Bodo Selge

Bodo Selge

Bodo Selge (* 7. April 1911 in Berlin; † 18. März 1996 in Bremerhaven) war ein deutscher Jurist und Politiker (SPD). Selge war vom 12. Februar 1958 bis zum 30. September 1978 Oberbürgermeister der Seestadt Bremerhaven.

Biografie

Selge machte sein Abitur 1930 am Prinz-Heinrich-Gymnasium in Berlin. Von April 1930 bis Herbst 1933 studierte er Rechts- und Staatswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1934 folgte die 1. Staatsprüfung. 1938 legte er das große Staatsexamen vor dem Kammergericht Berlin ab. Von 1934 bis 1938 arbeitete er als Gerichts- und Regierungsreferendar, anschließend ein Jahr als Regierungsassessor in Swinemünde. Von 1939 bis 1940 war er Regierungsassessor in Klattau (heute Klatovy, Tschechien). 1940 folgte die Ernennung zum Regierungsrat. Bis 1945 war er in diesem Amt in Pardubitz tätig. Von 1942 bis 1945 leistete er an der West - wie auch der Ostfront Kriegsdienst. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verbrachte Selge ein Jahr in US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft.

Von 1950 bis 1954 war Selge Verwaltungsjurist beim DGB. Von 1954 bis 1958 war er als Landesrat in Düsseldorf beim Landschaftsverband Rheinland tätig. Am 12. Februar 1958 übernahm er als Nachfolger von Hermann Gullasch (SPD) das Amt des Oberbürgermeisters von Bremerhaven. Dieses Amt hatte Selge über 20 Jahre bis zum 30. September 1978 inne. Ihm folgte Werner Lenz (SPD) als Oberbürgermeister.

Werke

  • Mitbestimmung im öffentlichen Dienst; zum Entwurf eines Personalvertretungsgesetzes. Darmstadt 1953
  • Handbuch des Personalvertretungsrechts. Bund-Verlag, 1955

Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Нужно решить контрольную?

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Selge — ist der Name: des antiken Ortes Selge in Pisidien (Türkei), siehe Selge (Pisidien) des römisch katholischen Titularerzbistums Selge, siehe Selge (Titularerzbistum) Selge ist der Familienname folgender Personen: Albrecht Selge (* 1975), deutscher… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Sel — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Gullasch — Hermann Gullasch (* 27. Februar 1900 in Lübbenau/Spreewald); † 24. September 1969 in Bremerhaven) war ein Kommunalbeamter und Oberbürgermeister (SPD) von Bremerhaven. Biografie Gullasch war der Sohn eines Bahnbeamten. Nach seinem Besuch der… …   Deutsch Wikipedia

  • Hermann Gullasch — (* 27. Februar 1900 in Lübbenau/Spreewald; † 24. September 1969 in Bremerhaven) war ein Kommunalbeamter und Oberbürgermeister (SPD) von Bremerhaven. Biografie Gullasch war der Sohn eines Bahnbeamten. Nach seinem Besuch der Volksschule absolvierte …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Stadtoberhäupter von Bremerhaven — Inhaltsverzeichnis 1 Geestendorf bis 1888 2 Lehe bis 1924 3 Geestemünde bis 1924 4 Wesermünde 1924 bis 1947 …   Deutsch Wikipedia

  • Werner Lenz (Politiker) — Werner Lenz (* 27. Dezember (andere Quelle: 21. Juni) 1927 in Osnabrück; † 24. Oktober 2004 in Bremerhaven) war ein deutscher Politiker der SPD, ab 1995 der nur im Land Bremen aktiven Partei AfB. Er war Oberbürgermeister von Bremerhaven, Senator… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Polizeiruf-110-Folgen — Das Polizeruf 110 Logo Die Liste der Polizeiruf 110 Folgen enthält alle Filme der Krimireihe Polizeiruf 110. Inhaltsverzeichnis 1 Gesendete Folgen …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Tatort-Folgen — Das Tatort Logo Die Liste der Tatort Folgen enthält alle Filme der Krimireihe Tatort. Inhaltsverzeichnis 1 Gesendete Folgen …   Deutsch Wikipedia

  • Rossini - oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief — Filmdaten Deutscher Titel: Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief Produktionsland: Deutschland Erscheinungsjahr: 1997 Länge: 118 Minuten Originalsprache: Deutsch …   Deutsch Wikipedia

  • Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief — Filmdaten Deutscher Titel: Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief Produktionsland: Deutschland Erscheinungsjahr: 1997 Länge: 118 Minuten Originalsprache: Deutsch …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”