Christian Johann Klett

Christian Johann Klett

Christian Johann Klett (* 7. Januar 1770 in Urach; † 7. Februar 1823 in Heilbronn) war Leibarzt der Grafen von Erbach und später von 1801 bis zu seinem Tode Stadtarzt in Heilbronn.

Leben

Grabmal von Christian Johann Klett und Elisabeth geb. Kornacher auf dem Alten Friedhof in Heilbronn

Klett war der Sohn des Kameralverwalters August Klett. Er promovierte 1794 in Würzburg und kam danach als Leibarzt und Landphysikus zu den Grafen von Erbach nach Erbach. 1797 wird er als Hofrat bezeichnet. Auf Vorschlag seines Onkels Eberhard Gmelin, damals erster Stadtarzt in Heilbronn, wurde Klett 1800 nach Heilbronn berufen, wo er am 13. Januar 1801 die seit 1794 nicht mehr besetzte Stelle als dritter Stadtarzt annahm. Beim Übergang der Reichsstadt Heilbronn an das Königreich Württemberg kamen Klett und sein Kollege Friedrich August Weber in den württembergischen Landesdienst mit dem Titel eines Landvogteiphysikus, später Oberamtsarzt, während Gmelin sein Amt rasch niederlegte. In seiner Amtszeit in Heilbronn machte sich Klett vor allem um die Schutzimpfung gegen Pocken verdient.

Er war seit 1. Mai 1796 mit Lisette Kornacher (1773–1858), der Tochter des Bürgermeisters Georg Christoph Kornacher, verheiratet. Der Ehe entsprangen neun Kinder, darunter der spätere Heilbronner Stadtschultheiß August Klett (1799–1869). Kletts Grabmal ist auf dem Alten Friedhof in Heilbronn erhalten.

Literatur

  • Wilhelm Steinhilber: Das Gesundheitswesen im alten Heilbronn 1281-1871. Herausgegeben aus Anlass der 650. Wiederkehr der Stiftung des Kathrinenhospitals in Heilbronn (23. April 1306). Stadtarchiv Heilbronn, Heilbronn 1956 (Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Heilbronn. Heft 4)

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Klett — ist eine Verschlusstechnik, siehe Klettverschluss Klett, Personenname: Arnulf Klett (1905–1974), erster Bürgermeister Stuttgarts nach dem Zweiten Weltkrieg August Klett (1799–1869), württembergischer Politiker Christian Johann Klett (1770–1823),… …   Deutsch Wikipedia

  • Johann Christian Günther — Gedenkstein in Striegau …   Deutsch Wikipedia

  • Johann Friedrich Cotta — Johann Friedrich Freiherr von Cotta (Lithographie, um 1830) …   Deutsch Wikipedia

  • Johann Friedrich Cotta — Johann Friedrich Freiherr von Cotta Johann Friedrich, Freiherr Cotta von Cottendorf (April 27, 1764, Stuttgart – December 29, 1832 Stuttgart) was a German publisher, industrial pioneer and politician. Contents …   Wikipedia

  • Johann Michael Franz Birnbaum — (* 19. September 1792 in Bamberg; † 14. Dezember 1877 in Gießen) war ein deutscher Rechtswissenschaftler und Dramatiker. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 1.1 Jugendjahre bis zum Studium 1792 1811 …   Deutsch Wikipedia

  • Christian Friedrich Duttenhofer — (* 3. Februar 1742 in Nürtingen; † 18. März 1814 in Heilbronn) war ein deutscher evangelischer Theologe. Inhaltsverzeichnis …   Deutsch Wikipedia

  • Johann Friedrich Freiherr Cotta von Cottendorf — Dieser Artikel behandelt den Verleger Johann Friedrich Cotta (1764–1832). Für den Theologen Johann Friedrich Cotta (1701–1779) siehe Johann Friedrich Cotta (Theologe). Johann Friedrich Freiherr von Cotta (Lithographie, um 1830) …   Deutsch Wikipedia

  • Johann Paul Friedrich Richter — Jean Paul (Bild von 1797/98) Jean Paul (* 21. März 1763 in Wunsiedel; † 14. November 1825 in Bayreuth; eigentlich Johann Paul Friedrich Richter), war ein deutscher Schriftsteller. Er steht literarisch gesehen zwischen Klassik und Romantik. Die… …   Deutsch Wikipedia

  • Johann Ludwig Tieck — Ludwig Tieck, nach einem Gemälde von Joseph Karl Stieler aus dem Jahr 1838[1] Johann Ludwig Tieck (* 31. Mai 1773 in Berlin; † 28. April 1853 ebenda) war ein deutscher Dichter, Schriftsteller …   Deutsch Wikipedia

  • August Klett — August Klett, zeitgenössisches Porträt im Rathaus Heilbronn August Christian Klett (* 16. Juli 1799 in Erbach; † 13. Mai 1869 in Heilbronn) war ein württembergischer Jurist und Politiker …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”