als Staatsminister in die Regierung des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach ein und übernahm die Ressorts für Auswärtiges sowie Justiz. 1848 trat er an die Spitze des Gesamtministeriums und verblieb dort bis zu seinem Tode.

1850 gehörte er dem Erfurter Unionsparlament an und war dessen Vizepräsident. 1867 war er fraktionsloser Abgeordneter im Reichstag des Norddeutschen Bundes für den Wahlkreis Sachsen-Weimar-Eisenach 3 (Jena, Neustadt an der Orla).[1]

Die Stadt Weimar ernannte ihn zum Ehrenbürger.

Einzelnachweise

  1. Specht, Fritz / Schwabe, Paul: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Aufl. Berlin: Verlag Carl Heymann, 1904, S. 274

Literatur

 Wikisource: Die erste deutsche Verfassung und der Märzminister – von Fr. Hg., mit Porträt des Ministers, in Die Gartenlaube (1866), Heft 18, S. 284–286

Weblinks


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