- Niko von Glasow
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Niko von Glasow (* 1960 in Köln als Niko Brücher) ist ein deutscher Filmproduzent und Regisseur von Spiel- und Dokumentarfilmen und der Inhaber der Produktionsfirma Palladio Film.
Inhaltsverzeichnis
Leben
Niko von Glasow ist der Sohn von Ernst Brücher und Majella Neven DuMont, den Gründern des Kölner Verlagshauses DuMont.[1]
Von Glasows Filmausbildung begann bei Rainer Werner Fassbinder als Produktionsassistent. Er wirkte bei Fassbinders Produktionen Lola und Theater der Welt mit. Er arbeitete für zahlreiche Regisseure, u. a. für Georg Stefan Troller, Hellmuth Costard, Alexander Kluge, Peter Zadek and Jean-Jacques Annaud. Von Glasow war tätig für Filmverleiher, Filmstudios und das Filmfest Hamburg.
Von Glasow studierte Schauspielführung bei John Costopoulos und Regie bei Jack Garfein an der New York University. An der Filmhochschule in Łódź drehte er 1991 seinen ersten Kurzfilm Hochzeitsgäste. Dieser erhielt mehrere Preise: den Grand Prix Lino Ventura, den Preis der deutschen Filmkritik, den Dresdner Filmpreis und den Jugendfilmpreis der Stadt Oberhausen. Für den von ihm produzierten Film Maries Lied (1994) mit Sylvie Testud, Bastian Trost, Veronica Quilligan und Jean-François Perrier schrieb er das Drehbuch und führte Regie. Von 2001–2004 dauerte die Inszenierung und Produktion seines Films Edelweißpiraten mit Iwan Stebunow, Bela B., Jan Decleir, Jochen Nickel und Anna Thalbach. Alle Filme wurden mit verschiedenen Preisen geehrt.
Am 7. November 2007 strahlte der WDR in der Reihe Menschen hautnah seinen autobiographischen Dokumentarfilm Schau mich an[2] aus, in dem von Glasow sein Leben als Contergangeschädigter aufarbeitet.[3]
Contergan ist auch Thema seines Dokumentarfilmes (und Buches) NoBody's Perfect: „Auf der Suche nach zwölf durch Contergan geschädigte Menschen, die bereit sind, sich nackt fotografieren zu lassen, entdeckt er faszinierende Persönlichkeiten, die in so anspruchsvollen Berufsfeldern wie Politik, Medien, Sport, Astrophysik oder Schauspiel arbeiten und gelernt haben, mit ihrer Behinderung eine beeindruckende ‚Normalität‘ zu leben.“[4] Ausgangspunkt des Projektes war ein Kalender mit Aktaufnahmen Contergangeschädigter. Für diesen Film erhielt Niko von Glasow 2009 den Deutschen Filmpreis als bester Dokumentarfilm.
Von Glasow lebt in London und Köln. Er ist Mitglied der BAFTA und der Europäischen Filmakademie. Als Dozent für Drehbuch ist er u. a. an der UCLA in Los Angeles, in Bangkok, Tibet, und am Wederzijds-Theater in Amsterdam tätig.
Filmografie (Auszug)
- 2008: NoBody's Perfect
- 2008: Look At Me
- 2004: Edelweiss Pirates
- 2004: Elke Heidenreich
- 1997: Wintersleeper
- 1994: Marie's Song
- 1991: Wedding Guests
Weblinks
- Biografie
- Offizielle Website Palladio Film
- Offizielle Website NoBody's Perfect
- „Es hätte eine Freakshow werden können“ Interview mit Johannes Gernert zu NoBody's Perfect bei stern.de, 11. September 2008, letzter Zugriff am 11. August 2010
- Niko von Glasow talkt in der Villa. Ein Hörbericht, Villa Talk vom 6. Februar 2009, letzter Zugriff am 11. August 2010
Einzelnachweise
- ↑ Interview:„Mein Vater ist jüdischer Abstammung und überlebte die Konzentrationslager.“
- ↑ „Schau mich an“
- ↑ WDR: Schau mich an, Artikel über den Dokumentarfilm
- ↑ Aus der Info zum Film
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