- Ustowo
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Ustowo (deutsch Güstow) ist ein Dorf in der Woiwodschaft Westpommern in Polen, am südlichen Stadtrand von Stettin.
Inhaltsverzeichnis
Geographische Lage
Das Dorf liegt im sogenannten Stettiner Zipfel, also in dem Teil Vorpommerns, der nach dem Zweiten Weltkrieg an Polen kam, südlich von Stettin auf einer Anhöhe westlich der Oder. Das nördlich liegende Pomorzany (Pommerensdorf) ist bereits nach Stettin eingemeindet. Nachbarorte sind im Süden Kurów (Kurow) und im Westen Przecław (Pritzlow).
Geschichte
Das Dorf wird erstmals als Wostow im Jahre 1240 in einem Vertrag zwischen dem pommerschen Herzog Barnim I. und Bischof Konrad III. von Cammin genannt.[1] 1243 schenkte Herzog Barnim I. das Dorf dem Zisterzienserinnenkloster in Stettin; in den diesbezüglichen Urkunden wird es Wztoho[2] und Vztowa[3] genannt. Für das Jahr 1300 ist eine Dorfkirche bezeugt, die in diesem Jahr der Stettiner Jakobikirche unterstellt wurde.
Im Schwedisch-Brandenburgischen Krieg nahm Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg während der Belagerung von Stettin sein Hauptquartier vom 7. bis 14. Juli in Güstow. Von Güstow aus richtete er vergeblich eine Aufforderung an die Stettiner, ihm die Stadt zu übergeben.[4]
1899 wurde nördlich von Güstow in West-Ost-Richtung eine Verlängerung der Kleinbahn Casekow–Penkun–Oder mit einem Haltepunkt Güstow hergestellt.
Vor 1939 bildete Güstow eine Landgemeinde im Kreis Randow der Provinz Pommern. Mit dem Groß-Stettin-Gesetz wurde Güstow zum 15. Oktober 1939 nach Stettin eingemeindet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam Güstow an Polen. Es erhielt den Namen Ustowo, die Bevölkerung wurde durch Polen ersetzt.
Entwicklung der Einwohnerzahlen
Verwaltungsstruktur
Ustowo bildet ein Schulzenamt in der Gmina Kołbaskowo (Landgemeinde Kolbitzow) im Powiat Policki (Pölitzer Kreis) der Woiwodschaft Westpommern.
Verweise
Literatur
- Johannes Hinz: Pommern. Wegweiser durch ein unvergessenes Land. Würzburg 1996, S. 146.
Fußnoten
- ↑ Klaus Conrad (Bearb.): Pommersches Urkundenbuch. Band 1. 2. Auflage. Böhlau Verlag, Köln und Wien 1970, Nr. 377.
- ↑ Klaus Conrad (Bearb.): Pommersches Urkundenbuch. Band 1. 2. Auflage. Böhlau Verlag, Köln und Wien 1970, Nr. 415.
- ↑ Klaus Conrad (Bearb.): Pommersches Urkundenbuch. Band 1. 2. Auflage. Böhlau Verlag, Köln und Wien 1970, Nr. 416.
- ↑ Martin Wehrmann: Geschichte der Stadt Stettin. Saunier, Stettin 1911, S. 301–302. (Nachdruck: Augsburg 1993, ISBN 3-89350-119-3)
- ↑ a b c http://www.verwaltungsgeschichte.de/randow.html
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