Stena Spirit

Stena Spirit
Stena Spirit
Stena Spirit unter altem Namen im Kieler Hafen (2006)

Stena Spirit unter altem Namen im Kieler Hafen (2006)

p1
Schiffsdaten
Flagge SchwedenSchweden Schweden
andere Schiffsnamen
  • Stena Germanica
  • Stena Scandinavica
Schiffstyp RoPax-Schiff
Rufzeichen SLYH[1]
Heimathafen Göteborg
Eigner Stena Line Scandinavia
Reederei Stena Line Scandinavia
Bauwerft Leninwerft (Danzig, Polen)
Baunummer B494/2[2]
Verbleib in Dienst
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
175,37[2] m (Lüa)
Breite 30,80 m
Tiefgang max. 6,75 m
Vermessung 39.169 BRZ[1]
Maschine
Maschine dieselmechanisch
4x Zgoda-Sulzer 16ZV49/48[2]
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
29.420 kW (40.000 PS)
Geschwindigkeit max. 21,5 kn (40 km/h)
Propeller 2x Verstellpropeller
Transportkapazitäten
Zugelassene Passagierzahl 1700
Fahrzeugkapazität 569 PKW
Sonstiges
Klassifizierungen

Lloyd’s Register of Shipping

Registrier-
nummern

IMO: 7907661[1]

Die Stena Spirit ist ein RoPax-Schiff der schwedischen Reederei Stena Line, das im Fährverkehr auf der Ostsee eingesetzt wird.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bau, Indienststellung und Einsatz

Die Stena Spirit wurde 1983 als "Stena Germanica" bei der Lenin-Werft in Danzig (Polen) auf Kiel gelegt. Durch Verzögerungen beim Bau wurde sie erst Ende 1987 fertiggestellt, und befuhr seit dem 29. Februar 1988 als "Stena Scandinavica" gemeinsam mit ihrem Schwesterschiff "Stena Germanica" (heutiger Name: "Stena Vision") beinahe ununterbrochen täglich die 441 Kilometer lange Übernacht-Route zwischen Kiel und Göteborg.

Im Januar und Februar 1999 wurden im Rahmen eines Werftaufenthaltes 80 Passagierkabinen zugunsten eines größeren Fahrzeugdecks zurückgebaut. 2006 erfolgte eine weitere Renovierung.

Um die Kapazität der stark ausgelastete Route zwischen Kiel und Göteborg zu erweitern, beschloss die Reederei, die beiden inzwischen über 20 Jahre alten Schiffe durch größere und neuere zu ersetzen. Am 1. September 2010 wurde ihr Schwesterschiff "Stena Germanica" durch die "Stena Hollandica" abgelöst. Um die Kapazitätslücke zwischen der größeren "Hollandica" und der kleineren "Scandinavica" auszugleichen, wurde parallel zur "Scandinavica" die "Stena Freighter" eingesetzt. Am 20. April 2011 wurde die "Stena Scandinavica" nach mehrmonatiger Verzögerung schließlich von der "Stena Britannica" auf der Strecke Kiel-Göteborg ersetzt und wird seither in Göteborg erneut modernisiert. Da die Namen "Germanica" und "Scandinavica" traditionell Schiffen auf der Route Kiel-Göteborg vorbehalten sind, wurde sie in Stena Spirit umgetauft.

Seit Sommer 2011 befährt die Stena Spirit gemeinsam mit ihrem bereits dort eingesetzten Schwesterschiff die Route zwischen Gdynia (Polen) und Karlskrona (Schweden).

Zwischenfall

  • Am 9. April 1998 brach während der Fahrt in Richtung Kiel ein Feuer im Passagierbereich aus.

Ausstattung und Schiffstechnik

Die Stena Spirit ist 176 Meter lang, 43,5 Meter hoch, 30 Meter breit und hat einen Tiefgang von 6,7 Metern. Sie ist mit 39.169 Bruttoregistertonnen vermessen. Auf zwölf Decks (davon vier Autodecks) bietet die Fähre Platz für bis zu 1700 Passagiere sowie 600 Pkw oder 80 Lkw. Die Besatzungsstärke liegt bei 130 Personen.

Als Hauptmotoren dienen vier Schiffsdieselmotoren der Sulzer-Baureihe Z49/48, die in Polen von Zgoda in Lizenz gebaut wurden. Die 16-Zylinder-V-Motoren leisten zusammen 29.420 kW und wirken paarweise über Getriebe und Wellenanlagen auf zwei Verstellpropeller. Die Fahrt liegt bei 22 Knoten, die Stoppstrecke bei 600 Metern. Ferner sind fünf Achtzylinder-Hilfsdiesel zur Energieversorgung an Bord eingebaut. Das Schiff verfügt über zwei Bugstrahlruder mit einer Leistung von je 1.100 kW und zwei Stabilisatoren. Der Treibstoffverbrauch auf der Strecke Kiel–Göteborg wird mit 28 bis 40 Tonnen angegeben.

Weitere Schwesterfähren

Ursprünglich bestellte die Stena Line vier Schiffe: Die "Stena Germanica" (Baunummer 494/1), "Stena Scandinavica" (494/2), "Stena Polonica" (494/3) und die "Stena Baltica" (494/4). Aufgrund von Lieferverzögerungen durch die Werft beim Bau der ersten beiden Schiffe wurden die letzten beiden Aufträge während der Bauphase wieder storniert und ein weitestgehend fertiggestellter Rumpf wurde verkauft. Das als "Stena Polonica" vorgesehene Schiff wurde in Griechenland fertiggestellt und fährt heute als „El. Venizelos“ bei der griechischen Reederei ANEK Lines.
Das andere, als Stena Baltica vorgesehene, Schiff sollte ebenfalls in Griechenland fertiggestellt werden, kam aber nicht über den Rohbau hinaus. Dieses Schiff wurde in Regent Sky umgetauft und sollte zum Kreuzfahrtschiff umgebaut werden. Dazu wurde es 1994 in einer griechischen Werft verlängert. Die Fertigstellung ist aber bis heute nicht erfolgt. Im Juli 2011 wurde das Schiff nach Aliaga zur Verschrottung geschleppt. [3]

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c Equasis - France-Ministry for Transport: Administrative Daten der "Stena Spirit". Abgerufen am 19. Mai 2011.
  2. a b c Mikke Asklander: Technische Daten der "Stena Scandinavica" aus dem Jahr 1988. Abgerufen am 19. Mai 2011.
  3. http://www.seereisenportal.de/news/archiv/2011/august.html Seerreisenportal vom 22. August 2011

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