- Georg Friedrich Heilmann
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Georg Friedrich Heilmann der Jüngere (* 5. Mai 1785 in Biel, Schweiz; † 24. Juli 1862 ebenda) war ein Bieler Politiker, Offizier und Landschaftsmaler.
Inhaltsverzeichnis
Leben
An den Universitäten Halle und Heidelberg studierte Heilmann die Rechtswissenschaften und wurde bei den Corpslandsmannschaften Guestphalia Halle, Rhenania superior Heidelberg und Guestphalia I Heidelberg aktiv.[1] Von Jugend an fühlte er sich dem Militär hingezogen. Er war Oberleutnant und Hauptmann der französischen Nationalgarde vom 10. September 1806 bis zum 1. Mai 1816.[2]
Während der Befreiungskriege 1813 bis 1815 war er offizieller Gesandter seiner Heimatstadt im Hauptquartier der Verbündeten, in Zürich und auf dem Wiener Kongress.[3] Auf dem Wiener Kongress versuchte Heilmann, aus dem reformierten Teil des Bistums Basel einen selbständigen Kanton Biel mit der Stadt Biel als Hauptstadt zu schaffen. Dies misslang trotz Biels Status als zugewandter Ort. Statt dessen wird die Stadt dem bernischen Amtsbezirk Nidau zugeschlagen.
Danach war er Amtsstatthalter, Grossrat und zuletzt Oberst im kantonalen Militärdienst. Von 1831 bis 1844 war er in Neapel Hauptmann im 4. Schweizer Regiment.[4] Dort hat ihn das Offizierskorps zum Direktor des Museums von Nola (bei Neapel) ernannt. Am 27. September 1845 schied er aus dem aktiven Militärdienst aus.
Ehrungen
In Biel sind der Georg-Friedrich-Heilmann-Platz und die Georg-Friedrich-Heilmann-Strasse nach ihm benannt.
Literatur
- Sammlung Bernischer Biographien, Hrsg.: Historischer Verein des Kantons Bern, J. Dalp'sche Buchhandlung (K. Schmid), 4 Bände, Bern 1899-1902, Band 4, Seite 23–25
- Fritz Ammon: Georg Friedrich Heilmann, 1785–1862, Gesandter der Stadt Biel am Wiener Kongress 1814/15, Freilichtspiel zur Bundesfeier 1978
- Albert Maag: Georg Friedrich Heilmann als Gesandter der Stadt Biel am Wiener Congress, 1814–1815, Verlag W. Ruch-Beck, 1989
Einzelnachweise
- ↑ Kösener Corpslisten 1960, 116, 431
- ↑ Albert Maag: Geschichte der Schweizertruppen in neopolitanischen Diensten, 1825–1861, Kommissions-Verlag von Schulthess, 1909, Seite 641 (Auszug)
- ↑ Georg Friedrich Heilmann. In: Ulrich Thieme, Felix Becker u. a.: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 16, E. A. Seemann, Leipzig 1923, S. 274
- ↑ Berner Taschenbuch auf das Jahr 1867, Seite 405, Hallersche Verlagsbuchhandlung, Bern 1867 (Digitalisat)
Weblinks
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