- James DeMeo
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James DeMeo (* 14. Januar 1949 in den USA [1]) ist ein US-amerikanischer Geograph, der auf der Grundlage der orgonomischen Arbeiten Wilhelm Reichs, speziell denen zur Wetterbeeinflussung, eigene empirische Forschungen betreibt. Als deren bedeutendstes Ergebnis ist die umfassende kulturanthropologische Studie zu nennen, der er den Titel „Saharasia“ (Kunstwort aus Sahara, Arabien und Asia) gab. DeMeo führt außerdem seit Jahrzehnten weltweit Operationen mit dem von Reich entwickelten Gerät zur Wetterbeeinflussung durch.
Inhaltsverzeichnis
»Saharasia«
Unter dem Titel »Saharasia« hat DeMeo die Ergebnisse seiner umfangreichen Studien publiziert, die seine Hauptthese begründen sollen, "dass mit dem Übergang von relativ feuchten zu extrem trockenen, wüstenbildenden Klimabedingungen in Nordafrika, dem nahen Osten und in Zentralasien um 4000 v. Chr. auch der Wechsel von matristischen („ungepanzerten”) zu patristischen („gepanzerten”) [2] Gesellschaftsformen einhergegangen sei. Von diesem – von DeMeo „Saharasia“ genannten – Wüstengürtel habe die Ausbreitung des Patrismus mit seinen repressiven, „Panzerung” erzwingenden Sitten und Bräuchen unter dem Druck von Verwüstung, Hungersnöten und erzwungenen Wanderungsbewegungen seinen Lauf genommen.“ [3]
Verhaltensstörungen wie Vernachlässigung, Missbrauch und Gehorsamstraining von Kindern, sexuelle Unterdrückung von Jugendlichen, Unterwerfung von Frauen, verbunden mit hierarchischen Strukturen, monotheistischer Religion, sozialer Gewalt und Krieg werden aufeinander bezogen und anhand von Karten dargestellt.
Daraus geht hervor, dass Kulturen des Wüstengürtels (Sahara, Naher/Mittlerer Osten, Zentralasien – genannt „Saharasia“) am stärksten die Elemente von patriarchaler Ordnung, Autorität, Sex-Verneinung, Frauenunterwerfung und Kindesmissbrauch zeigen. Sie sind patristische, stark „gepanzerte", dominatorische (Riane Eisler) Kulturtypen.
Zweitens zeigt sich, dass Regionen, die weit weg von „Saharasia“ sind, wie Ozeanien und die Neue Welt, meistens matristische, friedfertige und partnerschaftliche Kulturtypen haben.
Dazwischen liegen Regionen, in denen sich beide Kulturtypen überschneiden.
Alle erreichbaren Daten würden darauf hinweisen, dass die Ausgangsregion für den patristischen, kriegerischen Kulturtyp in „Saharasia“ liegt, als nach 4000 vor Chr. sich diese Zone von halbbewaldeter Savanne in Wüste verwandelte.
Einzelnachweise
- ↑ http://www.sbgi.edu/cv_pdfs/demeo.pdf
- ↑ „Panzerung” im Sinne von Wilhelm Reichs Konzept der Charakterpanzerung
- ↑ Zusammenfassung zu DeMeos Kapitel Entstehung und Ausbreitung des Patriarchats. In: Nach Reich..., S. 377
Schriften
- Preliminary Analysis of Changes in Kansas Weather Coincidental to Experimental Operations with a Reich Cloudbuster. KU Geography-Meteorology Dept, Thesis, 1979
- On the Origins and Diffusion of Patrism: The Saharasian Connection. KU Geography-Meteorology Dept, Dissertation, 1986
- Saharasia: The 4000 BCE Origins of Child Abuse, Sex-Repression, Warfare and Social Violence in the Deserts of the Old World. The Revolutionary Discovery of a Geographic Basis to Human Behavior, Greensprings OR, 1986 http://www.saharasia.org
- Der Orgonakkumulator. Ein Handbuch, Zweitausendeins, Frankfurt 1994 (7. Aufl. 2001) ISBN 3-86150-067-1
- Entstehung und Ausbreitung des Patriarchats – die »Saharasia«-These, in: Nach Reich: Neue Forschungen zur Orgonomie, hg. v. James DeMeo und Bernd Senf, Zweitausendeins, Frankfurt 1997, S. 377–410 ISBN 3-86150-239-9
Weblinks
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