Kupfermühle

Kupfermühle
Kupfermühle / Kobbermølle

Kupfermühle (dänisch: Kobbermølle [ˈkɔu̯ʔəʀmølə]) ist eine Siedlung an der deutsch-dänischen Grenze bei Kruså (Krusau), die um einen gleichnamigen Industriebetrieb (Crusauer Kupfermühle) herum gewachsen ist.

Ursprünglich gehörte sie zur Kirchspielsgemeinde Bov (dt. Bau) in der Wiesharde im Amt Flensburg. Nach den preußischen Kommunalreformen ab 1867 wurde es eine selbständige Landgemeinde, die von den Nachbargemeinden Kollund, Krusau und Niehuus umgeben war; zu letzterer gehörte auch der südliche Nachbarort Wassersleben. 1920 wurde es Grenzort und kam zum Amtsbezirk Harrislee, die evangelischen Einwohner mussten sich fortan zur 1907 eröffneten Flensburger Petrikirche halten. Seit 1938 gehört die Ortschaft zur Gemeinde Harrislee im Kreis Schleswig-Flensburg.

Der Name ist entstanden aus dem Hammerwerk, das der dänische König Christian IV. im 17. Jahrhundert an der Krusau anlegen ließ und dessen Mühlrad durch das Wasser der Au getrieben wurde. Wie der Ortsname offenbart, wurde hier Kupfer verarbeitet, später hauptsächlich zu Messing-Produkten. 1962 kam nach über 300 Jahren das Aus für die traditionsreiche Fabrik. Heute bieten die allgegenwärtigen Spuren der Kupfer- und Messingfabrik, die zugehörigen denkmalgeschützten, alten Arbeiterhäuser (dänisch: nyboder) sowie das Kupfermühle-Museum mit Exponaten aus 400 Jahren Fabriks- und Siedlungsgeschichte ein beeindruckendes museales Ensemble.

Im Ort existiert das Industriemuseum Kupfermühle.

Weblinks

Literatur

  • Jens-Peter Hansen: Kobbermøllen vid Krusaa. Arbejderboligerne ved et dansk industrianlæg gennem 400 år. Foreningen til Gamle Bygningers Bevaring, Kopenhagen 1994, ISBN 87-87546-13-2.
  • Kurt Andresen: Ortsentwicklung und Alltagsleben im Dorf Kupfermühle. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Gemeinde Harrislee, Harrislee 1997 (Chronik Harrislee 1).
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