Regenstein (Adelsgeschlecht)

Regenstein (Adelsgeschlecht)

Die Familie von Regenstein, auch Reinstein, war ein niedersächsisches Grafengeschlecht, das sich nach der gleichnamigen Burg Regenstein bei Blankenburg benannte.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Urkundlich wurde erstmals 1162 Cunradus Comes de Regenstein (Graf zu Regenstein), Konrad – der Sohn des Grafen Poppo I. von Blankenburg aus dem Haus der Reginbodonen, namentlich erwähnt und begründete so das Geschlecht Reinstein-Blankenburg. Die Heimburg gelangte Anfang des 14. Jahrhunderts in den Lehnsbesitz und begründete die jüngere Linie Reinstein(-Heimburg). Die Burg Regenstein (der Linie Reinstein-Reinstein) wurde Mitte des 15. Jahrhundert zugunsten von Blankenburg und Derenburg aufgegeben. Der letzte männliche Nachfahre des adligen Geschlechtes, Graf Johann Ernst von Regenstein, starb 1599. Teile der Grafschaft entwickelten sich zum Fürstentum Blankenburg.

Besitzungen

Wappen

Das Wappen der gräflichen Linie zeigt in Silber eine (schwarze) rote, sechsendige Hirschstange. Das spätere gevierte Schild zeigt jeweils in Silber (1:4) eine schwarze und in (2:3) eine rote sechsendige Hirschstange. Helm: gekrönt, rechts eine Schwarze links eine Rote sechsendige Hirschstange. Die Helmdecken sind rechts Schwarz Silbern, links Rot Silbern.

Persönlichkeiten

Portrait der Äbtissin Elisabeth

Literatur

  • Rudolf Steinhoff: Geschichte der Graffschaft – bezw. des Fürstentums Blankenburg, der Graffschaft Regenstein und des Klosters Michaelstein. Vieweg, Blankenburg a/H. u. a. 1891, online.
  • Rudolf Steinhoff: Stammtafel der Grafen von Regenstein und Blankenburg von ungefähr 1400 bis 1599. In: Zeitschrift des Harz-Vereins für Geschichte und Alterthumskunde. Bd. 25, 1892, S. 146–167.
  • Lutz Fenske: Zur Geschichte der Grafen von Regenstein vom 12. bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts. In: Harz-Zeitschrift. 45, 1, 1993, ISSN 0073-0882, S. 7–34.
  • Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band 17: Hessen und das Stammesherzogtum Sachsen. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-465-02983-6.
  • Heinz A. Behrens, Hartmut Wegner: Das Ende einer Dynastie. Sonderausstellung aus Anlaß des 400. Todestages des Grafen Johann Ernst von Regenstein. Bussert, Jena u. a. 1999, ISBN 3-932906-18-7.
  • Christof Römer: Die Grafen von Regenstein-Blankenburg als Stand des Reiches und des Niedersächsischen Reichskreises. In: Heinz A. Behrens (Hrsg.): Zwischen Herrschaftsanspruch und Schuldendienst. Beiträge zur Geschichte der Grafschaft Regenstein. Bussert und Stadeler, Jena 2004, ISBN 3-932906-48-9, S. 73–90.

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Regenstein — Der Name Regenstein steht für: die Burg Regenstein in Sachsen Anhalt ein gräfliches adliges Geschlecht Regenstein (Adelsgeschlecht) (Reinstein) Albrecht II. von Regenstein Ulrich von Regenstein Elisabeth von Regenstein Blankenburg Poppo I. von… …   Deutsch Wikipedia

  • Burg Regenstein — p3 Burg Regenstein Die Burgruine Regenstein Alternativna …   Deutsch Wikipedia

  • Tattenbach (Adelsgeschlecht) — Familienwappen der Tattenbach Die Tattenbach (später Reinstein Tattenbach) waren ein altbayerisches Adelsgeschlecht, katholischer Konfession, das vom Mittelalter bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts eine bedeutende Rolle in Bayern spielte und… …   Deutsch Wikipedia

  • Rogalla von Bieberstein (Adelsgeschlecht) — Wappen der Rogalla von Bieberstein Rogalla von Bieberstein ist der Name eines alten ostpreußischen Adelsgeschlechts, das mit der Belehnung mit Gollubien (ab 1938 Gollen)[1] im Kreis Lyck (Ostpreußen) im Jahr 1440 mit großem und kleinem Gericht… …   Deutsch Wikipedia

  • Blanckenburg (Adelsgeschlecht) — Wappen derer von Blanckenburg Blanckenburg, auch: Blankenburg ist der Name eines alten Adelsgeschlechts der Uckermark, das sich zwischenzeitlich auch nach Mecklenburg, Pommern und über die Neumark auch nach Polen bzw. Westpreußen ausbreiten… …   Deutsch Wikipedia

  • Mansfeld (Adelsgeschlecht) — Das Mansfelder Wappen ab 1481 Die Grafen von Mansfeld gehörten zu den ältesten deutschen Adelsgeschlechtern. Ihre Besitzungen lagen im nördlichen Teil des Hassegaus am östlichen Rand des Harz. Dies entsprach in etwa dem späteren Landkreis… …   Deutsch Wikipedia

  • Everstein (Adelsgeschlecht) — Wappen derer von Everstein Die Edelherren und Grafen von Everstein nannten sich seit 1116 nach den Burgen auf dem Großen und Kleinen Everstein am Burgberg im Landkreis Holzminden, Niedersachsen. Die Familie derer von Everstein teilte sich etwa um …   Deutsch Wikipedia

  • Reinstein (Adelsgeschlecht) — Wappen der Familie in Siebmachers Wappenbuch Die Familie der Reinstein war ein fränkisches Adelsgeschlecht. Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte …   Deutsch Wikipedia

  • Grafschaft Blankenburg — Territorium im Heiligen Römischen Reich Grafschaft Blankenburg Wappen …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Äbtissinnen von Gandersheim — Die folgenden Personen waren Äbtissinnen der Reichsabtei in Gandersheim Äbt. Name von bis 1. Äbt. Hathumod 852 874 2. Äbt. Gerberga I. 874 896/7 3. Äbt. Christina I. 896/7 919 4. Äbt …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”