- Anton Winckler
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Anton Winckler auch Anton Winkler (* 1637 in Lübeck; † 15. Februar 1707 ebenda) war Jurist und Bürgermeister der Hansestadt Lübeck.
Leben
Anton Winckler wurde geboren als Sohn des Lübecker Syndikus Benedikt Winkler. Er besuchte 1655-59 die Universitäten von Leipzig und Heidelberg und machte seine Grand Tour nach Frankreich und Italien. Nach Tätigkeiten in Wien sowie beim Reichskammergericht in Speyer promovierte er im Jahr 1669 an der Universität Kiel zum Doktor der Rechte. 1670 war er Begleiter von Cay Rantzau auf einer Frankreich-Reise. Winckler wurde 1670 in Lübeck zum Ratsherrn erwählt. 1677 reiste er als Gesandter der Stadt an den Hof des Heiligen Römischen Reiches, um vom Kaiser einen Schutzbrief zu erlangen, weil die Dänen Lübecker Schiffe arrestiert hatten. 1680 war er als Vertreter der Stadt beim Reichskammergericht in der Auseinandersetzung um die Pfandschaft an der Stadt Mölln, die er drei Jahre später an den Herzog Julius Franz von Sachsen-Lauenburg gemeinsam mit dem Bürgermeister Hieronymus von Dorne zurückgeben musste. Im Rat wurde er 1694 zum Bürgermeister gewählt.
Im Jahr 1705 war er zur Zeit der Renovierung des ursprünglich von dem Bildschnitzer Benedikt Dreyer geschaffenen Orgelprospekts der Lübecker Marienkirche deren Kirchenvorsteher. Im nördlichen Chorumgang von St. Marien befindet sich auch sein Epitaph mit Marmorbüste aus der Werkstatt des flämischen Bildhauers Thomas Quellinus aus dem Jahr 1707.[1]
Literatur
- Emil Ferdinand Fehling: Lübeckische Ratslinie. Lübeck 1925, Nr. 802
- Schaumann, Gustav; Bruns, Friedrich (Bearbeiter): Die Bau- und Kunstdenkmäler der Freien und Hansestadt Lübeck, hrsg. von der Baudeputation. Band 2, Teil 2: Die Marienkirche. Nöhring, Lübeck 1906, S. 377 ff.(Epitaph)
Belege
- ↑ Lateinischer Inschrifttext mit Erläuterung und Übersetzung bei: Adolf Clasen: Verkannte Schätze - Lübecks lateinische Inschriften im Original und auf Deutsch. Lübeck 2002, S. 32 ff. ISBN 3-7950-0475-6
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