- Eberhard von Gemmingen-Hornberg (1688–1767)
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Eberhard Reichsfreiherr von Gemmingen zu Hornberg (* 2. September 1688 in Lörrach; † 3. Januar 1767 in Luxemburg) gehörte dem Geschlecht der Herren von Gemmingen an. Er war bis zu seinem Tod im Militärdienst für das Haus Habsburg und stieg bis zum Oberst auf. Außerdem war er Grundherr in Treschklingen, Rappenau, Hoffenheim, Bürg und Wolfskehlen.
Inhaltsverzeichnis
Familie
Eberhard von Gemmingen wurde 1688 als elftes und letztes Kind des Präsidenten des badischen Hofrates und Hofmarschalls, Reinhard von Gemmingen zu Hornberg (1645–1707), und dessen Frau Maria Elisabetha von Neipperg geboren. Einer seiner Brüder war Reinhard von Gemmingen-Hornberg (1677–1750). Eberhard von Gemmingen heiratete am 30. August 1708 in Widdern Anna Clara geborene von Zillenhart (* 9. August 1685 in Widdern; † 14. Februar 1768 in Treschklingen, wo sie ihren Witwensitz hatte). Aus dieser Ehe entstammen 14 Kinder, darunter die Söhne Eberhard (1713–1757) und Otto Heinrich I. (1727–1790), der später die Tochter Clara Ludovika (1753−1814) seines Bruders Eberhard heiratete.
Eberhard und seine Frau besaßen ein Herrenhaus in Wimpfen.
Leben
Eberhard von Gemmingen besuchte das Gymnasium in Durlach und die Militärakademie in Genf. Zunächst stand er bis 1708 im Dienst von Hessen-Darmstadt, danach trat er in den Militärdienst für das Haus Habsburg ein. In wenigen Jahren stieg er zum Major, Obristleutnant und schließlich zum Oberst auf. Er nahm an den Feldzügen in Bayern, Katalonien, Italien und am Rhein teil. 1741 wurde er während des österreichischen Erbfolgekrieges Generalquartiermeister der ungarischen Armee in den Niederlanden. 1749 wurde er zum Kommandanten von Stadt und Reichsfestung Luxemburg ernannt. Diese Position hatte er bis zu seinem Tod 1767. Er wurde in der Bastion mit militärischen Ehren bestattet.
Besitzungen
Eberhard von Gemmingen erhielt bei der Erbteilung den Besitz in Treschklingen. Sein Sohn Sigmund von Gemmingen (1724–1806) erwarb 1771 von den Herren von Berlichingen die österreichische Hälfte von Hoffenheim. Sigmunds Bruder, Freiherr Otto Heinrich I. von Gemmingen-Hornberg (1727–1790), kaufte auch den Rest des Ortes. In der evangelischen Pfarrkirche in Hoffenheim befindet sich an der Westwand, links vom Hauptportal, ein Denkmal für Eberhard von Gemmingen und seine Frau, das ihre Nachfahren errichten ließen.
Literatur
- Hartmut Riehl: Zwei unbekannte Gemmingen-Denkmäler in der ev. Pfarrkirche Hoffenheim. In: Kraichgau. Beiträge zur Landschafts- und Heimatforschung. Hrsg. vom Heimatverein Kraichgau. Folge 20/2007, ISBN 3-921214-35-1, S. 223–235.
- Walter von Hueck: Stammfolge des Geschlechts der Freiherren von Gemmingen. Sonderdruck aus dem Genealogischen Handbuchs des Adels Band 37 (Freiherrliche Häuser A, Band VI). C. A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn 1966
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