Cessna Aircraft Company

Cessna Aircraft Company
Cessna 195

Cessna ist eine der bekanntesten Flugzeugserien für Privat- und Geschäftsflugzeuge.

Die Cessna Aircraft Company (gegründet 1927, von Clyde Vernon Cessna) hat ihren Hauptsitz in Wichita, Kansas. Sie baut ein- und zweimotorige kleine Propeller-Flugzeuge und seit 1965 Geschäftsflugzeuge. Letztere sind meist Turboprop- oder Jet-Flugzeuge.

Nachdem General Dynamics die Firma Cessna im Jahr 1985 aufkaufte, wurde die Produktion von Kleinflugzeugen eingestellt. Dies hing maßgeblich mit der Verlängerung der Produkthaftung in den USA zusammen, so dass eine wirtschaftliche Vermarktung dieser Flugzeugmuster unrealistisch erschien.

Erst nach dem erneuten Verkauf im Jahr 1992 an die Firma Textron Inc. wurden auch wieder Flugzeuge dieser Modellreihen hergestellt.

Inhaltsverzeichnis

Beispiele für Cessna-Flugzeugmodelle

Die meisten von Cessna gefertigten Flugzeuge fallen in die Klasse der abgestrebten Schulterdecker. Es gibt sie in vier Rumpfgrößen.

Cessna 162 „Skycatcher“

Das kleinste Flugzeug aus dem Hause Cessna war die 2-sitzige C-140, welche später mit nur geringfügigen Änderungen unter den Modellnummern C-150 und C-152 weltweit bekannt und beliebt wurde. In allen Varianten wurden über 30.000 Flugzeuge dieser Modellreihe gefertigt. Kunstflugtaugliche Versionen tragen den Zusatz „Aerobat“ hinter der Typenbezeichnung. Wegen seiner niedrigen Betriebskosten und gutmütigen Flugeigenschaften ist das Flugzeug bis heute das Standardmodell bei der Pilotenausbildung. Über 75% der alten Modellreihe sind noch immer im Einsatz. Im Jahr 1985 beschloss der Hersteller, nurmehr die größeren Modelle ab der C-172 zu vertreiben. Seit Ende 2007 wurde dieser Beschluss revidiert, und das Modell C-162 neu auf dem Markt angeboten. Auf vielfachen Wunsch hin wurde der bewährte Klassiker wieder ins Fertigungsprogramm aufgenommen. Während der Rumpfaufbau und die Motorisierung vom bewährten Vorgängermodell übernommen wurden, erhielt die C-162 im Innenraum ein modernes Glascockpit, welches speziell für dieses kleine Modell angepasst wurde. Das Flugzeug ist zugelassen für Tag- und Nachtflüge nach Sichtflugregeln (VFR), nicht aber für Flüge nach Instrumentenflugregeln (IFR). Die erste Serien SkyCatcher hatte im Mai 2008 (rund acht Wochen nach dem Prototyp) ihren Erstflug. Der etwa 400 kg schwere Metall-Zweisitzer soll in den USA in der LSA-Klasse zugelassen werden und für 111.500 Dollar verkauft werden.

Cessna 172 „Skyhawk“

Hauptartikel: Cessna 172 „Skyhawk“

Die Baureihe Cessna 172 „Skyhawk“ ist dem kleineren Schwestermodell 152/162 vom Aufbau her sehr ähnlich, jedoch deutlich größer. Es finden (inklusive Pilot) 4 Personen in der Kabine Platz, es wird ein stärkerer Motor verwendet, und die vergrößerten Tragflächen bedeuten mehr Tankvolumen, woraus bei geringer Zuladung eine größere Reichweite resultiert. Die C-172 (früheste Versionen tragen die Bezeichnung C-170) wird seit 1950 äußerlich nahezu unverändert gebaut. Die Firma Reims Aviation aus Frankreich fertigte lange Zeit in Lizenz die Modelle für den europäischen Markt, heute wird sie wieder ausschließlich am Cessna-Stammsitz in Wichita hergestellt. Auch die Skyhawk-Modelle erfreuen sich großer Beliebtheit als Schulflugzeuge, da diese aufgrund der umfangreichen Ausrüstung auch für den Instrumentenflug (IFR) zugelassen sind, welcher ein wichtiger Teil der Ausbildung für Berufspiloten ist. Heutige Modelle verfügen über ein umfangreiches Glascockpit; selbst Wetterradar, Kollisions- und Geländewarnanlagen lassen sich ordern. Mit Lederausrüstung und Klimaanlage ausgestattet wird die Skyhawk auch gerne von Privatkunden als komfortables, aber dennoch relativ erschwingliches kleines Reiseflugzeug gekauft.

