- Karl Marx (Maler)
-
Karl Marx (* 21. Januar 1929 in Köln; † 27. Dezember 2008 ebenda[1]) war ein deutscher Maler und bis 1986 Kunstprofessor an der Fachhochschule Köln.
Inhaltsverzeichnis
Leben
Karl Marx musste schon als Gymnasiast für seinen Vater, einem Dekorateur, der nebenher malte und von seiner politischen Einstellung her ein Linker war, dekorative Malerei und angewandte Grafik produzieren, was ihm die Liebe zur Kunst fast austrieb. [2] Unter seinem Namen hatte er in der Zeit des Nationalsozialismus öfters schwer zu leiden. Sein Vater war es aber auch, der ihn in seinen Kunstplänen bestärkte. Er studierte von 1946 an 10 Semester freie Malerei an den Kölner Werkschulen, unter anderem bei Friedrich Vordemberge, wurde zum Meisterschüler ernannt und war anschließend zunächst freiberuflich im Rheinland tätig.
1959 wurde er als Dozent an die Kölner Werkschulen berufen und später zum Professor für Malerei ernannt. 1971 wurden die Werkschulen Teil der Fachhochschule Köln, und Marx wurde von 1975 an ununterbrochen Dekan des Fachbereichs Kunst und Design. Er beendete seinen Hochschuldienst 1986, als der Studiengang "Freie Kunst" mit Gründung der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) eingestellt wurde.
Wirken
Marx entfernte sich im Laufe der Zeit etwas von seinen expressionistischen Wurzeln und entwickelte eine eigene "neo-fauvistische" Stilrichtung und wurde so Mit-Wegbereiter der "Neuen Wilden" in Köln. Zentrales Motiv in seinen aufwühlenden Gemälden ist die Darstellung menschlicher Körpern zwischen Lust und Leid und zwar in taubuloser Direktheit und detailliert dargestellter Brutalität.
Von 2005 bis 2008 arbeitete Marx an einen gewaltigen, aus zahlreichen Gemälden, Zeichnungen und Collagen bestehenden Zyklus über Théodore Géricaults Meisterwerk "Das Floß der Medusa" von 1818/19. Eine Auswahl hat das Rheinische Landesmuseum Bonn von Januar bis April 2009 ausgestellt, nachdem zuvor eine große Retrospektive "Karl Marx ,frühe Bilder aus den Jahren 1951 bis 1981" in Bonn gezeigt worden war.
Eine Auswahl weiterer Ausstellungen: 1982 Kunstmuseum Joanneum Graz, 1985 Wilhelm Hack-Museum Ludwigshafen, 1986 Josef Haubrich Kunsthalle Köln, 1988 Staatliche Kunsthalle Berlin und Staatliche Kunsthalle Rostock und DuMont Kunsthalle Köln sowie 1994 Kunsthalle Düsseldorf... etc.
Marx arbeitete eher zurückgezogen,ohne öffentliches Aufsehen, sah mehr Sinn darin, seine Studenten zu fördern und zu begleiten - im Sinne einer Beratung durch einen älteren Kollegen - als sich selbst in den Vordergrund zu stellen. (Zitat)...meiner Meinung nach ist eine Lehre darüber, wie Kunst zu sein hat, überhaupt nicht möglich, da es das Berufsbild eines Künstlers nicht gibt, kann es sich nie um "Ausbildung" handeln, sondern höchstens um die "Bildung hin zu einer Persönlichkeit", die befähigt ist, sensibel auf Umwelteinflüsse zu reagieren ...(aus einem Interview mit Dr. J. G. Lischka vom 13. Mai 1979)
Weblinks
- Literatur von und über Karl Marx im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- http://www.kunsthaus19-21.de/index.php?article_id=67&clang=0
Einzelnachweise
- ↑ Der Kölner Maler Karl Marx ist gestorben, Welt online, 3. Januar 2009 3.Virtuelles Museum http://www.nrw-museum.de/marx-karl.html
- ↑ David BöckingThomas Mann fährt Gabelstapler Beitrag über Namensvettern in Süddeutsche Zeitung vom 3. September 2006 (Zugriff Januar 2009)
Kategorien:- Maler der Neuen Wilden
- Maler des Expressionismus
- Hochschullehrer (FH Köln)
- Deutscher Maler
- Geboren 1929
- Gestorben 2008
- Mann
Wikimedia Foundation.