Moses Kimchi

Moses Kimchi

Moses Kimchi (* in Narbonne; † 1190 ebenda), auch unter dem Akronym Remak bekannt, war ein jüdischer Grammatiker und Exeget des 12. Jahrhunderts.

Er war der Sohn von Rabbiner Joseph Kimchi und der Bruder von David Kimchi. Sowohl in seinen grammatischen als auch in seinen exegetischen Arbeiten stand Moses Kimchi unter dem Einfluss seines Vaters und von Abraham ibn Esra. In seinen Arbeiten zur hebräischen Grammatik befasste er sich hauptsächlich mit der Morphologie des Verbs. In seinem Buch Mahalach schwile ha-da'at („Zugang zu den Pfaden der Erkenntnis“), das 1508 in Pesaro gedruckt wurde, führte Moses den paradigmatischen Gebrauch der Wurzel pkd (פקד) ein. Seine Einteilung der sieben Konjugationsformen kal, nif'al, pi'el, pu'al, hif'il, hofal und hitpa'el ist von späteren Grammatikern übernommen worden. Seine Grammatik wurde von Elijah Levita mit Anmerkungen versehen und erschien in der lateinischen Übersetzung von Sebastian Münster unter dem Titel Liber viarum linguae sacrae 1520 in Paris. In der Übersetzung von Sebastian Münster wurde dieses Werk für die christlichen Hebraisten des 16. Jahrhunderts zu einer der meistverwendeten hebräischen Grammatiken und wurde mehrmals neu aufgelegt.

Als Exeget kommentierte Moses Kimchi hauptsächlich diejenigen Bücher der Bibel, die im allgemeinen vernachlässigt worden waren, und schrieb Erläuterungen zum Buch der Sprichwörter, Buch Esra, Nehemia und zum Buch Ijob.

Literatur

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  • KIMCHI Moses — vide Kimchi …   Hofmann J. Lexicon universale

  • Kimchi —   [ kɪmçi], jüdische Grammatikerfamilie; bekannte Vertreter:    1) David, genannt Redak (Rabbi David Kimchi), * Narbonne 1160, ✝ ebenda 1235, Sohn von 2). Sein Hauptwerk »Miklol« (Vollkommenheit, Enzyklopädie, 1545), im ersten Teil Grammatik, im… …   Universal-Lexikon

  • Kimchi — (spr. Kimtschi), hebräische Gelehrtenfamilie aus Narbonne im 12. u. 13. Jahrh.; 1) Moses K., Sohn Josephe K.; er schr. Hebräische Grammatik, Venedig 1624. 2) Rabbi David K. Bruder des Vor., welcher die Streitigkeiten übel die Schriften Maimonides …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Kimchi — Kimchi, 1) Joseph, der erste jüd. Gelehrte, der in christlichen Ländern (Provence) eine hebräische Grammatik verfaßte (um 1150–70), eine Polemik gegen das Christentum schrieb, Bachjas Buch (»Chobot halebaboth«, »Herzenspflichten«) ins Hebräische… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Kimchi — (Kimtschi), jüd. Gelehrtenfamilie aus Narbonne; Moses K. verfaßte eine hebräische Grammatik, sein berühmter Bruder David, gest. um 1240, schrieb Commentare zu fast allen Büchern des alten Testaments, eine hebräische Grammatik und ein hebräisches… …   Herders Conversations-Lexikon

  • Kimchi —    French family of Hebrew grammarians. Joseph ben Isaac Kimchi (c. 1105–70) fled from the Moslem Almohad invasion of Spain and settled in Narbonne in Provence, already the centre of a thriving and cultured Jewish community. Spanish exiles like… …   Who’s Who in Jewish History after the period of the Old Testament

  • David Kimchi — David ben Josef Kimchi (auch David Qimchi), auch unter dem Akronym Radak bekannt (* 1160 in Narbonne; † 1235 ebenda), war ein jüdischer Grammatiker und Exeget. Er war der Sohn von Rabbiner Joseph Kimchi, studierte bei seinem Bruder Moses Kimchi… …   Deutsch Wikipedia

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