BBÖ ET 11

BBÖ ET 11
BBÖ ET 11 / ÖBB 4042 / StLB ET 11–12
Nummerierung: BBÖ: ET 11.001–002
ÖBB: 4042.01–02
StLB ET 11–12
Anzahl: 2
Hersteller: AEG/Wien, Simmering/Wien
Baujahr(e): 1936
Achsformel: 2'Bo'
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 23.520 mm
Drehgestellachsstand: 3.200 mm
Gesamtradstand: 19.160 mm
Dienstmasse: 48,0–55,0 t
Reibungsmasse: 28,0 t
Radsatzfahrmasse: 14,0 t
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
Stundenleistung: 400 kW / 60 km/h
Dauerleistung: 330 kW / 67 km/h
Treibraddurchmesser: 950 mm
Laufraddurchmesser: 950 mm
Motorentyp: 1~Rs/2
Motorbauart: 2 x achtpolige kompensierte Reihenschlussmotoren
Nenndrehzahl: 1895/min
Stromsystem: 15 kV / 16 23 Hz
Anzahl der Fahrmotoren: 2
Antrieb: einseitiger Tatzlager-Antrieb
Bremse: Druckluftbremse
Steuerung: Nockenschaltwerksteuerung
Sitzplätze: 72

Die Reihe BBÖ ET 11 war ein elektrisch angetriebener Triebwagen der BBÖ.

Trotz der Wirtschaftskrise der 1930er-Jahre existierte noch genügend zahlungskräftiges Publikum, das vor allem nach Salzburg, ins Gasteinertal sowie in die Wintersportorte Zell am See und Innsbruck reisen wollte. Um dafür geeignete Schnellverbindungen zu schaffen, bestellte die BBÖ zwei elektrisch angetriebene Triebwagen, deren waggonbaulicher Teil mit dem des VT 42 identisch war. Beide Triebwagen wurden 1936 geliefert. Der Probebetrieb auf der Tauernbahn Salzburg–Spittal und von Zell am See nach Badgastein verlief positiv. Die Wagen kamen auch bei den Fahrgästen sehr gut an.

1938 reihte die Deutsche Reichsbahn die Fahrzeuge als ET 42 ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg bezeichnete die ÖBB sie als 4042.01−02. Sie wurden jetzt auf der Strecke Attnang-Puchheim−Salzburg eingesetzt. Durch die fortschreitende Elektrifizierung fuhren sie schließlich Schnellverbindungen Linz–Salzburg und Wien–Salzburg. In dieser Zeit wurde die störanfällige Steuerung umgebaut.

Da ihre geringe Leistungsfähigkeit einen Einsatz mit Anhängewagen nicht erlaubte, übernahmen neue, stärkere Triebwagen den Städteschnellverkehr. Die 4042er wurden nun im Regionalverkehr in der Nähe Salzburgs eingesetzt. 1966 wurden sie an die Steiermärkischen Landesbahnen (StLB) verkauft, die sie – lackiert in ihren damaligen Hausfarben gelb/rot und als ET 11 und ET 12 bezeichnet – auf der Strecke Peggau–Übelbach verkehren ließen.

Seit ihrer Ausmusterung befinden sich die Fahrzeuge im Besitz des Vereins Nostalgiebahnen in Kärnten (NBiK), der sie betriebsfähig aufarbeiten lassen will.

Literatur

  • Richard Rotter, Helmut Petrovitsch: Triebfahrzeuge österreichischer Eisenbahnen – Elektrische Lokomotiven und Triebwagen, alba Verlag, Düsseldorf 1990, ISBN 3-87094-132-4

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