Elbe-Express-Klasse

Elbe-Express-Klasse

p1

Elbe-Express-Klasse
Schiffsdaten

zugehörige Schiffe

6

Schiffsart Containerschiff
Reederei Hamburg-Amerika-Linie
Norddeutscher Lloyd
später Hapag Lloyd
Bestellung 1967
Bauwerft Blohm + Voss, Hamburg
Bremer Vulkan, Bremen
Bauzeitraum 1968 bis 1972
Stapellauf des Typschiffes Juli 1968
Indienststellung 24. Oktober 1968
Fahrtgebiete Weltweite Fahrt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
170,90 m (201,1 m) m (Lüa)
155,00 m (185,20 m) m (Lpp)
Breite 24,56 m
Seitenhöhe 14,60 m
Tiefgang max. 7,87 m
Vermessung 14.069 BRT (17.823 BRT)
? NRT (10.827 NRT)
 
Besatzung 36
Maschine
Maschine 1 x Vulkan-MAN K9Z 78/155 E 9-Zylinder-Dieselmotor
Maschinen-
leistung
15.750 PS (11.584 kW)
Geschwindigkeit max. 20,0 kn (37 km/h)
Propeller 1
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 11.351 (15.400) tdw
Container 730 (rund 1100) TEU
Daten
Alle Daten

Elbe Express

Daten in Klammern

nach Verlängerung

Die 1968 bis 1972 als Elbe-Express-Klasse gebaute Schiffsklasse war eine Baureihe von Motorschiffen der Reederei Hapag Lloyd. Mit diesen Containerschiffen der ersten Generation begann seinerzeit die Containerisierung des gemeinsamen Nordatlantik-Liniendienstes der Reedereien Hamburg-Amerika-Linie und Norddeutscher Lloyd.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Baureihe dieser Schiffsklasse bestand aus insgesamt sechs Einheiten zweier nahezu baugleicher Schiffstypen der Werften Blohm + Voss in Hamburg sowie Bremer Vulkan in Bremen, die zwischen 1968 und 1972 in Dienst gestellt wurden. Das erste Schiff der Klasse war die am 12. Juli 1968 abgelieferte Elbe Express. Bestellt wurden 1967 zunächst je zwei Schiffe von den noch nicht fusionierten Reedereien Hamburg-Amerika-Linie und Norddeutscher Lloyd. Beginnend am 25. Oktober mit der Weser Express bedienten diese vier Schiffe ab 1968 den gemeinsamen gegründeten Europa-Nordamerika-Dienst des zu diesem Zweck gegründeten Gemeinschaftsunternehmens Hapag-Lloyd-Containerlinie. Ebenfalls eine gemeinsame Gründung war die Deutscher Containerdienst GmbH & Co. KG (DCD), welche die Kontrolle der Container sowie die Regelung ihrer An- und Abtransporte übernahm. Zwei weitere typgleiche Schiffe wurden 1971/72 an die Hamburger Reederei C. F. Ahrenkiel abgeliefert, die beide Schiffe zur Ergänzung des Nordatlantik-Dienstes in eine Langzeitcharter an die Hapag-Lloyd-Containerlinie weitergab. Die vier Schiffe der Hapag-Lloyd-Containerlinie gingen bei der 1970 vollzogenen Fusion zwischen Hapag und Lloyd in deren eigenen Bestand über und wurden 1973 verlängert, woraufhin ihre Kapazität auf rund 1100 TEU stieg. Mitte der 1980er Jahre verkaufte Hapag Lloyd seine vier Schiffe an die US-amerikanische Reederei Lykes Lines, welche sie bis in die zweite Hälfte der 1990er Jahre betrieb und schließlich zum Abbruch verkaufte. Die beiden Ahrenkiel-Schiffe wurden nicht verlängert und erst im Jahre 2005 verschrottet.

Die Schiffe

Schiffsname Werft / Bau-Nr. Stapellauf / Ablieferung Verbleib
Elbe Express Blohm + Voss / 860 12. Juli 1968 / 24. Oktober 1968 Ab 27. Juni 1995 bei Maycok Steel Corp. in Alang abgebrochen
Alster Express Blohm + Voss / 861 30. September 1968 / 16. Januar 1969 1996 abgebrochen
Weser Express Bremer Vulkan / 944 Juli 1968 / Ende 1968 Ab 14. Juli 1995 in Alang abgebrochen
Mosel Express Bremer Vulkan / 945 6. November 1968 / 9. Januar 1969 1996 in Alang abgebrochen
Rhein Express Blohm + Voss / 879 31. Juli 1971 / 6. Dezember 1971 2005 abgebrochen
Main Express Blohm + Voss / 880 11. Dezember 1971 / 20. April 1972 2005 abgebrochen

Literatur

  • Prager, Hans Georg: Blohm + Voss. Schiffe und Maschinen für die Welt. Koehlers Verlagsgesellschaft, Herford 1977, ISBN 3-7822-0127-2.
  • Witthöft, Hans Jürgen: HAPAG. Hamburg-Amerika-Linie. Koehlers Verlagsgesellschaft, Hamburg 1973, ISBN 3-7822-0087-X.
  • Witthöft, Hans Jürgen: Norddeutscher Lloyd. Koehlers Verlagsgesellschaft, Hamburg 1973, ISBN 3-7822-0088-8.

Weblinks


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