Reinhold Wosab

Reinhold Wosab



Reinhold Wosab
Spielerinformationen
Geburtstag 25. Februar 1938
Geburtsort MarlDeutschland
Position Rechtsaußen
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1958–1962
1962–1971
1971–1973
1973–1975
SpVg Marl
Borussia Dortmund
VfL Bochum
Rot-Weiss Lüdenscheid

198 (60)
59 (9)
31 (15)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Reinhold Wosab (* 25. Februar 1938 in Marl) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Wosab begann seine Karriere 1958 bei der SpVg Marl. 1962 wechselte er zu Borussia Dortmund.

In seiner ersten Saison 1962/63 belegte Borussia in der Oberliga West den 2. Rang hinter dem 1. FC Köln. Wosab absolvierte in der Oberliga auf Anhieb 29 Spiele und kam dabei auf 14 Tore. Favorit für die Endrunde war der 1. FC Köln. Trainer Cajkovski hatte nicht nur mit Karl-Heinz Schnellinger einen überragenden Abwehrspieler in seinen Reihen, auch Helmut Benthaus, Leo Wilden, Hans Sturm, Karl-Heinz Thielen, Hans Schäfer, Christian Müller und Heinz Hornig zählten zu den besten Spielern der Oberliga. Tatsächlich bestritten beide Westvertreter am 29. Juni 1963 in Stuttgart das Finale um die letzte Deutsche Meisterschaft, die vor der Bundesligagründung im Endrundenmodus ausgetragen wurde. Der ruhige Fußballfachmann Hermann Eppenhoff führte den Außenseiter zu einem verdienten 3:1 Sieg. Wosab trug sich zum 2:0 in der 57. Spielminute in die Torschützenliste ein.

Die Meisterelf der Borussen: Bernhard WesselWilhelm Burgsmüller, Lothar GeislerHelmut Bracht, Wolfgang Paul, Dieter Kurrat – Reinhold Wosab, Alfred Schmidt, Jürgen Schütz, Friedhelm Konietzka, Gerhard Cyliax.

In der Saison 1963/64 waren die Spiele im Europapokal der Landesmeister dann der nächste Höhepunkt in Wosabs Karriere. Die grandiosen 5:0- und 4:0-Erfolge gegen Benfica Lissabon und Dukla Prag waren dabei herausragend. In beiden Spielen konnte er auch Treffer für die Borussia erzielen. Erst im Halbfinale schied man gegen den späteren Europapokalsieger Inter Mailand aus.

Die Erfolgsgeschichte ging im Jahre 1965 mit dem Gewinn des DFB-Pokals weiter. Am 22. Mai wurde der Regionalligist Alemannia Aachen in Hannover mit 2:0 Toren besiegt.

Nachdem für die Saison 1965/1966 der Nationalspieler Reinhard Libuda vom FC Schalke 04 verpflichtet worden war, verlor Wosab seinen Stammplatz auf der Rechtsaußenposition. Er wurde in den nächsten Jahren meist als rechter Außenverteidiger eingesetzt. Am größten Triumph im Jahre 1966 war er nicht als Stammspieler beteiligt: Beim Gewinn des Europapokals der Pokalsieger am 5. Mai 1966 in Glasgow gegen den FC Liverpool stürmte Libuda am rechten Flügel. Nur gegen die Bulgaren vom ZSKA Sofia in der 2. Runde war Wosab in dieser Europapokalsaison im Einsatz. Im selben Jahr erreichte er mit Dortmund auch Platz 2 in der Meisterschaft. Wosab blieb bis 1971 beim BVB und absolvierte insgesamt 198 Spiele bei den Schwarz-Gelben. Er erzielte dabei 60 Tore.

Anschließend spielte er zwei Jahre beim VfL Bochum. Dabei traf er in der ersten Saison 1971/72 wieder auf seinen alten Erfolgstrainer Hermann Eppenhoff. Der 9. Platz war für die gerade in die Bundesliga aufgestiegene Mannschaft um den Klasse-Torjäger Hans Walitza und den Spielmacher Werner Krämer ein großer Erfolg. Wosab kam in allen 34 Spielen dieser Saison zum Einsatz. Insgesamt brachte er es in Bochum auf 59 Einsätze in der Fußball-Bundesliga und konnte neun Treffer verzeichnen.

Wosab spielte zum Abschluss seiner Karriere bis 1975 noch bei Rot-Weiss Lüdenscheid, zeitweilig zusammen mit seinem alten Dortmunder Mitspieler Jürgen Schütz. Seine letzte Saison in der Regionalliga 1973/74 bestritt der 35-Jährige nochmals in großer Manier. In 31 Spielen und 15 Toren war er einer der absoluten Leistungsträger bei den Lüdenscheidern.

Später war Wosab als Fußball-Obmann von Borussia Dortmund im Management tätig.

Reinhold Wosab ist seit 1987 in der Herstellung und dem Vertrieb von Sonderanfertigungen, Pokalen, Ehrenpreisen aus Guss, Glas und Acryl sowie Geschenkartikeln, Medaillen, Nadeln und Gravuren für namhafte Firmen, Kommunen, Vereine und viele andere Institutionen tätig.


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