Schwalbach (Schöffengrund)

Schwalbach (Schöffengrund)
Schwalbach
Koordinaten: 50° 30′ N, 8° 28′ O50.4980555555568.4713888888889285Koordinaten: 50° 29′ 53″ N, 8° 28′ 17″ O
Höhe: 285 m ü. NN
Einwohner: 1.600 (2008)
Eingemeindung: 1. Jan. 1972
Postleitzahl: 35641
Vorwahl: 06445
Evangelische Dorfkirche
Backhaus

Schwalbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Schöffengrund im Lahn-Dill-Kreis. Es ist Hauptort und gleichzeitig Verwaltungssitz der Großgemeinde.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Schwalbach liegt auf einem Plateau, zwischen den Tälern von Solmsbach und Wetzbach. Nördlich des Dorfes entspringt der Hainbach. Der Ort liegt im nördlichen Taunus, dem Wetzlarer Hintertaunus, sowie im Naturpark Hochtaunus. Nächste größere Stadt ist Wetzlar.

Geschichte

Im Jahr 795 wird die sualbacher marca, also die Schwalbacher Mark, im Lorscher Codex erwähnt. Aus dem Ort entstammte ein Rittergeschlecht, die Herren von Schwalbach, die auch das Lehnspatronat über das Quembacher Gericht besaßen, zu welchem Schwalbach gehörte. Erst später gehörte das Dorf zu den Besitztümern der Grafen zu Solms-Braunfels, ehe es zur preußischen Bürgermeisterei von Braunfels gehörte. 1841 wurde die Bürgermeisterei Schöffengrund eingerichtet, deren Sitz sich in Schwalbach befand.

Kirchlich wurde die Pfarrei des Dorfes nach der Reformation nach Bonbaden eingegliedert. Nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete man für die Heimatvertriebenen im Ort auch eine katholische Kirche.

Im Zuge der hessischen Gebietsreform schloss sich die selbstständige Gemeinde mit fünf weiteren Gemeinden zur neuen Großgemeinde Schöffengrund mit Wirkung zum 1. Januar 1972 zusammen. Sitz der Gemeindeverwaltung wurde Schwalbach.

Sehenswertes

Evangelische Kirche

Die evangelische Kirche von Schwalbach entstand in der Zeit von 1763 bis 1767. Es ist eine Saalkirche mit Walmdach. An der Nordseite befindet sich der Kirchturm mit Zwiebelhaube.[1]

Mineralbrunnen

Am nordwestlichen Ortsrand befindet sich ein Mineralbrunnen. Er wurde bereits 1334 als Sure Born (Sauerbrunnen) erwähnt und im Jahr 1717 durch Fürst Wilhelm Moritz von Solms-Braunfels befestigt. Die Quelle wird immer noch wirtschaftlich genutzt und das Mineralwasser als Schwalbacher Quelle verkauft.[2]

Einzelnachweise

  1. Denkmalpflege Hessen: Evangelische Kirche Schwalbach
  2. Schwalbacher Quelle: Geschichte der Schwalbacher Mineralquelle

Weblinks


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