- Johann Ulrich Zasius
-
Johann Ulrich Zasius (* 1521 in Freiburg im Breisgau; † 27. April 1570) war kaiserlicher Rat im Auftrag König Ferdinands I. und Kaiser Maximilians II.
Johann Ulrich war Sohn des Juristen Ulrich Zasius. Ab 1544 in königlichem Dienst war er häufig mit den Verhandlungen mit den Reichsfürsten befasst; so mit den bayrischen Herzögen, aber auch mit Herzog Christoph von Württemberg und dem Landgrafen Philipp von Hessen. Zasius war oft auf Reichstagen anwesend und fungierte dort als Sprecher Österreichs im Fürstenrat. Er war eng in die Verhandlungen über den Augsburger Religionsfrieden eingebunden. 1556 bekleidete er das Amt des Reichstagskommissars. Im selben Jahr war er maßgeblich an der Vorbereitung des Landsberger Bundes beteiligt. In der Politik am kaiserlichen Hof zählte er zu den Unterstützern des Reichsvizekanzlers Georg Sigmund Seld. Er selbst war von 1566 bis zu seinem Tod Reichsvizekanzler.Literatur
- Walter Goetz: Zasius von Rabenstein, Johann Ulrich. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 44, Duncker & Humblot, Leipzig 1898, S. 706–708.
- Alfred Kohler: Ferdinand I. 1503-1564 Fürst, König und Kaiser C.H. Beck München 2003 ISBN 3-406-50278-4
Wikimedia Foundation.