Wladimir Sawon

Wladimir Sawon

Wladimir Sawon (* 26. September 1940 in Tschernihiw; † 30. Mai 2005 in Charkiw) war ein sowjetisch-ukrainischer Schachmeister und Trainer.

Sawon war zu Anfang der 1960er Jahre ein vielversprechender sowjetischer Jugendspieler: 1961 gewann er in Lemberg, 1961 und 1963 bis 1967 gewann er mit der Mannschaft der Sowjetunion die Studentenolympiade. 1967 wurde er in Sarajevo geteilter Dritter, erhielt den Titel Internationaler Meister und qualifizierte sich erstmals für das Finale der UdSSR-Meisterschaft, bei der er Platz 10-12 teilte. 1969 (10.-11.) und 1971 (5.-7.) nahm er ebenfalls teil und erreichte gute Plätze. Eine Sensation stellte indes sein Sieg bei der 39. UdSSR-Meisterschaft in Leningrad dar. Sawon wurde mit 1,5 Punkten Vorsprung auf die beiden Ex-Weltmeister Wassili Smyslow und Michail Tal, sowie zwei Punkten Vorsprung auf den späteren Weltmeister Anatoli Karpow überlegen UdSSR-Meister. 1972 gewann er mit der Sowjetunion die Schacholympiade in Skopje. 1973 verlieh ihm die FIDE den Großmeistertitel. Im gleichen Jahr qualifizierte Sawon sich für das Interzonenturnier in Petropolis, wo er Achter wurde. Im Laufe seiner Karriere gewann Sawon zahlreiche internationale Turniere, auch sein letztes Turnier, das Michail Botwinnik-Memorial (ein Veteranenturnier) in Satka 2004.

Weitere Turniererfolge:

  • Maróczy Memorial Debrecen 1970: 1./2. Platz mit Bilek
  • Moskau 1970: 1. Platz
  • Mar del Plata 1971: 2./3. Platz
  • Suchumi 1972: 2. Platz hinter Tal
  • UdSSR-Meisterschaft 1972 Baku: 3.-5. Platz
  • Lublin 1977: 1./2. Platz

Sawon verlegte den Schwerpunkt seiner Tätigkeit in seinen letzten Lebensjahren auf das Schachtraining mit jungen ukrainischen Schachspielern. Zu seinen bedeutendsten Schülern zählen Wassyl Iwantschuk, Ruslan Ponomarjow, Serhij Karjakin, Alexander Areschtschenko und andere. Sawon starb 2005 in Charkiw.

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