Fünf Höfe

Fünf Höfe
Salvatorpassage mit den "Hängenden Gärten" von Tita Giese in den Fünf Höfen
Eingang zu den Fünf Höfen von der Theatinerstraße
Stahlkugel "Sphere" von Olafur Eliasson im Viscardihof

Die Einkaufspassage Fünf Höfe in der Münchener Innenstadt (Salvator-, Theatiner-, Kardinalstraße u.a.) entstand von 1998 bis 2003 nach der Entkernung eines Gebäudekomplexes der HypoVereinsbank und ist ein preisgekröntes Beispiel für neuere Architektur in München.

Der Plan für die Neugestaltung des gesamten Blocks war 1994 der erste internationale Wettbewerbserfolg der Basler Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron. Im ersten Bauabschnitt, der 2001 abgeschlossen wurde, entstanden nach ihren Entwürfen der Perusa- und Portiahof, sowie die Pranner- und ein Teil der Salvatorpassage und die neue Hypo-Kunsthalle, die temporäre Ausstellungen zu wechselnden Themen, Künstlern und Epochen zeigt. Ivano Gianola entwarf den Maffeihof und gestaltete das südlich der Fünf Höfe gelegene Areal zum Schäfflerhof. In der Salvatorpassage wurden die "Hängenden Gärten" von Tita Giese installiert. In der Prannerpassage glitzern unzählige graue Glasmosaiken. Die Luftaufnahmen, die einen Flug über Landschaften und Städte darstellen, wurden vom renommierten Fotokünstler Thomas Ruff geschaffen.

Bei weitgehender Erhaltung der historischen Fassaden und Gebäudeteile bauten Herzog & de Meuron den riesigen, bisher geschlossenen Altstadtblock im Inneren radikal um, entkernten ihn und gestalteten ihn zu einem weltstädtisch-elegant bis unterkühlt wirkendem Ensemble aus Höfen und Passagen mit überraschenden Durch- und Einblicken, das von Geschäften und Lokalen vornehmlich der gehobenen Preisklasse bezogen wurde, wobei jeder Hof einen eigenen Charakter bewahrt.

Im zweiten Bauabschnitt gestaltete das Münchner Architekturbüro Hilmer & Sattler und Albrecht die Fassade zur Salvatorstraße. Dabei wurde auch der Viscardihof mit dem Kunstwerk Sphere von Olafur Eliasson gestaltet. Das Werk ist eine große, hängende Kugel aus Stahlgeflecht.

Bauherr war die durch die HVB Immobilien AG vertretene Fünf Höfe GmbH & Co KG, 2004 wurden die Fünf Höfe an die DIFA (heutiger Name: Union Investment Real Estate AG) verkauft, seither lautet der offizielle Name CityQuartier Fünf Höfe.

Insgesamt bieten die Fünf Höfe ihren Besuchern auf rund 14.000 m² rund 60 Ladengeschäfte und auf rund 2500 Quadratmetern acht Cafés und Restaurants. 7,2 Millionen Besucher zählten die Fünf Höfe im Jahr 2007. 24.000 kommen im Mittel an Werktagen, selbst sonntags sind es im Schnitt zwischen 10.000 und 12.000 Besucher, die einfach nur zum Bummeln kommen und das einladende Ambiente genießen, das gastronomische Angebot nutzen oder sich eine der wechselnden Ausstellungen in der Kunsthalle (ca. 3.200 m² Grundfläche) ansehen.

Daneben gibt es 24.300 m² Bürofläche sowie rund 3.200 m² Wohnungen, die von den Passagen aus kaum wahrgenommen werden.

Literatur

  • Nicolette Baumeister: Architektur neues München. Münchner Baukultur 1994 – 2004. Verlagshaus Braun, Berlin 2004, ISBN 3-935455-50-X, S. 12.
  • Christoph Hölz, Gabriele Schubert: Münchens neue Altstadt. Schäfflerhof - Fünf Höfe. Bayerische Hypo- und Vereinsbank, München 2003, ISBN 3-930184-30-3.

Weblinks

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