Sipho Gumede

Sipho Gumede

Sipho Gumede (* 17. April 1952 in Cator Manor, Durban; † 26. Juli 2004 in Durban) war ein südafrikanischer Jazz- und Fusionmusiker (Bass, Gesang).

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Gumede spielte als Kind Skiffle- und Kwelamusik auf einer selbstgebauten Gitarre und einer Penny Whistle. Im Alter von sechzehn Jahren lernte er von dem Jazzgitarristen Cyril Magubane die Grundlagen des Modern Jazz. Er wechselte zum Bass und spielte dann mit Dick Khoza und mit den Jazz Revellers. 1970 zog er nach Johannesburg, wo er mit Dennis Mphale und Cocky Tlhotlhalemaje in Isintu spielte und auf dem Piano Culo Music Festival auftrat. Auch nahm er mit Abdullah Ibrahim auf. Später ging er mit Gibson Kente auf Tournee, um dann mit Jabu Nkosi, Barney Rachabane, Duke Makasi, Dennis Mpale und Enoch Mtlelane die Fusionband Roots zu bilden. Gemeinsam mit Bheki Mseleku und Russell Herman gründete er dann Spirits Rejoice, die damals führende Fusionband Südafrikas. 1982 konzentrierte er sich mit Khaya Mahlangu darauf, afrikanische Musik in die Fusionmusik zu integrieren und gründete mit diesem und Mabi Gabriel Thobejane die Band Sakhile, die mit Songs wie Mantombi bekannt wurde. Mit Harry Belafonte und Letta Mbulu ging er auf Tournee durch Nordamerika und in die Karibik. Anschließend spielte er mit Caiphus Semenya, Hugh Masekela, Jonas Gwangwa und Letta Mbulu im Musical Buwa, das in Simbabwe ebenso wie in Schweden aufgeführt wurde. 1987 trat er mit einem Teil dieser Musiker auf dem Montreux Jazz Festival auf und war mit Sakhile auf einer Europatournee. Seit Beginn der 1990er Jahre konzentrierte er sich auf seine Solokarriere. 1999 begleitete er den US-amerikanischen Pianisten Joe McBride auf einer Südafrika-Tournee und holte diesen und Andy Narell für sein Album New Era. Als Bassist war er neben Paul Hanmer, McCoy Mrubata, Errol Dyers und Frank Paco Mitglied der Sheer All Stars. Er nahm weiterhin mit Kippie Moeketsi, Stimela, Margaret Singane, Winston Mankunku und Brenda Fassie auf.

Im Jahr 2000 zog Gumede nach KwaZulu-Natal zurück, wo er auch als Musikpädagoge tätig war und für junge Südafrikaner in den Townships auftrat.

Preise und Auszeichnungen

1992 gewann sein Soloalbum Thank You for Listening einen OKTV Award als bestes afrikanisches Fusionalbum. 1995 erhielt er einen Johnny Walker Award für seinen Beitrag zur südafrikanischen Musik. Das mit Pops Mohamed eingespielte Album Kalamazoo 3 (2002) wurde für den South African Music Award (SAMA) als bestes traditionelles südafrikanisches Jazzalbum nominiert.

Diskographische Hinweise

  • Down Freedom Avenue (1993)
  • A Blues for My Mother (1998)
  • New Era (2000)

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Gumede — ist ein afrikanischer Familienname. Bekannte Namensträger sind: Josiah Zion Gumede (1919–1989), Staatspräsident von Simbabwe Rhodesien Natalie Gumede (* 1984), englische Schauspielerin Sipho Gumede (1952–2004), südafrikanischer Musiker Diese …   Deutsch Wikipedia

  • Pops Mohamed — (* 10. Dezember 1949 in Benoni; eigentlicher Name Ismael Mohamed Jan) ist ein südafrikanischer Multiinstrumentalist, Jazzmusiker und Musikproduzent. Inhaltsverzeichnis 1 Leben und Wirken 2 Ehrungen 3 Diskografie …   Deutsch Wikipedia

  • KwaMashu — Township is an urban residential location outside of Durban, South Africa created for exclusively Africans. HistoryUntil 1994 it was illegal for white people to enter the townships to live due to the racial segregation policies of the apartheid… …   Wikipedia

  • Paul Hanmer — is a South African composer, pianist and one of its foremost jazz musicians [http://www.music.org.za/artist.asp?id=128] . Born 1961, in Cape Town, he has released several albums, including:*Trains to Taung (1997) *Window To Elsewhere (1998)… …   Wikipedia

  • Oppikoppi — from the top Location(s) Northam, South Africa …   Wikipedia

  • Ndebele music — The traditional music of the Ndebele is characterised mainly by the widespread use of choral song accompanied by leg rattles (amahlwayi), clappers (izikeyi) and clapping of hands. Compared with choral song, solo singing and purely instrumental… …   Wikipedia

  • South African jazz — is, put most simply, the jazz music of South Africa, also called African jazz often. As in the United States, South African jazz was strongly influenced by the music styles of the black population. That said influences from the US led to its… …   Wikipedia

  • Flux Festival — The Flux Festival (not to be confused with the Flux festival which is part of the Edinburgh Festival s Fringe or indeed the [http://www.fluxfestival.org FLUX festival de vídeo d autor] of Barcelona) was a New Year music festival staged between… …   Wikipedia

  • Bheki Mseleku — Bhekemuzi „Bheki“ Mseleku (* 3. März[1] 1955 in Durban; † 9. September 2008 in London; vollständiger Name: Bhekemuzi Hyacinth Mseleku) war ein südafrikanischer Jazzpianist und Komponist, außerdem Gitarrist, Saxophonist und Sänger. Stilistisch… …   Deutsch Wikipedia

  • Hanmer — Paul Hanmer (* 1961 in Kapstadt) ist ein Komponist und Jazzpianist aus Südafrika. Hanmer studierte an der Universität Kapstadt und zog 1987 nach Johannesburg. Zusammen mit Schlagzeuger Ian Herman und Bassist Pete Sklair entstand eine dreiköpfige… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”