Königin Maria

Königin Maria
Königin Maria
Die Königin Maria auf einer DDR-Briefmarke von 1977

Die Königin Maria auf einer DDR-Briefmarke von 1977

p1
Schiffsdaten
Flagge SachsenSachsen Sachsen
Schiffstyp Raddampfer
Heimathafen Dresden
Stapellauf 1836
Verbleib 1846 abgewrackt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
36 m (Lüa)
Breite 3,9 m
über Radkästen: 7,85 m
Tiefgang max. 0,75 m
Maschine
Maschine Dampfmaschine
Propeller 2 Seitenräder
Transportkapazitäten
Zugelassene Passagierzahl 300

Der Seitenraddampfer Königin Maria, erbaut 1836, war eines der ersten in Deutschland erbauten Dampfschiffe auf der Oberelbe.

Inhaltsverzeichnis

Einführung (1815–1835)

Dresdner Kaufleute versuchten seit 1815 die Dampfschifffahrt auf der Oberelbe einzuführen. Der sächsische König und der Rat der Stadt Dresden lehnten die Gesuche jedoch ab. Der Besitzer der Zuckerfabrik, Heinrich Wilhelm Calberla, ließ sich in Krippen an der Oberelbe 1833/34 einen Dampfschlepper mit Heckrad bauen, der in Hamburg mit einer englischen 25 PS Dampfmaschine ausgerüstet wurde. Damit richtete er einen Frachtverkehr zwischen Hamburg und Dresden ein.

Königin Maria (1836/37)

Eine Gruppe Dresdner Kaufleute um B. Schwenke gründeten 1836 eine Elbdampfschifffahrts-Gesellschaft, die am 8. Juli das Privileg zum Betrieb einer Dampfschifffahrt in Sachsen erhielten. Sie hatten bereits vorher Johann Andreas Schubert, Professor für Mathematik und Mechanik an der Technischen Bildungsanstalt Dresden (später TU-Dresden) den Auftrag erteilt, zwei Dampfschiffe zu bauen. Er war der Konstrukteur und Bauleiter der Dampfschiffe Königin Maria und Prinz Albert. Anregungen hatte er sich durch einen vierteljährlichen Studienaufenthalt in Frankreich geholt. Dort hatte er die Dampfschifffahrt auf der Seine studiert.

Er war seit 1836 Direktor des neugegründeten „Dresdner Actien Maschinenbau-Vereins“. Die Schiffe wurden auf der Dresdner Vogelwiese am Johannstädter Elbufer 1836 gebaut, der Kessel und die Maschine wurden jeweils in Übigau (Dresden) eingebaut. Im Jahr 1837 erfolgte der Stapellauf der Königin Maria. Sie hatte eine Länge von 36 Metern, eine Breite von 3,9 Metern bis 7,85 Metern und einen Tiefgang von 0,75 Metern und hatte Platz für 300 Passagiere. Die Maschinen wurden von dem Berliner Franz Anton Egells geliefert, der 1825 seine Maschinenfabrik vor dem Oranienburger Tor in der Chausseestraße eingerichtete hatte. Bekannt wurde Egells vor allem, weil August Borsig 10 Jahre bei ihm arbeitete, bevor er seine eigene Fabrik gründete.

Nach den Erprobungen am 6. Juni 1837 führte die Jungfernfahrt nach Rathen im Elbsandsteingebirge, anschließend wurde sie ab dem 25. August 1839 fahrplanmäßig zwischen Dresden–Meißen und Dresden–Rathen eingesetzt. Da die Dampfmaschine dieser Pionierzeit noch nicht umsteuerbar war, mussten die Anlegemanöver im ersten Anlauf klappen. 1841 erhielt die Königin Maria einen neuen Kessel und eine neue Maschine. Sie wurde 1846 ausgemustert und abgewrackt. Auch die nachfolgenden Schiffe wurden selten älter als 10 Jahre.

Literatur

  • Peter Blath: Sachsens Weisse Flotte – Dampfschifffahrt auf der Elbe. Sutton, Erfurt 2006, ISBN 389702-949-9

Weblinks

Bilder:


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