Lohn SH

Lohn SH
SH ist das Kürzel für den Kanton Schaffhausen in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Lohnf zu vermeiden.
Lohn
Wappen von Lohn
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Schaffhausen
Bezirk: Reiatw
Gemeindenummer: 2917i1f3f4
Postleitzahl: 8235
Koordinaten: (692092 / 289545)47.7499948.666667636Koordinaten: 47° 45′ 0″ N, 8° 40′ 0″ O; CH1903: (692092 / 289545)
Höhe: 636 m ü. M.
Fläche: 4.87 km²
Einwohner: 674 (31. Dezember 2009)[1]
Website: www.lohn.ch
Karte
Karte von Lohn
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Lohn ist eine politische Gemeinde des Kantons Schaffhausen in der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Lohn liegt auf dem Hochplateau des Reiats, der Sonnenterrasse des Kantons Schaffhausen. Die Gesamtfläche der Gemeinde beträgt 486.6 ha, davon sind 167.9 ha Wald und 30.4 ha Baugebiet. Das Dorfzentrum (Kirche) liegt auf 640 m ü.M., der tiefste Punkt befindet sich im "Langloch-Feldbrunn" mit 480 m ü.M., der höchste in der "Dicki" auf 674 m ü.M.

Bevölkerung

Die Gemeinde Lohn zählt total 645 Einwohner (Stand März 2005), davon stimmberechtigt sind 454. Die Einwohnerschaft umfasst 160 Lohnemer Bürger, 450 Niedergelassene und 35 Ausländer.

Konfessionell teilt sich die Einwohnerschaft wie folgt auf: 439 evangelisch reformiert, 102 katholisch, 7 andere und 97 konfessionslose.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1850 340
1880 439
1900 352
1910 394
1930 384
1950 403
1970 418
1990 526
2006 649
2010 678

Politik

Gemeindepräsidentin ist Vreni Wipf-Scherrer (Stand Juli 2011).

Verkehr

Die Gemeinde Lohn liegt 8 km vom Zentrum der Kantonshauptstadt Schaffhausen und 3 km vom ehemaligen Bezirkshauptort Thayngen entfernt. Die nächste Auffahrt auf die A4 Richtung Zürich, Flughafen oder Stuttgart ist 5.4 km entfernt.

Zudem besteht ein dichtes Fahrplanangebot von "Schaffhausen Bus (Linie 24)."[2] Die Busse verkehren stündlich und in den Stosszeiten im Halbstundentakt.

Schule

In Lohn gibt es zwei gemischte Klassen mit Viert- Fünft- und Sechstklässlern, sowie einen Kindergarten. Die erste bis dritte Klasse ist in Büttenhardt, die Sekundarschule in Herblingen (Schaffhausen).

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung der Gemeinde Lohn erfolgte am 10. Mai 1238. Ritter Heinrich von Liebenberg, ein kyburgischer Ministeriale oder Dienstmann, setzte damals mit Einwilligung seines Herrn, Graf Hartmann des Älteren von Kyburg, seine Gemahlin Bertha zur Erbin aller seiner Güter ein, und zwar auf dem Wege der sogenannten Substitution. Unter den übertragenen Gütern findet sich auch ein Eigengut in Lohn. Das Original dieser Ersterwähnungsurkunde liegt im Staatsarchiv des Kantons Zürich. 1259 schenkte der Graf von Kyburg die Gemarkung Lohn dem Kloster Paradies. Am 14. April 1529 wurde die Vogtei Lohn für 145 Gulden an die Stadt Schaffhausen verkauft. Im Dorf steht auch die Mutterkirche der ganzen umliegenden Dörfer des Reiat. Schon 1743 ist bekannt, das um die Gegend von Lohn, weisser Ton in guter Qualität bis nach Strassburg verkauft wurde. Die ersten Ziegelhütte bestand aber wohl schon im 14. Jahrhundert. Heute stehen zwei Ziegeleien immer noch im Dorf.

Wappen

Blasonierung

In rot aufrechte, weisse Pflugschar.

Die älteste Darstellung eines Wappens der Gemeinde Lohn findet sich 1569. Es stellt eine aufrechte Pflugschare in gelb dar. Ende des 16. Jahrhunderts findet sich ein Darstellung mit einem von rot und gold gespaltenen Schild, belegt von einem sechszackigen Stern in verwechselter Farbe. Eine weitere Darstellung aus dieser Zeit stellt eine aufrechte, blau Traube auf weissem Grund dar. Zur Zeit der Helvetik stellte das Siegel typische Symbole aus dieser Zeit, den Freiheitshut über einem Senkblei, dar. In der folgenden Mediation wandte man sich von diesem Siegel ab und schuf ein neues, eine aufrechte Pflugschare darstellendes Siegel. Um eine Differenzierung mit anderen, ähnlichen Wappen zu verhindern, wurde 1949 bei der Bereinigung vorgeschlagen, die Pflugschare in Verbindung mit einem Ziegelmodel, als Symbol für das seit Jahrhunderten blühenden Gewerbes, zu bringen. Dies wurde aber schliesslich abgelehnt. [3]

Sehenswürdigkeiten

Kirche von Lohn: Dieses baugeschichtlich recht bedeutsame Wahrzeichen des Reiats, das seinerzeit dem heiligen Martin geweiht worden ist, wird zwar erst verhältnismässig spät, am 1. Februar 1259, erstmals urkundlich erwähnt, doch lassen sowohl dessen Lage als insbesondere auch der fränkische Schutzheilige – die andere Martinskirche im Kanton, Merishausen, ist beispielsweise bereits im Jahre 846 bezeugt – mit grösster Wahrscheinlichkeit auf eine ebenfalls wesentlich frühere Entstehung, vielleicht schon im 9. oder 10. Jahrhundert, schliessen.

Persönlichkeiten

Blick Richtung Osten
Blick Richtung Osten
Blick Richtung Thayngen
Blick Richtung Thayngen
Zwischen Lohn und Stetten
Zwischen Lohn und Stetten
Striitholz-Dickihalde
Striitholz-Dickihalde

Literatur

  • Dr. Hans Ulrich Wipf: Lohn, Geschichte einer Schaffhauser Landgemeinde.
  • Schaffhauser Magazin 1/1980 "Reiat", Verlag Steiner + Grüninger AG
  • Andreas Schiendorfer: 1000 Jahre Thayngen. ISBN 3-905116-03-0

Weblinks

 Portal:Kanton Schaffhausen – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Kanton Schaffhausen

 Commons: Lohn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Schweiz – Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Kantonen, Bezirken und Gemeinden
  2. vbsh.ch: schaffhausenbus_2011.pdf (application/pdf-Objekt), Zugriff am 18. Januar 2011
  3. Bruckner-Herbstreit, Berty: Die Hoheitszeichen des Standes Schaffhausen und seiner Gemeinden, Reinach-Basel 1951, S.222-224

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