Die C172 ist zudem auch als Wasserflugzeug verfügbar.

Cessna 177 "Cardinal"

Cessna 177RG, Modell 1976

Als Cessna im Jahre 1967 die C210 Centurion mit einem strebenfreien Rechteckflügel vorstellte (der neben einer leicht gesteigerten Geschwindigkeit dem Flugzeug vor allem einen neuen, modernen Look verschaffte), war es in den Augen der Cessna Ingenieure Zeit, das Cessna Erfolgsmodell Skyhawk (Cessna 172) durch einen modernen Nachfolger abzulösen. Der Prototyp des neuen Modells wurde zunächst unter der Bezeichnung Cessna C172J (genannt "J-Bird") geführt. Neben einer völlig neuen Zelle betraf die Hauptänderung den neuen Rechteckflügel ohne Strebe der Cessna 210. Dieser Flüge kam in einer leichteren Version zum Einsatz. Um die Sicht des Piloten in der neuen Cessna 177 zu verbessern, wurde der Flügel viel weiter nach hinten gesetzt als dies in der Cessna 172 der Fall war. Um einen sehr großen Schwerpunktbereich zu ermöglichen, kommt bei der Cessna 177 als einzigem Flugzeug von Cessna ein sehr weit nach hinten gesetztes, großes Pendelhöhenruder (Stabilator) zum Einsatz. Das Abfluggewicht der ersten C 177 betrug 2.350 lbs. Für den Antrieb sorgte zunächst ein Lycoming O-320 mit 150 PS und nicht verstellbarem Propeller. Aufgrund der relativen Untermotorisierung, sehr teuren Herstellung (und damit hohem Verkaufspreis) sowie Problemen im Handling der Maschine konnte sich die Cessna 177 nicht gegen die Cessna 172 - deren Produktion weiter aufrecht erhalten wurde - durchsetzen. Bis zum Jahr 1978 wurde die Cessna 177 "Cardinal" (benannt nach dem Kardinalsvogel, siehe Kardinäle) als hochpreisiges Nischenprodukt in ständig verbesserten Versionen gebaut. Ab 1969 kam ein 180 PS Lycoming O-360 Motor mit Verstellpropeller zum Einsatz und die frühen Kinderkrankheiten wurden nahezu vollständig beseitigt. Ab dem Jahr 1971 wurde auch eine Version mit Einziehfahrwerk, die C 177 RG (Retractable Gear) gebaut. Die "RG" wird von einem Lycoming IO-360 Motor mit 200 PS und Constant Speed Propeller angetrieben. Leistungsmäßig ist die Cessna 177RG zwischen der Piper PA 28 "Arrow" und den leichteren Mooney-Modellen (mit max. 200 PS) angesiedelt. Insgesmt wurden von der Cessna 177 bis zum Jahr 1978 2.751 Maschinen mit Festfahrwerk und 1.314 mit Einziehfahrwerk produziert. Die Produktion fand sowohl in Wichita (USA) als auch im Cessna Lizenzwerk Reims (Frankreich) statt.

Die Cessna Cardinal ist heute (in den Versionen FG (Fixed Gear = Festes Fahrwerk) als auch RG (Retractable Gear) ein beliebtes und vergleichsweise schnelles Reiseflugzeug. Ein weltweit agierender Club "Cardinal Flyers Online" verbindet viele Besitzer und Piloten auf der ganzen Welt. Die "Cardinal" nimmt aufgrund Ihrer relativen Exklusivität (relativ geringe Stückzahl, sehr modernes Aussehen, hervorragendes Handling, vergleichsweise hohe Leistung) innerhalb der Cessna Produkte einen gewissen Sonderstatus ein.

