- Ludwig Kunstmann
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Ludwig Kunstmann (* 9. Dezember 1877 in Regensburg; † 27. März 1961 in Hamburg) war ein deutscher Bildhauer.
Inhaltsverzeichnis
Leben
Kunstmann machte von 1890 bis 1894 eine Lehre zum Holz- und Steinbildhauer in Regensburg und studierte an der Kunstakademie Stuttgart. Nach ausführlichen Studienreisen durch Deutschland und Nordeuropa siedelte er sich 1910 in Hamburg an. Dort wurde er in den 1920er Jahren wurde er zu einem der erfolgreichsten Künstler, was eine Vielzahl von Bauplastiken zeigt. Kunstmann zählte zum Künstlerkreis der Hamburgischen Sezession.
Werk
- um 1915 (?): sechs Medaillons mit vergoldeten Schiffsmotiven an den Balkongeländern im 2. Obergeschoss des Gewerbehauses in Hamburg (Architekt: Fritz Schumacher)
- um 1922: Pferdeskulptur am Thaliahof, Gerhart-Hauptmann-Platz (früherer Pferdemarkt) in Hamburg (Architekten: Hans und Oskar Gerson)
- um 1924: Skulpturen am Ballin-Haus in Hamburg (Architekten: Hans und Oskar Gerson) (Skulpturen zerstört, 1996/1997 durch Plastiken von Lothar Fischer ersetzt)
- um 1925: Reliefs (Sorge für die Jugend und Sorge für das Alter) am Eingang des AOK-Gebäudes in Hamburg-Borgfelde (Architekten: Hermann Distel und August Grubitz)
- um 1926: keramischer Bauschmuck am Wohnblock Breitenfelder Straße 80 / Haynstraße 29-33 / Husumer Straße 37 / Sudeckstraße 2-6 (Architekten: Hans und Oskar Gerson)
- um 1928: hölzernes Kolossalkruzifix in der Heilandskirche in Hamburg-Uhlenhorst (Architekt: Emil Heynen)
- um 1929: hölzerne Statue des auferstandenen Christus in der Apsis der Bugenhagenkirche in Hamburg-Barmbek (Architekt: Emil Heynen)
- um 1930: Reliefplastik (Schäfer und Schafe) am Nordwolle-Haus in Bremen (Architekten: Hermann Gildemeister und Eberhard Gildemeister)
- um 1931: lebensgroße Skulptur eines Elefanten mit jungem Reiter am Verwaltungsgebäude des Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verbandes, Pilatuspool in Hamburg (Architekten: Ferdinand Sckopp und Wilhelm Vortmann)
- 1935: Skulptur „Eisbär II“ im Hamburger Stadtpark
- 1941: Skulpturen an der großen und der kleinen Trauerhalle des Friedhofs am Freigrafendamm in Bochum (Architekten: Stadtbaurat Heinrich Timmermann, Wilhelm Seidensticker)[1]
- 1944: Eichenbalken mit den Stadtteilnamen am Mahnmal für die Opfer des Bombenkrieges auf dem Hauptfriedhof Ohlsdorf in Hamburg (im Oktober 1944 gefertigt, aufgestellt 1949)
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- Die Eichenholzbalken auf den vier Massengrabhügeln nennen die Hamburger Stadtteile, aus denen die 36.918 Leichen der Bombennächte vom 25. Juli bis 3. August 1943 hierher überführt wurden
Literatur
- Kunstmann, Ludwig. In: Hans Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Bd. 3. E. A. Seemann, Leipzig 1956, S. 139.
- Franklin Kopitzsch, Dirk Brietzke (Hrsg.): Hamburgische Biografie. Personenlexikon. Band 3, Wallstein, Göttingen 2006, ISBN 3-83530081-4, S. 214f.
Weblinks
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Commons: Ludwig Kunstmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien - AOK Borgfelde
- Hans H. Hanke: In schlechter Würde? Der Freigrafendamm und seine NS-Bauten. – auf www.bochum.de, zuletzt abgerufen am 13. April 2011
Einzelnachweise
- ↑ Friedhof Freigrafendamm (1935-1942), artibeau - Kunst in Bochum
Kategorien:- Deutscher Bildhauer
- Person (Hamburg)
- Geboren 1877
- Gestorben 1961
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