Cessna 182 „Skylane“

Cessna 182P Skylane

Hauptartikel: Cessna 182 „Skylane“

Die Skylane ist die größte Version der einmotorigen 4-sitzigen Reiseflugzeuge und unterscheidet sich durch einen noch stärkeren Motor, verstellbaren Constant-Speed-Propeller, größere Tankvolumina und höhere Abfluggewichte. Auch die Abmessungen sind geringfügig größer. Zeitweise war die Skylane mit einem Einziehfahrwerk erhältlich und trug die Endung „RG“ (retractable gear).

Cessna 206 „Stationair“

Cessna 206 Stationair

Hauptartikel: Cessna 206 „Super Skywagon“, „Stationair“ und „Super Skylane“

Die einmotorige, sechssitzige Cessna 206 kam 1964 auf den Markt und wurde zunächst bis 1986 gebaut. 1998 wurde die Produktion wiederaufgenommen und dauert noch an.

Dieses nahezu unverwüstliche, leistungsstarke Flugzeug mit festem Fahrwerk wird vor allem in der Buschfliegerei mit ihren einfachen und relativ ungepflegten Landebahnen sehr geschätzt. Es transportiert eine Nutzlast von ca. 650 kg oder fünf Passagiere.

Cessna 208 „Caravan“, „Grand Caravan“ und „Cargomaster“

Cessna 208 Grand Caravan

Hauptartikel: Cessna 208 „Caravan“, „Grand Caravan“ und „Cargomaster“

Die Cessna 208 (Caravan) ist ein einmotoriges Passagier- und Frachtflugzeug, und für den gewerbsmässigen Verkehr konzipiert. Im Dezember 1982 flog der erste Prototyp, die FAA-Zulassung erfolgte im Oktober 1984.

Die gestreckte Version der 208, die Grand Caravan, kann neben einem Piloten 14 Passagiere befördern.

Gemeinsam mit dem Kunden Federal Express entwarf Cessna eine Frachtversion der 208, die Cargomaster. Die Cargomaster besitzt ein zusätzliches Frachtabteil unter dem Rumpf und kann über 1,5 Tonnen Fracht laden. Weitere Varianten der 208 sind eine Militärversion unter dem Namen U-27A sowie eine Ausführung als Wasserflugzeug, der Caravan Amphibian.

Die über 1.500 mal gebaute Cessna 208 ist heute in aller Welt als Zubringer-, Rettungs-, Versorgungs- und Frachtflugzeug unterwegs - außer in Westeuropa. Das liegt daran, dass die europäischen Behörden den nächtlichen Instrumentenflug im gewerbsmäßigen Betrieb mit nur einem Motor nicht erlauben. Die unglaublich robuste PT-6-Turbine gibt zu diesen Befürchtungen keinen Anlass, was auch der unfallfreie Betrieb der Federal Express-Maschinen - sie fliegen meistens nachts - zeigt. Wenn eine Maschine dieser Preisklasse nicht auch gewerblich eingesetzt werden kann, dann ist sie nicht finanzierbar. Ausnahmen sind ganz wenige Exemplare, die als Fallschirmspringer-Absetzmaschinen eingesetzt werden.

Cessna Skymaster

Hauptartikel: Cessna Skymaster

Die Cessna 336 „Skymaster“ wurde nach dem Erstflug im Februar 1961 in den Jahren 1963 bis 1964 gebaut; insgesamt wurden 195 Exemplare hergestellt. Seit dem Jahr 1965 wurde die geringfügig größere Cessna 337 „Super Skymaster“ gebaut, die später als Cessna 337 „Skymaster“ bezeichnet wurde.

Cessna Citation

Eine Cessna Citation II

Hauptartikel: Cessna Citation

Hauptgeschäftsfeld der Cessna Aircraft Company sind heute die Business-Jets der Citation-Serie, die zweistrahligen Geschäftsreiseflugzeuge. Angefangen von der neuen kleinen Mustang für 4 Passagiere und Single-Pilot-Betrieb geht die Modellpalette über die CJ, XLS, Encore, Sovereign bis zur Citation X, die mit Mach 0,91 zu den schnellsten zivilen Flugzeugen überhaupt gehört und acht Passagieren in einem luxuriösen Ambiente Platz bietet. Zurzeit entwickelt Cessna die Columbus, das größte Flugzeug der Citation-Familie.

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